BW Fulggeschwader Mölders, muß das so heißen?

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BW Fulggeschwader Mölders, muß das so heißen?

Beitrag von jdoge »

Hallo zusammen,
Kontraste hat geschrieben:Falsche Vorbilder - Die Bundeswehr ehrt Nazi-Oberst Mölders
Als "Fliegerheld" wurde er im Völkischen Beobachter gefeiert, als "leuchtendes Vorbild deutscher Jugend" gepriesen. Nach seinem Tod wurde Oberst Werner Mölders mit einem Staatsakt in Anwesenheit von Adolf Hitler geehrt. Der Nazi-Oberst Mölders ist noch heute ein Held, die deutsche Bundeswehr hält sein Andenken in Ehren. Eine Elite-Einheit, ein Jagdgeschwader, ist nach ihm benannt und zwei Kasernen der Bundeswehr. Roland Jahn und Caroline Walter über gefährliche Traditionspflege.
Den ganzen Bericht in Wort oder Bild findet ihr hier.

Meiner Meinung nach sollte das Bundesverteidigungsministerium das Ganze nicht versuchen su beschönigen, sondern das Geschwader endlich umbenennen.

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Beitrag von Castore »

Ich finde das weniger schlimm. Er war auch nur ein Mann, der während dem Krieg lebte und dort seinen Dienst verrichten musste. Er war, soweit ich weiss in keine der Unmenschlichkeiten der Nazis involviert. Der konnte doch wohl auch nichts für die NS-Verbrechen.... Viel schlimmer finde ich, dass Leute wie Mengele, also die richtig krank-Perversen, oftmals vollkommen ungeschoren davonkamen.
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Beitrag von jdoge »

Hallo Castore,

da muß ich dir leider wiedersprechen, schau dir den Bericht von Kontraste noch mal an. Mölders gehörte zur Legion Kondor die für einige Kriegsverbrechen mit verantwortlich war, und er hat als einer der ranghöchsten Offiziere der Luftwaffe maßgeblich die Bomber einsätze auch gegen Zivilpersonen mit geplant, das schließt ihn für mich als Namensgeber für die BW aus.

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Beitrag von Castore »

Ich denke es muss zwischen denen, die im Krieg unterm Hakenkreuz gekämpft und denen, die die Ideologie des Hakenkreuzes gelebt und ausgeübt haben, unterschieden werden. Sonst ist jeder Deutsche, der heute über 70 Jahre alt ist ein Nazi. Und das stimmt definitiv nicht....

Wie rigoros Amis und Briten im Zweiten auf Zivilisten gebomt haben stellt das noch in den Schatten, und trotzdem sind sie als Helden gefeiert worden.... Klar- sie standen auch ganz anders da. Trotzdem sind durch sie viele, viele Unschuldige gestorben und denoch sind heute Flugplätze und Übungsplätze nach ihnen (Mördern ???) benannt.
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Beitrag von hafensaenger »

Viele Kriegsgerätschaften der Bundeswehr , der Nato etc.. pp tragen oft merk-, wie fragwürdige Namen irgendwelcher Kriegshelden oder Kriegsschauplätze. Über Sinn und Unsinn dieser Namensgebungen kann man sich lange streiten. Du machst dich schlecht als Don Quichotte im Kampf gegen Windmühlen. Was meinst du wieviele Namen da geändert werden müssten. Und das macht garantiert keiner. Man sollte in dem Falle die Vergangenheit ruhen lassen.

Ich weiss wer Mölders war. Mein Cousin Carsten schob rein zufällig als Zeitsoldat sehr lange Dienst auf einem Zerstörer Mölders. Inzwischen ist der Zerstörer nimmer im Dienst. Bei dem hat der Name auch etliche Jahre keinen gekümmert. Manche Leute haben auch nix besseres zu tun anscheinend.

http://www.d-186.de/htm/ausgabe.htm
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Beitrag von Argh »

Hi ;D

ich bin der Meinung das mit der Tradition gründlich aufgeräumt wird und schon garnicht bin ich der Meinung das irgendwelche "Helden" der Vergangenheit geehrt werden sollten - bis auf ganz wenige Ausnahmen.

@Castore Wir sollten schon den brutalen Tatsachen ins Auge sehen, wer aus Geschichte nichts lernt ist gezwungen sie zu wiederholen I)
Im übrigen verbieten sich Vergleiche, die eigene Schuld wird nicht kleiner wenn andere auch Verbrechen begehen und jeder sollte zuerst seinen Saustall aufräumen ;)

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Beitrag von Ludwig »

Da muss ich an den Bau eines Denkmals denken, das für das Andenken der Naziopfer errichtet werden sollte.
Eigentlich eine gute Sache, sollte man meinen.

Es wurde halbfertig gestoppt, weil sich herausgestellt hat, das eine Firme, die den Zement geliefert hat, eine Tochterfirma von Krupp war. Und Krupp war ja eine der führende Firmen der Schwerindustrie, die im Krieg auch Kriegsmaterial gefertigt hat, also Hitler und das Naziregieme unterstützt hat. Und man kann doch kein Anti-Nazi-Denkmal von einer Nazifirma bauen lassen.....

Nicht abstrus genug?
Das halbfertige Denkmal sollte nach Meinungen der Kritiker abreissen lassen, und komplett neu erstellen lassen, das war aber den Geldgebern zuviel.
Nach meinen (leider nicht mehr aktuellen) Stand der Dinge blieb das Denkmal unvollendet stehen.
Meiner bescheidenen Meinung auch eine Art Denkmal, für geistig beschränkte Scheinmoralisten.

Nach dieser Argumentation ist jeder VW-Fahrer ein Nazi-Sympathisant.

@jdoge
Wie man am gleichen Tag ein Thema über akute Kinderarmut in Deutschland und gleichzeitig moralische Bedenken über Namensgebungen der BW disskutieren kann, übersteigt meinen bescheidenen Horizont.


Gruss Ludwig
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
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Beitrag von jdoge »

Hallo zusammen,
Argh hat geschrieben:ich bin der Meinung das mit der Tradition gründlich aufgeräumt wird und schon garnicht bin ich der Meinung das irgendwelche "Helden" der Vergangenheit geehrt werden sollten - bis auf ganz wenige Ausnahmen.
ich bin zwar nicht der Meinung das man mit allen Traditionen aufräumen muss, aber in Punkto Heldenverehrung geb ich dir vollkommen recht, Argh.
Argh hat geschrieben:@Castore Wir sollten schon den brutalen Tatsachen ins Auge sehen, wer aus Geschichte nichts lernt ist gezwungen sie zu wiederholen I)
Im übrigen verbieten sich Vergleiche, die eigene Schuld wird nicht kleiner wenn andere auch Verbrechen begehen und jeder sollte zuerst seinen Saustall aufräumen ;)
Da muss ich Argh auch vollkommen recht geben, ein unrecht anderer macht das eigene nicht ungeschehen und auch nicht endschuldbar. ;)

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hafensaenger
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Beitrag von hafensaenger »

Argh hat geschrieben:Hi ;D

ich bin der Meinung das mit der Tradition gründlich aufgeräumt wird und schon garnicht bin ich der Meinung das irgendwelche "Helden" der Vergangenheit geehrt werden sollten - bis auf ganz wenige Ausnahmen.
Leider werden bei uns immer noch falsche Helden ge- und verehrt.
Es geschah und geschieht weiterhin Unrecht in Deutschland. Mit dem umbennen deutscher Geschwader und Kriegsgeräte alleine ist es da nicht getan. Dinge von damals lassen sich nicht ungeschehen machen egal wie intensiv wir uns mit der Thematik befassen.
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Beitrag von Baerbel »

Das Problem mit "Helden" ist, dass es immer einen Gegenpart gibt der die Angelegenheit völlig anders sieht. Was dem einen sein Held ist dem anderen ein Greuel. Das Problem ist, herauszufinden, welche Seite Recht hat - sofern man überhaupt davon sprechen kann. Wahre Helden gibt es nur sehr wenige....Mutter Theresa war in meinen Augen eine Heldin, aber ein Bundeswehrgeschwader nach ihr zu benennen wär wohl doch etwas abartig. Heinz Müller aus Buxtehude ist bestimmt auch ein Held für manche Leute, nur interessiert das niemanden. Vielleicht sollte man von der Personifizierung militärischer Einheiten absehen und ihnen unverbindlichere Namen geben, wenns denn überhaupt sein muss.
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Beitrag von jdoge »

Hallo zusammen,
Baerbel hat geschrieben:Das Problem mit "Helden" ist, dass es immer einen Gegenpart gibt der die Angelegenheit völlig anders sieht. Was dem einen sein Held ist dem anderen ein Greuel. Das Problem ist, herauszufinden, welche Seite Recht hat - sofern man überhaupt davon sprechen kann. Wahre Helden gibt es nur sehr wenige....Mutter Theresa war in meinen Augen eine Heldin, aber ein Bundeswehrgeschwader nach ihr zu benennen wär wohl doch etwas abartig. Heinz Müller aus Buxtehude ist bestimmt auch ein Held für manche Leute, nur interessiert das niemanden. Vielleicht sollte man von der Personifizierung militärischer Einheiten absehen und ihnen unverbindlichere Namen geben, wenns denn überhaupt sein muss.
das finde ich ist eine super Idee, dann braucht man gar nicht erst ein mulmiges Gefühl bei solchen Sachen zu haben. :)

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Beitrag von Shadow-of-Iwan »

für militärische sachen find ich das ok...für chemische elemente stehen ja auch große wissenschaftler pate....warum solls beim militär nicht so sein?
mal rommel als beispiel...der war doch wirklich ein großer feldherr...gut, vielleicht im falschen team aber das ist doch wurscht...seine leistungen auf diesem gebiet sind doch unumstritten...

der typ, der dresden bombardiert hat (als eigentlich schon alles vorbei war) is in england auch ein held...also warum sollen wir nicht auch unsere haben?
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Beitrag von Castore »

@Shadow: Seh ich genauso. :top:

@Argh:
Argh hat geschrieben:@Castore Wir sollten schon den brutalen Tatsachen ins Auge sehen, wer aus Geschichte nichts lernt ist gezwungen sie zu wiederholen
Im übrigen verbieten sich Vergleiche, die eigene Schuld wird nicht kleiner wenn andere auch Verbrechen begehen und jeder sollte zuerst seinen Saustall aufräumen
Du verstehst falsch... Ein Geschichtsbewusstsein muss vorhanden sein. Ich hab nirgends geschrieben, dass wir nu mal schnell die Vergangenheit unseres Landes (nicht unsere eigene !) vergessen sollen, weils so abartig und brutal war... gerade deshalb soll man es nicht vergessen !
Wo hab ich von "Schuld" gesprochen ??? Ist ein Mann, welcher tötet, weil er sonst als Veräter darsteht und selbst getötet wird, oder im Krieg stirbt, wenn er sein Gegenüber nicht umbringt, denn schuldig ????
Die vier Fragezeichen stehen für meinen Zweifel daran....
Krieg ist eine Ausnahmesituation. Wird ein Mensch in eine solche Situation gedrängt, so agiert er wohl auch dem entsprechend. Die wahren Mörder sind letztendlich nicht auf dem "Schlachtfeld" zu treffen. Die wahren Mörder und Verbrecher haben im zweiten Weltkrieg meist nie ein Schlachtfeld gesehen.
Ich habe also keinen Vergleich der Schuld gemacht, sondern einen Vergleich der bloßen Tat (Bombenangriffe) und die Anzahl der zivilen Opfer. Das ist ein Unterschied !

@Luzi: Dieses Denkmal wurde glaube ich schon fertig gestellt. Ich finde dieses Denkmal aber daneben....
Das ist doch Salz für die (heilende ?) Wunde und schürt nur den Antisemitismus in der heutigen Zeit.
Man sollte sich besser mal Zeit nehmen Ausschwitz, Bergen Belsen, Theresienstadt oder ein anderes Vernichtungslager anzusehen. Kein abstrakter Betonklotz, der als Denkmal für die vielen Getöteten stehen soll, kann einem die Naziverbrechen so klar vor Augen führen. Diese Lager sind die besten Denkmäler überhaupt.
Bye
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Beitrag von Argh »

Hi ;D
Castore hat geschrieben:@Shadow: Seh ich genauso. :top:
Zu Shadow ..... weil man Leistung nie losgelößt von seinen Auswirkungen sehen sollte ;)
Man sollte sich auch kein schlechtes Vorbild nehmen ;D
Castore hat geschrieben:Du verstehst falsch... Ein Geschichtsbewusstsein muss vorhanden sein. Ich hab nirgends geschrieben, dass wir nu mal schnell die Vergangenheit unseres Landes (nicht unsere eigene !) vergessen sollen, weils so abartig und brutal war... gerade deshalb soll man es nicht vergessen !
Wo hab ich von "Schuld" gesprochen ??? Ist ein Mann, welcher tötet, weil er sonst als Veräter darsteht und selbst getötet wird, oder im Krieg stirbt, wenn er sein Gegenüber nicht umbringt, denn schuldig ????
Die vier Fragezeichen stehen für meinen Zweifel daran....
Ich bin fürs selber denken! Jeder sollte seine Entscheidungen auf Grund der eigenen Werte treffen - Es ist elend und feige sich auf Befehle oder die Ansichten Anderer heraus zureden. Was im übrigen den den Krieg betrifft - auch ein verbrecherischer Vorgesetzter ist nicht kugelfest und man muß ja nicht offensichtlich handeln.
Castore hat geschrieben:Man sollte sich besser mal Zeit nehmen Ausschwitz, Bergen Belsen, Theresienstadt oder ein anderes Vernichtungslager anzusehen. Kein abstrakter Betonklotz, der als Denkmal für die vielen Getöteten stehen soll, kann einem die Naziverbrechen so klar vor Augen führen. Diese Lager sind die besten Denkmäler überhaupt.
Ich denke diese Dinge sollten einem täglich vor Augen stehen und nicht an irgendwelchen abgelegenen Pilgerstätten.

Ich plädiere dafür das eigene Gewissen und den eigenen Verstand zu benutzen ;)

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Beitrag von Ferryman »

Argh hat geschrieben:Hi ;D
Castore hat geschrieben:@Shadow: Seh ich genauso. :top:
Zu Shadow ..... weil man Leistung nie losgelößt von seinen Auswirkungen sehen sollte ;)
Man sollte sich auch kein schlechtes Vorbild nehmen ;D
Hmm...seh ich grundsätzlich anders. Gerade Rommel war ein genialer Feldherr, und das wird er immer gewesen sein, durchaus vergleichbar mit Julius Cäsar oder Napoleon Bonaparte. Der einzige unterschied besteht darin, dass er auf der verliererseite stand, der aus heutiger Sicht bösen Seite. Was wäre gewesen, wenn die Aliierten gescheitert wären? Wenn Nazideutschland gesiegt und du in ihrem Sinne erzogen worden wärest? Dann hiessen die Helden von heute Rommel, Göbbels oder A.H. . Aus heutiger Sicht ist es ganz leicht, z.B. Rommel als bösen darzustellen, doch er hat für das gekämpft, an das er glaubte, nicht anders als es die Feldherren der Amerikaner, Briten oder Franzosen getan hatten. Und er hat genial geplant, ob nun zum guten oder schlechten. Oder ist in deinen Augen Albert Einstein ein schlechter Physiker, nur weil seine Theorien zum Bau der Atombombe führten?
Argh hat geschrieben:
Castore hat geschrieben:Du verstehst falsch... Ein Geschichtsbewusstsein muss vorhanden sein. Ich hab nirgends geschrieben, dass wir nu mal schnell die Vergangenheit unseres Landes (nicht unsere eigene !) vergessen sollen, weils so abartig und brutal war... gerade deshalb soll man es nicht vergessen !
Wo hab ich von "Schuld" gesprochen ??? Ist ein Mann, welcher tötet, weil er sonst als Veräter darsteht und selbst getötet wird, oder im Krieg stirbt, wenn er sein Gegenüber nicht umbringt, denn schuldig ????
Die vier Fragezeichen stehen für meinen Zweifel daran....
Ich bin fürs selber denken! Jeder sollte seine Entscheidungen auf Grund der eigenen Werte treffen - Es ist elend und feige sich auf Befehle oder die Ansichten Anderer heraus zureden. Was im übrigen den den Krieg betrifft - auch ein verbrecherischer Vorgesetzter ist nicht kugelfest und man muß ja nicht offensichtlich handeln.

Aha...du würdest also aus versehen deinen Vorgesetzten erschiessen und dann vor die Wand stehen? Erzähl das mal lieber jemand anderem, denn DAS glaub ich bestimmt nicht! Jeder selber denkende Mensch stellt sein Leben in solchen Extremsituationen erst mal über das von anderen. Ich geb offen zu, dass ich ohne mit der Wimper zu Zucken jemanden erschiessen würde, wenn ich sonst selber sterben müsste. Ich hätte wohl nachher bis an mein Lebensende Gewissensbisse, aber wenigstens würde ich noch leben. Nenn das von mir aus Feige, ich nenn es selbsterhaltungstrieb. Wenn ich nun fragen würde, ob du jemanden erschiessen würdest, der auf dich ballert, würdest du wohl auch nein sagen, oder wie?
Argh hat geschrieben:
Castore hat geschrieben:Man sollte sich besser mal Zeit nehmen Ausschwitz, Bergen Belsen, Theresienstadt oder ein anderes Vernichtungslager anzusehen. Kein abstrakter Betonklotz, der als Denkmal für die vielen Getöteten stehen soll, kann einem die Naziverbrechen so klar vor Augen führen. Diese Lager sind die besten Denkmäler überhaupt.
Ich denke diese Dinge sollten einem täglich vor Augen stehen und nicht an irgendwelchen abgelegenen Pilgerstätten.

Ja, das sollten sie. Trotzdem schadet es nichts, wenn man anstatt in den Typisch Deutschen Nazi-Komplex zu verfallen, endlich einsieht, dass das die Vergangenheit ist! Es lässt sich nicht mit Millionenzahlungen rückgängig machen, und auch nicht dadurch, dass gewisse Zeichen und Namen zensiert werden. So fördert man nur das Vergessen. Wenn ein Fliegergeschwader nach einem Nazioberst benannt ist, dann ist das gut so. Denn egal ob Nazi oder nicht, war er ein genialer Flieger, vom technischen Standpunkt ein Vorbild für die heutigen. Ich denke wirklich nicht, dass dieses Geschwader nach ihm benannt wurde, weil er Nazi war, du etwa?
Argh hat geschrieben: Ich plädiere dafür das eigene Gewissen und den eigenen Verstand zu benutzen ;)

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Beitrag von Argh »

Hi ;D
Ferryman hat geschrieben:
Argh hat geschrieben:Zu Shadow ..... weil man Leistung nie losgelößt von seinen Auswirkungen sehen sollte ;)
Man sollte sich auch kein schlechtes Vorbild nehmen ;D
Hmm...seh ich grundsätzlich anders. Gerade Rommel war ein genialer Feldherr, und das wird er immer gewesen sein, durchaus vergleichbar mit Julius Cäsar oder Napoleon Bonaparte.
Was ist bitte das Tolle an Cäsar oder Bonaparte :silly: .... Der einzige Maßstab der zählt ist doch die Auswirkung des Tuns auf die Zivilbevölkerung und die Natur! Alles andere ist Nebensache, ich sch... auf Helden und Märtyrer :P
Ferryman hat geschrieben:
Argh hat geschrieben:Ich bin fürs selber denken! Jeder sollte seine Entscheidungen auf Grund der eigenen Werte treffen - Es ist elend und feige sich auf Befehle oder die Ansichten Anderer heraus zureden. Was im übrigen den den Krieg betrifft - auch ein verbrecherischer Vorgesetzter ist nicht kugelfest und man muß ja nicht offensichtlich handeln.
Aha...du würdest also aus versehen deinen Vorgesetzten erschiessen und dann vor die Wand stehen?
Nein aus Absicht und gucken das mich niemand erwischt bzw. das es wie ein Unfall aussieht :P
Ferryman hat geschrieben:Erzähl das mal lieber jemand anderem, denn DAS glaub ich bestimmt nicht! Jeder selber denkende Mensch stellt sein Leben in solchen Extremsituationen erst mal über das von anderen. Ich geb offen zu, dass ich ohne mit der Wimper zu Zucken jemanden erschiessen würde, wenn ich sonst selber sterben müsste. Ich hätte wohl nachher bis an mein Lebensende Gewissensbisse, aber wenigstens würde ich noch leben. Nenn das von mir aus Feige, ich nenn es selbsterhaltungstrieb. Wenn ich nun fragen würde, ob du jemanden erschiessen würdest, der auf dich ballert, würdest du wohl auch nein sagen, oder wie?
Du hast mich falsch verstanden ich bin nicht gegen das Zurückschiessen, wichtiger ist mir aber das nicht erschossen werden - ich würde also wahrscheinlich den Kopf nicht weit genug herausstrecken ;) - Abgesehen davon gab es und gibt es während eines Krieges genügend Deserteure und Saboteure, ich hoffe das ich in einem ungrechten Krieg auf dieser Seite stehe ;)
Ferryman hat geschrieben:Ja, das sollten sie. Trotzdem schadet es nichts, wenn man anstatt in den Typisch Deutschen Nazi-Komplex zu verfallen
Ich habe keinen Nazikomplex - zumindest weniger als unsere Glatzen :))
Ferryman hat geschrieben:Wenn ein Fliegergeschwader nach einem Nazioberst benannt ist, dann ist das gut so. Denn egal ob Nazi oder nicht, war er ein genialer Flieger, vom technischen Standpunkt ein Vorbild für die heutigen.
Woher weißt Du das er ein genialer Flieger war? - Nazipropaganda? Vielleicht hänge ich auch zu sehr an der Bibel, mag sein. Aber für mich ist Matthäus 16,26 "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme dabei Schaden an seiner Seele?" sehr wichtig. Zum kotzen finde ich es übrigens das die Erben der Nazigrössen noch immer von den ergaunerten Vermögen profitieren und die Erben der Opfer darben ;)

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Beitrag von hafensaenger »

Jede Form von Krieg ist ungerecht, Argh. Es gibt keine gerechten Kriege. In jedem Krieg sterben unschuldige. Ich möchte mich in einem Krieg auf gar keine Seite stellen oder stellen müssen. Ich möchte ihn nur überleben falls es irgendwann dazu kommen sollte.

Wahre Helden gibt es nur wenige, falsche Helden viel zu viele. Man vergisst dabei oft die kleinen, namenlosen und ungenannten Helden und Märtyrer, die sich wirklich für eine gute Sache eingesetzt haben oder es immer noch tun. Solcher Leute gedenke ich gerne und sch... nicht auf sie.
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Beitrag von Ferryman »

Ich liebe es, wenn texte im Zitat auseinandergerissen werden, um besser zu passen *kopfschüttel* ist das nicht das, was Meisi immer vorgeworfen wird? *kopfkratz*
Argh hat geschrieben:Hi ;D
Ferryman hat geschrieben:
Argh hat geschrieben:Zu Shadow ..... weil man Leistung nie losgelößt von seinen Auswirkungen sehen sollte ;)
Man sollte sich auch kein schlechtes Vorbild nehmen ;D
Hmm...seh ich grundsätzlich anders. Gerade Rommel war ein genialer Feldherr, und das wird er immer gewesen sein, durchaus vergleichbar mit Julius Cäsar oder Napoleon Bonaparte.
Was ist bitte das Tolle an Cäsar oder Bonaparte :silly: .... Der einzige Maßstab der zählt ist doch die Auswirkung des Tuns auf die Zivilbevölkerung und die Natur! Alles andere ist Nebensache, ich sch... auf Helden und Märtyrer :P
aha...also war Einstein nun ein schlechter Physiker? Cäsars auswirkung war zum Beispiel die veränderung des Mitteleuropäischen Raumes von Keltischen Siedlungen in Galloromanische Siedlungen, und damit im Endeffekt auch die Verbreitung der Lateinischen Sprachen, die ersten Demokratien, usw... Und wenn du die Auswirkungen der Napoleonischen Feldzüge nicht kennst, hast wohl in der Schule nicht aufgepasst ;) Die Schaffung mehrerer Europäischer Staaten geht nämlich darauf zurück. Aber das "tolle", wie du so schön ausdrückst, an diesen Menschen war ihre Fähigkeit zur Strategie, mit welcher sie ihre Schlachten mit möglichst geringen Verlusten auf eigener Seite beendeten. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selber entscheiden, aber es gibt nur wenige Menschen mit so einem taktischen verständnis.
Argh hat geschrieben:
Ferryman hat geschrieben:
Argh hat geschrieben:Ich bin fürs selber denken! Jeder sollte seine Entscheidungen auf Grund der eigenen Werte treffen - Es ist elend und feige sich auf Befehle oder die Ansichten Anderer heraus zureden. Was im übrigen den den Krieg betrifft - auch ein verbrecherischer Vorgesetzter ist nicht kugelfest und man muß ja nicht offensichtlich handeln.
Aha...du würdest also aus versehen deinen Vorgesetzten erschiessen und dann vor die Wand stehen?
Nein aus Absicht und gucken das mich niemand erwischt bzw. das es wie ein Unfall aussieht :P

Ganz ehrlich, glaubst du den Müll, den du da schreibst etwa wirklich selber? Ich dachte, du sch... auf Märtyrer?
Argh hat geschrieben:
Ferryman hat geschrieben:Erzähl das mal lieber jemand anderem, denn DAS glaub ich bestimmt nicht! Jeder selber denkende Mensch stellt sein Leben in solchen Extremsituationen erst mal über das von anderen. Ich geb offen zu, dass ich ohne mit der Wimper zu Zucken jemanden erschiessen würde, wenn ich sonst selber sterben müsste. Ich hätte wohl nachher bis an mein Lebensende Gewissensbisse, aber wenigstens würde ich noch leben. Nenn das von mir aus Feige, ich nenn es selbsterhaltungstrieb. Wenn ich nun fragen würde, ob du jemanden erschiessen würdest, der auf dich ballert, würdest du wohl auch nein sagen, oder wie?
Du hast mich falsch verstanden ich bin nicht gegen das Zurückschiessen, wichtiger ist mir aber das nicht erschossen werden - ich würde also wahrscheinlich den Kopf nicht weit genug herausstrecken ;) - Abgesehen davon gab es und gibt es während eines Krieges genügend Deserteure und Saboteure, ich hoffe das ich in einem ungrechten Krieg auf dieser Seite stehe ;)

gibt es heutzutage noch gerechte Kriege? Jetzt grosse Töne zu spucken ist leicht, ich wünsch dir nur, dass du nie in die Situation kommst, wo du beweisen musst, dass das, was du da rauslässt, mehr ist als heisse Luft.
Argh hat geschrieben:
Ferryman hat geschrieben:Ja, das sollten sie. Trotzdem schadet es nichts, wenn man anstatt in den Typisch Deutschen Nazi-Komplex zu verfallen
Ich habe keinen Nazikomplex - zumindest weniger als unsere Glatzen :))

Die Glatzen haben weniger einen Komplex denn einen Dachschaden. Was ich mit "deutschem Nazikomplex meine, ist das Typisch deutsche Schuldverhalten für dinge, für die die heutige Generation nichts, aber auch gar nichts dafür kann.
Argh hat geschrieben:
Ferryman hat geschrieben:Wenn ein Fliegergeschwader nach einem Nazioberst benannt ist, dann ist das gut so. Denn egal ob Nazi oder nicht, war er ein genialer Flieger, vom technischen Standpunkt ein Vorbild für die heutigen.
Woher weißt Du das er ein genialer Flieger war? - Nazipropaganda? Vielleicht hänge ich auch zu sehr an der Bibel, mag sein. Aber für mich ist Matthäus 16,26 "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme dabei Schaden an seiner Seele?" sehr wichtig. Zum kotzen finde ich es übrigens das die Erben der Nazigrössen noch immer von den ergaunerten Vermögen profitieren und die Erben der Opfer darben ;)

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Dazu sag ich mal nichts...wenn du die Bibel über Tatsachen stellst, dann musst du selber mit deiner Welt klarkommen..
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Beitrag von Argh »

Hi ;D

Ich versuche möglichst auf jeden einzelnen Punkt einzugehen (du siehst ich nehme dich ernst), den Originalzudammenhang kann der geneigte Leser ja direkt oben erkennen ;)
Ferryman hat geschrieben:aha...also war Einstein nun ein schlechter Physiker? Cäsars auswirkung war zum Beispiel die veränderung des Mitteleuropäischen Raumes von Keltischen Siedlungen in Galloromanische Siedlungen, und damit im Endeffekt auch die Verbreitung der Lateinischen Sprachen, die ersten Demokratien, usw... Und wenn du die Auswirkungen der Napoleonischen Feldzüge nicht kennst, hast wohl in der Schule nicht aufgepasst ;) Die Schaffung mehrerer Europäischer Staaten geht nämlich darauf zurück. Aber das "tolle", wie du so schön ausdrückst, an diesen Menschen war ihre Fähigkeit zur Strategie, mit welcher sie ihre Schlachten mit möglichst geringen Verlusten auf eigener Seite beendeten. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selber entscheiden, aber es gibt nur wenige Menschen mit so einem taktischen verständnis.
Wer redet hier von Einstein :silly: ... Wir habens doch eigentlich von einem bekloppten Militär namens Mölders. Oder?
Und jetzt mal zu den genialen Leistungen als Feldherren, der Herren Boenaparte und Gajus aus dem Haus der Julier. Fangen wir doch mal bei den Feldzüggen Napolens an, bei Kriegsausbruch im Juni 1812 belief sich die Stärke der "Großen Armee" Napoleons einschließlich der zahlreichen verbündeten Hilfskorps auf rund 530.000 Mann. Nur rund 10.000 Man kamen am 9. Dezember in Wilna an. Der Rest? Erfroren, verhungert, erschoffen, niedergemetzelt und ersoffen, soviel zur geniealen Strategie. Von anderen Desastern will ich garnichts sagen. Und was wissen wir über den gallischen Krieg das nicht Cäsar selbst geschrieben oder redigiert hat?
Ferryman hat geschrieben:
Argh hat geschrieben:Nein aus Absicht und gucken das mich niemand erwischt bzw. das es wie ein Unfall aussieht :P

Ganz ehrlich, glaubst du den Müll, den du da schreibst etwa wirklich selber? Ich dachte, du sch... auf Märtyrer?
Was hat sich nicht erwischen lassen mit Märtyrertum zu tun? :silly: Mal im Ernst, es ist Du besser ein verbrecherischer Offizier krepiert als das etliche Unschuldige sterben. Oder? Und es gibt für solche "Unfälle" immer Möglichkeiten, hier geht es um eine Abwägung von Rechtgütern und Du kommst aus der Falle nicht heraus. Ein Berufen auf einen "Befehlsnotstand" finde ich lächerlich. Was bedeutet ein Eid gegenüber der Rettung von Leben von Frauen und Kindern?
Ferryman hat geschrieben:Gibt es heutzutage noch gerechte Kriege? Jetzt grosse Töne zu spucken ist leicht, ich wünsch dir nur, dass du nie in die Situation kommst, wo du beweisen musst, dass das, was du da rauslässt, mehr ist als heisse Luft.
Danke für den Wunsch ;) Und ich denke auch das man mit, wirtschaftlichen Druck und Boykott mehr erreicht. Denn wo sind die Rüstungsbetriebe in Afgahnistan und im Kongo. Die Waffen und Tretminen werden in den USA, Russland, Brasilien, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz gemacht an den verstümmelten Kindern verdienen wir mit, und nur ein Bruchteil des Profits geht als humanitäre Hilfe in die Länder zurück :(
Ferryman hat geschrieben:Was ich mit "deutschem Nazikomplex meine, ist das Typisch deutsche Schuldverhalten für dinge, für die die heutige Generation nichts, aber auch gar nichts dafür kann.
Auch damit habe ich keine Probleme, aber das heut noch Kasernen nach Nazigrössen benannt sind, dafür kann unsere Generation was. Diese Benennung können wir ändern ;)
Ferryman hat geschrieben:Dazu sag ich mal nichts...wenn du die Bibel über Tatsachen stellst, dann musst du selber mit deiner Welt klarkommen..
Ich stelle nicht die Bibel über Tatsachen, aber ich nehme diesen Satz als Wertmaßstab, als Handlungsmaxime ;)

Grüsse :bounce:
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Beitrag von guenterherbert »

Ich möchte nicht über Menschen urteilen die in diesen schweren Zeiten lebten, genauso wenig wie ich über Menschen schlechtes reden will die in der ehemaligen DDR Nachbarn bespitzelten obwohl sie wußten, daß diese aufgrund der Berichte mit einem Bein im Gefängnis stehen, und das alles nur um dem eigenen Sohn / Tochter eine bessere Ausbildung zu ermöglichen.
Im Nachhinein den Moralisten zu spielen ist leicht, aber sind wir besser als die Altvorderen wenn wir wegen der geringsten Benachteiligung es vermeiden vor den eigenen Türen zu kehren?
GÜ
Gott verzeiht, die Kirche nie.
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