Ein böses Märchen

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Nadine26
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Beitrag von Nadine26 »

Endlich erreichten sie die obere Etage. Nadine zerrte die anderen 3 erst mal in eine ruhige Ecke und hielt ein paar Minuten inne.
"Was machst du da", fragte Konrad vorsichtig. "Ich versuch Lysinda hier wahrzunehmen. Wenn sie nicht hier ist, ist sie ganz oben." flüsterte Nadine leise und ging wieder in sich.
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Dragorad
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Beitrag von Dragorad »

Leider konnte sie sie nicht entdecken. "Also nach oben," wies sie die Jungs an.
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Koni
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Beitrag von Koni »

Na, ihr wart ja sowas von fleißig in meiner Abwesenheit. Da konnte euch wohl nur das Timeout des Boards bremsen. :))
Hier die Zusammenfassung seit dem letzten Mal:


Unbewusst stieß sie einen Schrei aus, der den Bären aufsehen ließ. Doch geistesgegenwärtig schrie Johann wie ein kleines Baby auf, um die Aufmerksamkeit des Bären wieder auf sich zu lenken, und nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche. ´Was passiert denn jetzt, warum werden meine Hände und Arme so pelzig, mir wird auch ganz warm`, dachte Johann.
Plötzlich knackte jeder Knochen in seinem Leib, sie wurden größer, breiter, stabiler, sein Gesicht nahm die Form einer Schnauze an, ein dichter brauner Pelz breitete sich an seinem Körper aus. Erschrocken sprang er von dem Bären weg. Er wollte etwas schreien, doch es war nur ein Brummen zu vernehmen, das sich dann langsam in einen verständlichen Schrei wandelte. `Was sagt Nadine, ich kann sie nicht verstehen, das ist nur Gebrabbel`, dachte Johann. 'Wie kann ich ihr jetzt nur klarmachen, dass es genau diese Flüssigkeit ist, die mit dem Kristall behandelt ihre Verwandlung rückgängig machen kann. Ah, vielleicht kann ich damit auch meine vergessen machen!' Ein Versuch war es wert, und er hielt ihr das Fläschchen mit seinen Pranken entgegen.

Doch zu seinem Entsetzen stieß sie ihm die Flasche aus der Hand, sodass sie auf den Steinboden fiel und zerbrach, und rannte schließlich in Richtung Ausgang. Sebastian tauchte schnell den Kristall des Gnoms in die Lache auf dem Boden, saugte die milchig werdende Flüssigkeit mit seinem Taschentuch auf und rannte hinter Nadine her. "Das ist doch Johann. Er will doch nur helfen. Trink das jetzt, aber schnell", wütete er gegen Nadine und hielt ihr das Taschentuch unter die Nase. Verdattert schaute sie ihn an und trank die letzten Tropfen aus dem Taschentuch. Auf einmal setzte ein Kribbeln in ihrem Körper ein, das zu einem schmerzhaftem Stechen anwuchs. Mit einem Mal hörte es auf und der Graf erschien neben ihnen.

30. Die zweite Aufgabe: Suche nach Lysinda

"Also gut, damit ist das Mädchen von jeglichen Nachwirkungen meines Vampirbisses befreit.
Der junge Herr hat meine Aufgabe erfüllt. Lysinda, komm her, und stelle die zweite Aufgabe!" Neben ihm erschien die Gestalt von Lysinda. Sie sprach: "Was ihr hier seht, ist nur mein Abbild. Ich selber bin irgendwo im Schloss versteckt. Zeigt euren Spürsinn und findet mich, bevor die Sonne aufgeht!" "Dann sollten wir uns beeilen, bis Sonnenaufgang kann es nicht mehr lange hin sein", sagte Nadine, noch immer etwas geschwächt durch die Folgen der Verwandlung." Nur was machen wir mit Johann, so kann er doch nicht bleiben?!" "Apropos Spürsinn", kam Konrad mal wieder eine seiner genialen Ideen - so meinte er jedenfalls - "warum schicken wir ihn nicht vorher auf die Spur dieser süßen Biene Lysinda? Bären sollen ja ähnlich wie die Hunde eine feine Spürnase haben." "Aber im Gegensatz zu Hunden haben Bären ihren eigenen Kopf und folgen ihrem 'Herrchen' nicht so einfach," meinte Sebastian. "Aber unser Bärchen ist ja in Wirklichkeit Johann und ich bin sicher, dass er uns versteht, auch wenn er sich selbst nicht mehr in der menschlichen Sprache artikulieren kann. Wir müssen ihm nur etwas von Lysinda unter die Nase halten. Hat keiner etwas Passendes?", fragte Nadine. "Mein Ehering müsste reichen", meldete sich der Gnom. "Bei uns ist es Brauch, dass die Ehefrau die Ringe selber schmiedet. Etwas Persönlicheres gibt's nicht." "Na dann mal los", und schon schnappte sich Sebastian den Ring und hielt ihn unter Bär Johanns Nase. Nadine blickte verstohlen zum Gnom und erhoffte sich so ein wenig Hilfe. Der Gnom verstand und zeigte leicht mit den Finger nach oben, ohne dass es jemand von den anderen mitbekam. Als sie nach oben in die dunkle Ecke blickte, auf die der Gnom wies, sah sie zunächst nichts. "Nich die Ecke", wisperte er ganz leise. "Die oberen Etagen." ´Na das kann ja heiter werden`, dachte Nadine so bei sich. Von dort oben blickten nämlich Dutzende böse aussehende Augen auf die Truppe nieder. `Was ist das schon wieder für eine neue Teufelei?`, dachte Sebastian, "kann hier eigentlich nichts glatt laufen?", stöhnte er in Richtung der anderen. "Lass uns nach oben gehen, bevor die Viecher sich noch was Dummes einfallen lassen", meinte Nadine und ging schon voraus. "Wir sollten aber ein paar Fackeln mitnehmen, wer weiß schon, was das für Viecher sind, und Feuer war hier bislang sehr hilfreich", meinte Sebastian, bevor er Nadine folgte. Schnell schulterte er die Fackeln, die er schon gegen den Bären einsetzen wollte, und nahm zur Sicherheit noch ein paar aus der Kapelle, sowie ein kleines verstaubtes Fläschchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit mit, das er in einer dunklen Ecke des Raumes gefunden hatte. ´Man kann ja nie wissen´, dachte er so bei sich. Und schon verschwanden die Vier in die obere Etage.

31. Unerwarteter Zwergenaufstand

Und da standen sie, bewaffnet bis an die Zähne, die kleinen dienstbaren Helfer des Grafen, die Zwergi und warteten auf die Truppe, welche die Treppen hinauf stürmte. "Habt ihr noch die Waffen aus der Waffenkammer?", flüsterte Sebastian den Anderen zu. "So ein Mist!", stöhnte Nadine hervor, "Die liegen noch unten, lasst uns umdrehen, sonst gibt das hier ein recht einseitiges Gemetzel." "Dafür ist aber keine Zeit; dafür hab' ich für jeden von euch ein Kurzschwert, zwei Dolche, für Nadine ein paar Wurfmesser, für Konrad einen Morgenstern, für Johann einen Bogen und Pfeile; für dich, Sebastian, hab' ich ein altes Runenschwert", sprach der Gnom und zog alle Gegenstände aus seinen Hosentaschen und verteilte sie unter den Anderen. "Danke schön, du bist unser Retter", sprudelte es plötzlich aus allen vier. "Sag, was hast du als letztes für dich?", fragte Sebastian zögerlich. "Das weiß ich noch nicht, aber es wird nicht schwer. Und nun schnell, sonst seid ihr Kleinholz", sprach der Gnom hastig und verschwand auch schon wieder. Im gleichen Augenblick schoss auch schon ein Armbrustbolzen die Treppe runter. „In Deckung", rief Sebastian hastig... Und alle konnten sich noch in letzter Minute decken. "Na warte, den schnapp ich mir jetz", wütete Nadine. Prompt warf sie eines ihrer Messer und traf einen Zwerg genau zwischen Helm und Halsberge, sodass er rückwärts die Treppe runter fiel und reglos liegen blieb. Doch was war das... es polterte und dröhnte und plötzlich sahen die Vier, wie die Zwergi zur Seite sprangen, um eine riesige Kugel durch zu lassen, welche die Treppe hinunter rollte. Sofort kehrten sie auf der Treppe um und rannten zurück in die unteren Etagen. "Was war das denn?", rief Konrad entsetzt. "Wir haben nicht mehr viel Zeit Leute", hechelte Sebastian, "wir rennen da jetzt rauf, egal was kommt. Immer in Deckung bleiben und ausweichen." Kurz darauf hackten, stachen und hieben sich die Vier durch die Reihen der Zwerge, die ihnen erbittert Widerstand leisteten. Endlich erreichten sie die obere Etage. Nadine zerrte die anderen drei erst mal in eine ruhige Ecke und hielt ein paar Minuten inne. "Was machst du da", fragte Konrad vorsichtig. "Ich versuch Lysinda hier wahrzunehmen. Wenn sie nicht hier ist, ist sie ganz oben", flüsterte Nadine leise und ging wieder in sich. Leider konnte sie sie nicht entdecken. "Also nach oben", wies sie die Jungs an.

... und auch gleich meine Fortsetzung:

Johann, der über die ganze Aufregung fast seine wahre Gestalt wiedergewonnen hatte, nahm den Bogen in seine noch behaarten Hände und schoss einen Pfeil in Richtung eines riesigen schwarzen Lochs in der Decke, aus der die Kugel gefallen sein musste, die auf sie hinunter gerollt war.
Zuletzt geändert von Koni am Do 25.01.2007 - 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Nadine26
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Beitrag von Nadine26 »

"Autsch", hörten sie eine weibliche Stimme kreischen und plötzliches Schritte trappeln.


aber ehrlich Koni, ich dacht scho, das Board kommt gar nimmer wieder.
Wie war dein Urlaub?? (war das Urlaub??)
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Koni
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Beitrag von Koni »

Nadine26 hat geschrieben: Wie war dein Urlaub?? (war das Urlaub??)
Ja, man kann es auch eine verspätete Hochzeitsreise (Anlass 40. Hochzeitstag) nennen. Wenn ich daran denke, dass ich vor wenigen Tagen noch bei +23 Grad auf Deck eines Nil-Kreuzfahrtschiffes gesessen und die vorbeiziehende Landschaft genossen habe oder der Besichtigung der monumentalen Altertümer gestaunt und geschwitzt habe. Und dann die Landung mit dem Flugzeug am Orkantag, und jetzt die 30 Grad-Unterschied, dann war es mehr ein Abenteuer-Urlaub. Aber schön!!!

"Das muss sie sein!! Los, schnell eine Hühnerleiter bilden - und dann ihr nach, Sebastian!!", 'brummte' Johann mit seiner Bärenstimme.
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Beitrag von Dragorad »

"Das wird nicht nötig sein," meinte Nadine schmunzelnd und auf einmal zischte ein blau schimmerndes Band aus ihren Händen, schwang sich durch das Loch und zog die verdutzte Lysinda zu ihnen herunter.
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Beitrag von Nadine26 »

OT
@Koni.. bei deiner letzten Zusammenfassung fehlen ein paar Sätze von vorher. Is mir grad aufgefallen, weil ich des kopiert hab.
Gugg ma in Ruhe.. ab deiner vorletzten Zusammenfassung.
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Beitrag von Koni »

OT
Danke, Nadine, hab die Passage gerade hineineditiert.
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Beitrag von jdoge »

"Nun haben wir dich!", sagte Nadine," War´s das jetzt mit den Aufgaben? Können wir jetzt endlich weitermachen?".
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Beitrag von Dragorad »

"Nicht ganz," meinte sie darauf. "Mein Gemahl hat euch auch noch eine Aufgabe zu stellen, bevor ihr, wie sagst du, 'weitermachen' könnt."
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Beitrag von jdoge »

"Na gut! Dann rück mal raus mit der Aufgabe, so langsam verliere ich die Geduld.", sagte Sebastian sichtlich wütend.
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Beitrag von Koni »

"Halt!", protestierte der Gnom, "erinnern Herr Graf sich nicht mehr an seine Worte: '...und der Gnom soll dann die dritte stellen!', so war es doch abgemacht und ich habe auch bereits eine passende Aufgabe!"
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Beitrag von Dragorad »

Mit dem Gemahl meinte ich doch den Gnom oder hab' ich da jetzt was falsch verstanden?

Gespannt schauten die Vier die kleine Gestalt an.
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Beitrag von Koni »

Dragorad hat geschrieben:Mit dem Gemahl meinte ich doch den Gnom oder hab' ich da jetzt was falsch verstanden?
Nein, ist ok, ich wollt's nur noch mal hervorheben!

"Also, dann hör mal gut zu, du Sohn meiner Gemahlin!", holte der Gnom weit aus, "wenn es stimmt, dass dein Vorfahr auf jener Lichtung vor 300 Jahren vom Grafen gezeugt wurde, dann finde diesen Ort deines Ursprungs und bringe mir als Beweis die Wurzel des Baobabstrauchs, der nur auf dieser Lichtung wächst."

Sollte Euch etwas anderes mehr zusagen, dann schlagt eine andere Aufgabe vor. :)
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Beitrag von jdoge »

"Na das ist ja klasse! Wo wir ja auch so erfolgreich waren das Schloß wieder zu verlassen, aber was soll schon passieren, wir haben ja noch 1 der keiner Verwandlung ausgesetzt ist.", platzte es aus dem kleinen Konrad, spürbar resigniert heraus.
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Beitrag von Dragorad »

"Dem werden wir natürlich Abhilfe verschaffen," sprach Lysinda und wirkte einen Zauber, der die Vier in einem Wald teleportierte. In der Ferne konnten sie die Türme des Schlosses sehen.
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Beitrag von Koni »

"Wir müssen nach einer Lichtung suchen mit einem See in der Mitte", meinte Sebastian, "das habe ich aus dem heimlichen Gespräch des Grafen mit Lysinda und dem Gnom beim Lauschen an der Wand herausgehört."
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Beitrag von jdoge »

"Dann laßt uns mal suchen, ich befürchte der Rückweg zum Schloß wird deutlich länger dauern als der Hinweg.", sagte Nadine mit einem leichten Grinsen auf den Lippen.
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Beitrag von Dragorad »

Bald darauf machten sie sich auf den Weg, das riesige Waldgebiet nach dem Ort zu durchforsten, an dem das Schicksal seinen Lauf nahm.
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Beitrag von jdoge »

`Irgendwie ist das hier seltsam, aber auch gleichzeitig vertraut... was war das, hat sich da gerade einer der Bäume bewegt?`, schoß es Nadine durch den Kopf, während sie sich weiter umschauten, doch der Wald war ziemlich dicht, so daß sie nur langsam voran kamen.
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