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Verfasst: Mi 28.03.2007 - 20:54
von Dragorad
Rot ist sie ja nur bei Sonnenauf-/untergang. Gelb erscheint sie uns, weil sie ihr Maximum im Spektralfeld von Gelb bis Grün hat. Aber das Sonnenlicht an sich ist weiß.

Verfasst: Mi 28.03.2007 - 21:24
von Arthur Dent
Dragorad hat geschrieben: Gelb erscheint sie uns, weil sie ihr Maximum im Spektralfeld von Gelb bis Grün hat. Aber das Sonnenlicht an sich ist weiß.
Aber würde weiß nicht bedeuten, dass das Spektralfeld relativ konstant sein müsste, d.h. von rot bis violett ungefähr gleiche Stärke?
Rot ist sie ja nur bei Sonnenauf-/untergang.
Hast du auch eine Erklärung für diese Farbveränderung?

Verfasst: Do 29.03.2007 - 09:09
von Dragorad
Die Farbveränderung kommt dadurch zustande, weil das Sonnenlicht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Dabei werden alle Farben bis auf Rot (weil am kurzwelligsten) von den Molekülen in der zerstreut.

Warum das Licht weiß ist, die Sonne aber gelb erscheint, kann ich aber (noch) nicht sagen.

Verfasst: Do 29.03.2007 - 09:34
von Ebeyon
also um mal zurückzukommen zu der ursprünglichen Frage:
wenn man die Augen schließt und in der Sonne liegt, klar, dann sieht man rot durch das Blut in den Lidern.
Wenn man dann die Augen öffnet sieht man bläulich (übrigens sehr interessanter effekt, wenn man ein Auge zusätzlich mit der Hand "richtig" zugedeckt hatte)
das liegt an den Komplementärfarben blau und rot und daran, daß man einem davon zu lange ausgesetzt war, sozusagen Gewöhnung.
Das ist auch der Grund für farbige Kittel in Operationssäälen. Ansonsten geschah es früher, daß Ärzte plötzlich Blut nicht mehr als rot wahrnehmen konnten.
Den 100%igen Zusammenhang kann ich da jetzt nicht erklären, ist eher eine Laienantwort, aber vielleicht hilft es ja weiter bei der Suche nach der korrekten Antwort.


Edit:
so, jetzt nochmal die korrekte Erklärung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Komplement%C3%A4rfarben
http://de.wikipedia.org/wiki/Nachbild

unter Nachbild ist das Phänomen beschrieben

Verfasst: Do 29.03.2007 - 11:41
von Kiminod Zom
Die Farbveränderung kommt dadurch zustande, weil das Sonnenlicht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Dabei werden alle Farben bis auf Rot (weil am kurzwelligsten) von den Molekülen in der zerstreut.
Isses nicht so, weil rot LANGwellig ist und sich quasi um die moleküle rumschlangelt, während gelb und blau und so kurzwellig sind und auf die möleküle knallen?
So kams in der sendung mit der maus und die hat fast immer recht.

Verfasst: Do 29.03.2007 - 12:18
von Arthur Dent
Also, wenn, dann ist es umgekehrt. Rot ist hochfrequent und kurzwellig und Violett niederfrequent und langwellig.

Verfasst: Do 29.03.2007 - 19:23
von Dragorad
Da muss die Sendung mit der Maus wohl Mist erzählt haben ...

Verfasst: Do 29.03.2007 - 21:08
von Arthur Dent
Oder ich...

Laut Wikipedia hat Rot eine Wellenlänge von 625-740nm und Violett 420-380nm

Wikipedia bestätigt damit die Maus... ich dachte immer INFRArot bedeutet niedrigere Wellenlänge als Rot und deshalb muss rot eher kurzwellig sein. Anscheinend beziehen sich die Vorsilben infra von "infrarot" bwz. "ultra" von "ultraviolett" nicht auf die Wellenlänge, sondern die Frequenz...

Mea culpa :oops:

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 00:58
von Ludwig
Ebeyon hat geschrieben:---snip---
das liegt an den Komplementärfarben blau und rot und daran, daß man einem davon zu lange ausgesetzt war, sozusagen Gewöhnung.
Das ist auch der Grund für farbige Kittel in Operationssäälen. Ansonsten geschah es früher, daß Ärzte plötzlich Blut nicht mehr als rot wahrnehmen konnten.
---snip---
Die OP-Kittel sind grün aus 2 Gründen

1. Wie richtig gesagt ist das die Gegenfarbe von rot, beugt der Ermüdung der Augen vor.
2. kann ein versehentlich abgeschnittener Stoffetzen leichter gefunden werden, wenn er anderstfarbig ist. Weiß würde die rote Farbe annehmen und wäre damit fast unsichtbar.

Die Augen haben eine gewisse Rotblindheit eingebaut. Wenn die Augen geschlossen sind, wird die Rotlicht nur noch sehr schwach wahrgenommen.
100 % dunkel ist es fast nie, das vorhandene Restlicht kommt durch die Blutäderchen in den geschlossenen Augenlidern als rot an und wird im Hirn als "uninteressant" eingestuft und ignoriert.
Man hat also eine eingebaute Hemmschwelle für die Farbe Rot, sonst könnte man tagsüber nicht die Augen zumachen und schlafen.
Das Auge selbst aber sieht die Farbe nach wie vor, die Sehzellen für rot ermüden also mit der Zeit. Nach einiger Zeit reagieren sie für grün und blau noch normal, rot aber nur noch eingeschränkt, so kommt dann eine scheinbare Farbverschiebung zustande.

Gruss Ludwig

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 01:13
von Ludwig
und gleich eine Extrafrage zum Thema Farbe. Ich wurde mal gefragt, warum Männer blond so gerne sehen und alles andere daneben ignorieren.
Ist ne schöne Farbe und ist halt ein Augenfänger *schulterzuck

Aber (Jetzt kommt die Frage ;) )
Warum eigendlich wollen Frauen so gerne rote Haare?
Ich hab heut wieder 2 Frauen in meinem Betrieb gesehen, die beim Friseur die Haare kurz geschnitten und dann intensiv rot eingefärbt haben.
Mal ehrlich, gefällt euch das? ?(

Bitte um zahlreiche Meldungen von Frauen, aber auch andere Komentare willkommen.

Gruss Ludwig

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 07:19
von Ebeyon
also blond gefällt deshalb, weil es für Jugend steht.
Mit der Zeit und dem Alter werden echte Blondinen immer dunkler, besonders auch nach Schwangerschaften (hat was mit den Hormonen zu tun).
(Natürliches) helles blond steht also für Jugend, Frische, Gesundheit, (Jungfräulichkeit?) und wird somit als attraktiv/interessant eingestuft bei der Partnerwahl (welche ja häufig auch unbewußt abläuft).

Künstliche rote Haare?
Ist wohl eher eine Modeerscheinung.
Früher wurde man dafür immerhin verbrannt ;).
Hat vielleicht etwas rebellisches, besonderes, weil a) meist als künstlich erkennbar und b) echtes rot selten (und somit besonders) ist und c9 irgendwie als wild, feurig, leidenschaftlich, unbezähmbar gilt

Ob es mir gefällt?
Kommt auf den Gesamteindruck und Typus an.
Kurze rote Haare dürften mir wahrscheinlich nicht gefallen.
Aber so ne richtig lange wallende Mähne... :)
Selbst wenn es künstlich ist.
Selbst wenn es ein rot-Ton ist, der in der Natur gar nicht vorkommt und ganz ganz eindeutig künstlich ist.
Selbst rosa gefärbte Haare können was erotisches haben...;)

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 11:07
von Gobo
Rot ist einfach toll :) *rotschwarz gefärbt*

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 11:17
von Baerbel
Rot ist klasse :D Rot hat extrem viele Nuancen von knalligem feuerrot bis dunkel. Rot lässt sich gut mit anderen Farben mischen (*Mix aufm Kopp hab* - nennt sich Beaujolais :D )
Blond ist einfach nur blond... und richtig hässlich wirds mit nem Stich ins gelbe. Blond wirkt jungfräulich, lässt bei Männern den Beschützerinstinkt aufleben. (Männer sind ja so einfach gestrickt :)) )

Verfasst: Fr 30.03.2007 - 13:09
von Kiminod Zom
Blond: Blond verspricht sehr seltene und fremde gene, da es eine der seltesten haarfarben ist. es ist das bestreben da, sich möglichst seltene und verschiedene gene weil verhinderung von krankheiten... .

Verfasst: So 01.04.2007 - 17:58
von Lord_of_the_Vampires
Wie kamen die Leute eigentlich von dem Osterfest (Sterben/Auferstehung Christi) auf Hasen und bunte Eier?

Verfasst: So 01.04.2007 - 18:11
von sepruecom
Na ja, Eier sind Fruchtbarkeitssymbole, und das Osterfest ist nicht zuletzt das Überbleibsel von heidnischen Frühlingsfesten.

Bezüglich der Hasen, steck doch mal eine Häsin und einen Rammler in einen Käfig und beobachte die beiden, dann wirst du schon merken, warum die als Fruchtbarkeitssymbol gelten :)) :unschuldig: :sex:

Gruss, sepruecom

Verfasst: So 01.04.2007 - 18:19
von Castore
Zu den Eiern kann ich dir spontan die Antwort geben:
Zu Ostern beginnt ja die Fastenzeit. Damals, als es noch keine Möglichkeiten gab verderbliche Lebensmittel langfristig zu konservieren, war es auch nicht möglich Milchprodukte, Fleisch und auch Eier über die Fastenzeit frisch zu halten. Somit mussten diese Produkte, damit sie nicht schlecht und ungenießbar werden vor der Fastenzeit noch schnell verspeist werden. Daher die vielen Eier zu Ostern oder auch die vielen traditionellen Fettgebäcke (Bspw. Struwen). Alles was über die Fastenzeit schlecht wurde, wurde davor noch gegessen.

Verfasst: So 01.04.2007 - 19:25
von sepruecom
sorry, Castore, aber du hast da was verwechselt. Die Fastenzeit beginnt nicht mit Ostern, sondern sie endet mit Ostern. Schliesslich will man ja mit Ostern die Auferstehung feiern. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch (dem Tag nach Faschingsdienstag) und dauert bis Ende der Osternacht am Ostersonntag.

Ebenso muss ich dir widersprechen, Eier gelten nicht als Fleisch, daher ist ihr Verzehr kein Fastenbruch. Was das Ergebniss nach sich zog, dass in manchen Klöstern zur Fastenzeit bis zu 60 Eier täglich von jedem einzelnen Mönch verspeist wurden (:wuerg:). Milchprodukte sind ebenfalls erlaubt, nicht erlaubt ist das Fleisch von Landtieren. Fische waren ausdrücklich erlaubt, und auch "Mischtiere" wie der Biber wurden gerne auch an Fastentagen gegessen (Schwanz vom Biber = Fisch).

Gruss, sepruecom

[Edit]Korrektur:
Ok, stimmt, Eier und Milchprodukte waren in der Fastenzeit verboten. Das mit den 60 Eiern stimmt aber (außerhalb der Fastenzeit) trotzdem, genau so wie die zeitliche Einordnung der Fastenzeit...
[/Edit]

Verfasst: So 01.04.2007 - 21:13
von Klein Gimli
sepruecom hat geschrieben:Was das Ergebniss nach sich zog, dass in manchen Klöstern zur Fastenzeit bis zu 60 Eier täglich von jedem einzelnen Mönch verspeist wurden (:wuerg:).
Ist doch lecker :D.

Verfasst: So 01.04.2007 - 22:04
von Lukas
Kommt drauf an auf wie viele Mönche das geht. :D