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Verfasst: Mo 29.07.2002 - 23:40
von Lump
Kennt jemand den Film:

Savior - Soldat der Hölle (oder so)

mit Dennis Quaid


Wer ihn kennt - war das auch so schlimm für euch den zu kucken? Mich hat lange schon nichts mehr SO fertig gemacht wie dieser Film.
Habe ihn durch Zufall beim Zappen "erwischt" und dachte, als ich den Titel sah: Wieder der 0815 Kriegsfilm. Aber sowas ... hätte ich nicht erwartet.

Was war euer Eindruck, würde mich mal ehrlich interessieren.

Wer ihn nicht kennt: KUCKEN! Dann aber auf einen "harten & traurigen" Abend einstellen. :(

Verfasst: Di 30.07.2002 - 06:27
von SuBZerO2k2
Der kam am Samstag, oder? Geht um 'nen Söldner im ehemaligen Jugoslawien? Ne, kenn ich nicht:D...im Ernst, wollte ich schon lange mal gucken, aber irgendwie schaff ich es nie..liegt wohl am Titel, hört sich wirklich nach 08/15-Actionfilm an, ich lese den Titel, entscheide mich für 'nen anderen:rolleyes:

Guck mal Black Hawk Down (läuft der jetzt eigentlich schon im Kino:rolleyes:?), der Film entfaltet durch seinen rasanten Schnitt eine wirklich brutale Wirkung auf den Zuschauer...man fühlt sich als wäre man mittendrin im Kugelhage & Chaos...

Hat 2 Oscars bekommen, u.a. eben auch für den Schnitt!

SuB

Verfasst: Di 30.07.2002 - 07:34
von mightyEkk
ne, kenn ich auch nicht. ich kenn aber "das ding aus dem sumpf" :)) :D

Verfasst: Di 30.07.2002 - 09:09
von SuBZerO2k2
He, Ekk, was ist mit Dir heute los? 'nen Clown zum Frühstück verspeist oder was:D???

Erst der Post Deines Lieblings-Quests im Gothic-Forum, und jetzt noch so ein Gassenhauer:D :D :D

SuB

Verfasst: Di 30.07.2002 - 09:30
von Gerd
Hallo Lump,

besonders die Szenen als der Schlächter sich sein passendes Mordwerkzeug aussucht (wie ein Golfprofi den richtigen Schläger),
und wie danach das Baby am Schreien gehindert wird, das war zuviel für mich.
Da sind bei mir die Tränen von ganz alleine geflossen.

Mein Fazit: Der Film räumt gründlich mit dem glorifizierten
Heldentum auf, strahlt aber zugleich auch tiefe Menschlichkeit aus.

Liebe Grüße
Gerd

Verfasst: Di 30.07.2002 - 09:51
von Storm
Lump - mich hat der Film auch ziemlich mitgenommen. Alleine die Einstellung dort! Ich meine - wenn man im Krieg (wie diese junge Frau) misshandelt wird und dann "Glück" hat nach Hause zu können, wird man dort auch noch verstoßen wegen des Kindes!

Am härtesten fand ich die Szene im Tunnel.
*brrrr*

Verfasst: Di 30.07.2002 - 09:58
von SuBZerO2k2
Hmm...so arg der Film? Vielleicht leih ich ihn mir mal aus, ich mag die Zensur im TV nicht ...da kriegt mal teilweise gar nicht mit was denn überhaupt passiert ist wenn komplette Szenen einfach rausgeschnitten werden...dann lieber den Film gar nicht zeigen!

SuB

Verfasst: Di 30.07.2002 - 18:57
von Castore
Ich fand diesen Film (hab ihn auch gesehen) soetwas von ätzend ! Er war meiner Meinung nach nur noch eine reine Gewaltverherlichung. Wo der eine Soldat der schwangeren Frau so oft in den Bauch trat, dass sie das Kind an Ort und Stelle austrug, oder wo selbiger einer älteren, nett anmutenden, Frau erst gut zu redet und ihr dann den Finger abschneidet finde ich ehrlich gesagt etwas arg pervers. Ich fand diesen Film nicht hart und traurig sondern brutal und pervers. Möchte ich einen harten und traurigen Film anschauen, dann sehe ich mir "Das Leben ist schön" o.ä. an, da man sich bei diesem Film echt was gedacht hat und nicht nur ein ziemlich übles Gemetzel nachspielt. Das war halt so ein Film (übrigens mit einem völlig überzogenem Titel), der in ein Nachtprogramm, wo kaum noch jemand wach ist, alle Ehre macht.

Verfasst: Mi 31.07.2002 - 04:32
von Lump
Ich denke das könnte eher daran liegen, das der Film so gut ist und so realistisch die Wahrheit gezeigt hat: Wie es nämlich in einem Krieg wirklich zugeht! Was Krieg bedeutet ...
Nicht der Film ist brutal & pervers - der Krieg ist es (auch wenn sich das jetzt anhört als würde ich gleich mit Hippie-Blümchen schmeissen). Und wenn ein Film "gut" ist und RICHTIG zeigt wie es in einem Krieg zugeht, KANN er eigentlich nur hammerhart und pervers krank sein.

Was soll man also tun, wenn man einen "realistischen Film" über den Krieg drehen will? Alles verschönern ODER die Wahrheit darstellen, sich dann aber der Kritik aussetzen, man sei gewaltverherrlichend?

Zu meiner TeenagerZeit gabs in "gewissen Kreisen" ein Kultbuch namens "Krieg dem Kriege". Sollte man sich vielleicht mal zulegen. Sind einfach nur kommentarlos echte Bilder drin - aus dem 1.Weltkrieg.


Ich weiss ja nicht wie es euch ging, aber als dieser Jugoslawien Krieg war, da war es mir irgendwie .... nicht sooo wichtig. Ich habe mir damals keine so richtigen Gedanken darüber gemacht wie schlimm es da gewesen sein könnte.

Verfasst: Mi 31.07.2002 - 15:42
von Gerd
@CastorE

Gewaltverherrlichung?

Dann aber flugs auf den Index mit diesem Machwerk!

Liebe Grüße
Gerd

Verfasst: Do 01.08.2002 - 08:46
von SuBZerO2k2
Leider denke ich auch das es in diesem Film nicht um Gewaltverherrlichung, sonder wie von Lump angesprochen um eine realistische Darstellung ging...das das auf uns abstossend & eben auch gewaltverherrlichend wirkt ist ganz normal...wäre schlimm wenn solche Szenen keine derartige Wirkung auf uns hätten...ich denke da an bekanntere Filme wie z.B. 'Schindler's Liste' oder 'Der Soldat James Ryan', z.B. die Landung in der Normandie bei letzterem Film...so pervers & erschreckend das auf uns auch wirken mag, so (ähnlich) ist das LEIDER passiert...und wenn einige Leute nach dem Anschauen solcher Filme mit den gleichen Gedanken, Emotionen & Ängste reagieren würden wie wir, dann hätte diese Welt ein paar Probleme weniger...

LEIDER wird dies Wuschdenken bleiben, siehe auch den Thread 'Religion & Attentate'...leider ist DAS bittere Realität, und man muss kein Pessimist/Schwarzseher sein um vorrauszusagen das die 'Herrschaft' der menschlichen Rasse auf diesem Planeten mit Sicherheit nicht rekordverdächtig lang sein wird!

SuB

Verfasst: Do 01.08.2002 - 10:30
von Castore
Was für Wunden erleidet man im Krieg ? Nur körperliche ? In diesem Film stimmt das. Das Hauptaugenmerk ist ganz klar auf die Brutalität gesetzt. Möglichst viel Blut und Schreie. Das wird dann noch als Anti-Kriegsfilm verpackt und fertig ist der "Höllensoldat". Meiner Meinung nach sind die schwersten Wunden, die man in einem Krieg erleidet nicht die körperlichen, sondern die seelischen. Die Körperlichen verheilen irgendwann, aber die anderen ???? Allerdings blutet es, wenn man einem den Arm o.ä. abhaut. Solche Effekte kommen immer gut im Film. Wie eine Seele blutet kann man leider nicht sehen, also wird dieser Punkt in dem Film vernachlässigen. Das kanns doch nciht sein, oder ?

Verfasst: Do 01.08.2002 - 11:09
von SuBZerO2k2
Natürlich sind die seelischen Wunden genauso schlimm(er)...

Aber die sind eben ungleich schwerer darzustellen in 'nem 1,5 Stunden-Film...vorallem wenn es darum geht Massen-Schicksale aufzuzeigen...

Vorallem soll natürlich mit 'nem Film auch immer Geld verdient werden, und da ist natürlich die reisserische Action-Variante geeigneter...

SuB