Gewöhnungsbedürftigte SteuerungLump hat geschrieben: Vielleicht sollte man sich allgemein überlegen was überhaupt die Kritierien für ein schlechtes Spiel sind .....
Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, ist für mich die Steuerung ein wichtiges Killerkriterium. Ist mir diese unklar oder zu umständlich, reisst bei mir schnell der Geduldsfaden. Ein Spiel muss möglichst so einfach und intuitiv zu bedienen sein, dass ein Griff zum Handbuch nur in Ausnahmefällen notwendig ist. Vielleicht ist das auch eine Alterserscheinung. Man hat schon einiges an RPGs gesehen und so seine Vorlieben entdeckt. Wenn da was völlig Neues in puncto Navigation entwickelt wird, hat man da so langsam seine Schwierigkeiten, sich damit anzufreuden.
Fehlende strategische Elemente
Wenn man mit einer kleinen Truppe einen zahlenmäßig überlegenden Gegner mit strategischem Vorgehen ausschalten kann, ist es für mich die größte Freude. Fehlen diese Möglichkleiten, z.B. Anschleichen, Anlocken, geschickter Einsatz von Zaubern sowie von Nah- und Fernkampfwaffen, oder sind diese Elemente nur mangelhaft ins Spiel integriert, geht bei mir auch schnell der Spielspass runter.
Fehlende Herausfordungen ab Mitte des Spiels
Was mich noch bei typischen Level-Up RPGs, wie Might&Magic stört, dass man nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell an einem Punkt ankommt, an dem man so stark wird, dass es im weiteren Spielverlauf kaum würdige Gegner mehr gibt. Als ich zuletzt MM8 durchspielte, haben meine Charaktere tw. über 200 nicht genutzte Skillpoints noch übrig gehabt. Ich hatte gar keine Lust mehr, die Gegend immer wieder nach Meistern abzusuchen. Es war auch gar nicht notwendig um das Spiel zu schaffen, obwohl ich "nur" bis Level 63 gekommen bin.
Aber das scheint wohl auch Geschmackssache zu sein. Neulich hatte sich jemand im MM8-Forum beklagt, dass er keinen Ausbilder für Charaktere über Level 200 findet.
Rätselfrust
Was mich des weiteren stört, wenn zuviele Rätsel in einem Spiel vorkommen und so den Fluß des Spiels stören. Wenn ich Lust auf Rästsel im Übermaß hätte, brauch ich nur eine Schwarte im Zeitungsladen für 2,50 kaufen. Ein 50 Euro teures Computerspiel muss es nicht sein. (Es sei denn man kauft Myst und weiss genau, was man da zu erwarten hat.) Aber Rätsel wurden ja inzwischen nahzu vollkommen aus CRPGs verbannt.
Bugs
Zu guter Letzt sind Bugs für mich auch ein großes Ärgernis. Insbesondere dann, wenn man stundenlang versucht, dass Spiel zum Laufen zu bringen, das Internet und Foren nach Hilfen befragt, 20Mb große Patches runterläd und es am Ende doch nicht funktioniert.
Fazit:
Wenn die o.g. Punkte nicht auftreten und das Spiel ansonsten eine nette Story hat und sich in mit einer ansprechenden Grafik und Sounduntermalung präsentiert, bin ich schon zufrieden.
Wer so ähnlich denkt, den empfehle ich Evil Islands. So, jetzt musste ich auch mal wieder ein wenig Tara machen.
PS: Zu der unsachlichen Kritik an Gothic I braucht man gar nicht's zu zu sagen. Es steht völlig außer Frage, dass es sich hierbei um eins der größten Spiele mit der besten Atmosphäre handelt, die es je in einem Computerspiel gegeben hat.





