Ein böses Märchen
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Vergeblich versuchte der Graf, dem Fluch zu entkommen, doch es gelang ihm nicht. Daraufhin sprach er zu der Hexe: "Lass es gut sein, ich kümmere mich selbst um ihn." Weiter sprach er: "Ich lege nun den Gräflichen Sklavenbann auf dich, Krümmel, Gemahl von Lysinda, auf dass du ewig in meinen Diensten bleibst."
Zusammenfassung und Übertrag:
23. Erinnerungen
Ja, er erinnerte sich genau: Es war auf einer Lichtung im Finsterwald an einem idyllischen See . Er sah seinem geliebten Weib beim Bade zu, als plötzlich Jagdsignale ertönten und der Graf mit seinem Gefolge aus dem Dickicht hervorpreschte. Sogleich nahmen sie die beiden gefangen und während sich der Graf mit dem Weib beschäftigte, überließ er den´Mann`seiner Hofhexe, die ihn für ihre widernatürlichen Experimente missbrauchte. Da die "Hexenkünste" noch nicht so ausgereift waren, wurde er leider zu einem türkisen Frosch mit Hahnenkamm verwandelt. "Was in Galahads Namen tust du da", schrie der Graf sie an, als er den Schlamassel entdeckte. "Verwandle ihn wieder zurück!" Nun ein Frosch, war es ihm aber inzwischen gelungen, sich durch einen weiten Satz ins Wasser weiteren Experimenten zu entziehen. Am Grunde sah er einen Stein glitzern, den er auch gleich verschluckte. Er spürte plötzlich eine Riesenkraft und als er auftauchte, hatte er sich in einen Riesenfrosch verwandelt. Dies sah die Hexe sofort und versuchte, den Frosch zu fangen. Mit einem Blasrohr schoss sie ihm einen mit Schlafgift versetzten Pfeil in seinen mit Warzen überzogenen Leib, so dass er nach einem weiteren Sprung bewusstlos liegen blieb. "Bringt ihn zurück ins Labor, ich bin noch nicht fertig mit ihm", herrschte sie die Diener an. Die Diener gehorchten, aber bemerkten nicht, wie sich der Frosch noch regte: Das Gift war zu schwach für ein Wesen mit solcher Kraft! Die Hexe wusste sich nicht anders zu helfen, als dem Befehl ihres Herrn zu gehorchen, und sprach den Zauber, der den Frosch wieder in den Gnom zurückverwandeln sollte. Wie staunte sie, als sich plötzlich ein Riese von Troll vor ihr im Gras krümmte! Allerdings kam in dem Moment die Sonne hinter den Wolken hervor und ließ den Troll wie leblos zu Boden sinken. Da der Troll nun ein großer Stein war und nicht mehr aus dem Weg zu schaffen war, konnte die Hexe auch nicht mehr weg. Der einzige Ausweg war ihr versperrt worden. Nach langer Überlegung fiel ihr endlich ein Weg ein, um vorbeizukommen. Wenn es ihr gelingen würde, den Stein aus ihm herauszubekommen, müsste er sich verkleinern, sodass der Ausgang frei wäre. Für den entsprechenden Zauber brauchte sie seltene Kräuter, über die sie gerade nicht verfügte. Alle Versuche, einen anderen Ausweg zu finden scheiterten, also suchte sie einen Weg, den Stein mit ''weltlicheren'' Mitteln zu entfernen.
Lysinda hatte inzwischen eine Ablenkung des Grafen genützt, sich zu befreien, und sich einen Fluch über den Grafen ausgedacht, den sie auch gleich aussprach, als er sich ihr wieder nähern wollte: "Verflucht seiest du auf ewige Zeiten. Leben sollst du als Geist, selbst nach deinem Tode. Und ich, Lysinda, werde dich nur davon befreien, wenn meinem Gemahl kein Unheil geschieht!" Vergeblich versuchte der Graf, dem Fluch zu entkommen, doch es gelang ihm nicht. Daraufhin sprach er zu der Hexe: "Lass es gut sein, ich kümmere mich selbst um ihn." Weiter sprach er: "Ich lege nun den Gräflichen Sklavenbann auf dich, Krümmel, Gemahl von Lysinda, auf dass du ewig in meinen Diensten bleibst." So war das also vor rund 450 Jahren alles gekommen, auch wenn Sebastian, Johann, Konrad und Nadine nichts davon ahnten und nun doch in diesen uralten Streit geraten waren.
...und was davor geschah zur Erinnerung:
"Wie ich schon sagte, warum hilfst du den kleinen Bälgern? Antworte schnell, meine Geduld ist fast am Ende", antwortete der Graf. "Ich helfe ihnen, damit sie dich töten und ich dann frei bin, ahhhh", stieß der Gnom schmerzerfüllt hervor. "Es ist zwar ehrenhaft, dass du mich von meinem Fluch befreien möchtest, aber du bleibst trotzdem immer mein Sklave, denke nur an das, was vor fast 450 Jahren geschehen ist", erinnerte ihn der Graf.
Meine Fortsetzung:
Zurück in der Gegenwart, wo sich der Gnom auf der Folterbank vor Schmerzen krümmte: "Und vergiss DU nicht, dass der Fluch meiner Lysinda weitergilt, wenn Du mich nicht endlich freigibst. Also wie wär's mit einem Abkommen?"
23. Erinnerungen
Ja, er erinnerte sich genau: Es war auf einer Lichtung im Finsterwald an einem idyllischen See . Er sah seinem geliebten Weib beim Bade zu, als plötzlich Jagdsignale ertönten und der Graf mit seinem Gefolge aus dem Dickicht hervorpreschte. Sogleich nahmen sie die beiden gefangen und während sich der Graf mit dem Weib beschäftigte, überließ er den´Mann`seiner Hofhexe, die ihn für ihre widernatürlichen Experimente missbrauchte. Da die "Hexenkünste" noch nicht so ausgereift waren, wurde er leider zu einem türkisen Frosch mit Hahnenkamm verwandelt. "Was in Galahads Namen tust du da", schrie der Graf sie an, als er den Schlamassel entdeckte. "Verwandle ihn wieder zurück!" Nun ein Frosch, war es ihm aber inzwischen gelungen, sich durch einen weiten Satz ins Wasser weiteren Experimenten zu entziehen. Am Grunde sah er einen Stein glitzern, den er auch gleich verschluckte. Er spürte plötzlich eine Riesenkraft und als er auftauchte, hatte er sich in einen Riesenfrosch verwandelt. Dies sah die Hexe sofort und versuchte, den Frosch zu fangen. Mit einem Blasrohr schoss sie ihm einen mit Schlafgift versetzten Pfeil in seinen mit Warzen überzogenen Leib, so dass er nach einem weiteren Sprung bewusstlos liegen blieb. "Bringt ihn zurück ins Labor, ich bin noch nicht fertig mit ihm", herrschte sie die Diener an. Die Diener gehorchten, aber bemerkten nicht, wie sich der Frosch noch regte: Das Gift war zu schwach für ein Wesen mit solcher Kraft! Die Hexe wusste sich nicht anders zu helfen, als dem Befehl ihres Herrn zu gehorchen, und sprach den Zauber, der den Frosch wieder in den Gnom zurückverwandeln sollte. Wie staunte sie, als sich plötzlich ein Riese von Troll vor ihr im Gras krümmte! Allerdings kam in dem Moment die Sonne hinter den Wolken hervor und ließ den Troll wie leblos zu Boden sinken. Da der Troll nun ein großer Stein war und nicht mehr aus dem Weg zu schaffen war, konnte die Hexe auch nicht mehr weg. Der einzige Ausweg war ihr versperrt worden. Nach langer Überlegung fiel ihr endlich ein Weg ein, um vorbeizukommen. Wenn es ihr gelingen würde, den Stein aus ihm herauszubekommen, müsste er sich verkleinern, sodass der Ausgang frei wäre. Für den entsprechenden Zauber brauchte sie seltene Kräuter, über die sie gerade nicht verfügte. Alle Versuche, einen anderen Ausweg zu finden scheiterten, also suchte sie einen Weg, den Stein mit ''weltlicheren'' Mitteln zu entfernen.
Lysinda hatte inzwischen eine Ablenkung des Grafen genützt, sich zu befreien, und sich einen Fluch über den Grafen ausgedacht, den sie auch gleich aussprach, als er sich ihr wieder nähern wollte: "Verflucht seiest du auf ewige Zeiten. Leben sollst du als Geist, selbst nach deinem Tode. Und ich, Lysinda, werde dich nur davon befreien, wenn meinem Gemahl kein Unheil geschieht!" Vergeblich versuchte der Graf, dem Fluch zu entkommen, doch es gelang ihm nicht. Daraufhin sprach er zu der Hexe: "Lass es gut sein, ich kümmere mich selbst um ihn." Weiter sprach er: "Ich lege nun den Gräflichen Sklavenbann auf dich, Krümmel, Gemahl von Lysinda, auf dass du ewig in meinen Diensten bleibst." So war das also vor rund 450 Jahren alles gekommen, auch wenn Sebastian, Johann, Konrad und Nadine nichts davon ahnten und nun doch in diesen uralten Streit geraten waren.
...und was davor geschah zur Erinnerung:
"Wie ich schon sagte, warum hilfst du den kleinen Bälgern? Antworte schnell, meine Geduld ist fast am Ende", antwortete der Graf. "Ich helfe ihnen, damit sie dich töten und ich dann frei bin, ahhhh", stieß der Gnom schmerzerfüllt hervor. "Es ist zwar ehrenhaft, dass du mich von meinem Fluch befreien möchtest, aber du bleibst trotzdem immer mein Sklave, denke nur an das, was vor fast 450 Jahren geschehen ist", erinnerte ihn der Graf.
Meine Fortsetzung:
Zurück in der Gegenwart, wo sich der Gnom auf der Folterbank vor Schmerzen krümmte: "Und vergiss DU nicht, dass der Fluch meiner Lysinda weitergilt, wenn Du mich nicht endlich freigibst. Also wie wär's mit einem Abkommen?"
Koni
... und weiter geht's.... auf die 80 zu, oje

OT: Vielleicht sollte noch genauer erklärt werden, warum Lysinda auf einmal nich so gut auf ihren Gemahl zu sprechen ist... denn der Troll hat ja sichtlich Angst vor ihr... damals vor 450 Jahren jedenfalls waren sie doch noch ein Herz und eine Seele...
"Also soll ich dich freigeben, damit ich auch befreit werde und endlich meine Ruhe find?" wiederholte ihn der Graf fragend.
"Ich denke, das klingt doch fair", mischte sich auf einmal Nadine ein. "So haben alle, was sie wollen."
"Also soll ich dich freigeben, damit ich auch befreit werde und endlich meine Ruhe find?" wiederholte ihn der Graf fragend.
"Ich denke, das klingt doch fair", mischte sich auf einmal Nadine ein. "So haben alle, was sie wollen."
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen!
Recht hast du, der Graf war ihnen ja aus der Grabkammer entwischt, und dann haben wir nichts mehr von ihnen gehört. Ich versuche es mal so wieder 'passend' zu machen:jdoge hat geschrieben:Wie kommen die "kleinen" denn auf einmal in die Folterkammer? Hab ich was verpaßt?
"Was macht ihr überhaupt hier!", setzte sie erstaunt hinzu. "Wolltet Ihr nicht die schlafenden Vampire in den Särgen endlich ins Jenseits befördern?"
Koni
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"Moment, noch ist es nicht so weit!", wehrte der Graf ab. "Wer sagt mir denn, wenn ich auf das Angebot eingehe, dass der Gnom mit Lysinda hier nicht die Herrschaft im Schloss übernehmen will? Und außerdem darf ich ja wohl in meinem Sarg liegen."
Zuletzt geändert von Koni am Do 07.12.2006 - 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
Koni
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"Warte, Liebster, ich muss dir erst etwas beichten, das heißt, dir und dem Grafen. Kommt bitte mit ins Nebenzimmer. Die Kleinen sollen es noch nicht erfahren." Und schon zog sie den Grafen und den Gnom hinter sich her durch die Wand und sie waren verschwunden.
Koni
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"Du meinst bestimmt diesen großen, den Sebastian", überlegte der Gnom. "Ja, warte mal, irgendwie hat er mich beim ersten Sehen an etwas erinnert, oder an jemand. Jaaah, unglaublich, an den Gang des Grafen und... wie du, Lysinda, mich manchmal anschaust, mit so einem tiefgründigen Lächeln. Sollte er etwa, Du und der Graf, neinnnn ...."
Koni
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"Na, damals, vor 450 Jahren, auf der Lichtung im Finsterwald, als wir überfallen wurden. Du musstest dich der Hexe erwehren und ich hatte keine Chance, als sich der Graf mit mir 'beschäftigte', meine lauten Hilfeschreie hast du ja wohl nicht gehört, du 'Frosch'."
Koni
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