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naria
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Beitrag von naria »

SirCaneghem hat geschrieben:Wenn zwei Autos mit 200.000 Km/s und 150.000 Km/s aneinander vorbeifahren würden, hätten sie eine Geschwindigkeit der Aufeinanderzubewegung von 350.000 Km/s, also mehr als die v des Lichts.
Die Aufeinanderzubewegung ist keine Geschwindigkeit, sondern eine Rate der Annäherung in km/s.
Das ist eine relative Geschwindigkeit, da es ja von dem einen Auto aus gesehen so aussieht, als ob das andere tatsächlich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit auf einen zurast.
Es ist aber nicht mit der Lichtgeschwindigkeit zu vergleichen, weil diese eine absolute Geschwindigkkeit ist. Sie wird relativ zum Raum gemessen und definiert sich ja auch daran, d.h., Lichtgeschwindigkeit ist dann erreicht, wenn eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit zurücklegt, in diesem Fall knapp 300.000km in einer Sekunde. Und jetzt guck mal, welche Strecke deine Autos zurücklegen: Deutlich weniger.
Du könntest auch einen direkten Vergleich aufstellen: Gleichzeitig mit den Autos schießt auch jeweils ein LIchtstrahl in die selbe Richtung los. Wenn jetzt deine Annahme stimmen würde, dass eine Überlicht-Geschwindigkeit erreicht wird, müssten die Autos schneller aufeinandertreffen, als einer der Lichtstrahlen das jeweils entgegenkommende Auto trifft. Da aber das Licht schneller ist als jedes der beiden Autos, wird es auch in deren Gesamtfortbewegung schneller sein :)

Die Lichtgeschwindigkeit

Geschwindigkeitsaddition

Relative Geschwindigkeiten
SirCaneghem hat geschrieben: mal abgesehen davon, dass bei so schnellen v die Zeit langsamer vergeht als bei niedrigen
Das ist auch eine Frage der Sichtweise. Wie schon gesagt ist ja v an t gekoppelt, laut Definition. Von außen getrachtet kann v also keinen Einfluss auf t haben. In einem abgeschlossenen System ist das aber bissel anders, siehe hier oder hier :)
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SirCaneghem
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Beitrag von SirCaneghem »

@ naria

Zu 1)

Deshalb ist es ja auch so, dass wenn ein Auto mit einem Lichtstrahl zusammentrifft bzw. die aufeinander zubewegt werden, es dem Autofahren vorkommt, als wäre die Aufeinanderzubewegung 300.000 Km/s. Das ist auch richtig, weil Lichtgeschwindigkeit konstant ist und man so nicht rechnen kann Lichtv + v vom Auto.
Ich weiß net wo ich dieses Beispiel, welches du korrigiert hast her habe, aber die müssen sich dann wohl in ihrer Erläuterung getäuscht haben. Naja, nicht jede Internetseite verspricht seriöses Wissen :(
Dann heißt das Aufeinanderzubewegen also Annäherungsrate in Km/s bzw. Km/h...wieder um eine Vokabel reicher geworden. Danke :top:

Zu 2)

Natürlich muss man vorraussetzen, von welchem Betrachtungswinkel man eine Reaktion betrachtet. Wenn ein Raumschiff mit Lichtgeschwindigkeit reisen würde, würde das uns Menschen auf der Erde bei Beobachtung (sehr imaginärer Fall :unschuldig: ) vorkommen, als würde die Zeit im Raumschiff langsamer vergehn als auf der Erde (stimmt ja auch), den Insassen im Raumschiff würde die Zeitverschiebung wohl net auffallen innerhalb des Raumschiffes :)
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Beitrag von Aristad »

naria hat geschrieben: Die Aufeinanderzubewegung ist keine Geschwindigkeit, sondern eine Rate der Annäherung in km/s.
Das ist eine relative Geschwindigkeit, da es ja von dem einen Auto aus gesehen so aussieht, als ob das andere tatsächlich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit auf einen zurast.
Alle Geschwindigkeiten sind relativ. Eine Geschwindigkeit ergibt sich aus "Strecke durch Zeit". Diese Strecke muss aber irgendwie gemessen werden, was durch Vergleich mit einem Massstab (Bezugssystem) geschieht (Dabei kann der Massstab ein Lineal sein, aber auch z.B. die Strasse, relativ zu der sich ein Auto bewegt). Das was du "Rate der Annäherung" nennst, ist eine Relativgeschwindigkeit, wie aber alle anderen Geschwindigkeiten auch.
Das ganze ist eine Konsequenz aus einer der Grundannahmen der speziellen Relativitätstheorie, nämlich dass kein Inertialsystem ausgezeichnet ist (vor der Relativitätstheorie gab es die Vorstellung eines absoluten Raumes, bezüglich dessen dann natürlich Geschwindigkeiten als absolute Geschwindigkeiten gemessen werden könnten).
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Gobo
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Beitrag von Gobo »

Grundsätzlich halte ich mal alles für möglich, das nicht ziemlich eindeutig widerlegt wurde.
Das Monster von Loch Ness ist wohl eindeutig ins Reich der Märchen einzuordnen, allein schon wenn man bedenkt, dass es ja immerhin eine relativ große Population gegeben haben müsste, damit heute noch mindestens eins dieser Viecher überlebt haben könnte. Und selbst für eins wäre wohl das Nahrungsangebot im See ziemlich wenig.

Bigfoot halte ich auch für ziemlich unwahrscheinlich, das angebliche Territorium wo er leben soll wurde ja schon von so vielen wissenschaftlichen Expeditionen durchquert, dass es doch ziemlich unglaubwürdig scheint, dass nur einfache Wanderer ihn gesehen haben wollen.

Aliens im Sinne von intelligenten Lebewesen auf anderen Planeten wird es dagegen mit ziemlicher Sicherheit geben. Hier waren sie aber ziemlich sicher nicht. Wenn die intelligent genug wären, hierher zu kommen, wären sie uns immerhin um einiges überlegen. Warum also ein Versteckspiel?
Wahrscheinlicher wäre es doch dann, dass sie sich entweder wie die Spanier in Amerika aufführen und unsere für sie brauchbaren Ressourcen plündern, oder dass sie sich sonstwie eindeutig zu erkennen geben und uns Entwicklungshilfe geben :D

Zeitreisen halte ich für unmöglich. Wenn sie möglich wären, hätten wir bestimmt schon Besuch aus der Zukunft gehabt. Es ist ja schließlich immer so, dass sich irgendeiner nicht an die Vorschriften hält ;)
Also, wenn eine entsprechende Maschine in z.b. tausend Jahren erfunden werden würde, dazu ne Menge von Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln für Besuche in der Vergangenheit, gäbe es bestimmt jemand, der sich in 1500 Jahren in krimineller oder politischer Absicht nicht daran halten würde.
Ich denke, das ließe sich auf Dauer nicht verheimlichen.
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Beitrag von Ebeyon »

sooo, da sich ja das Niveau geändert hat, klink ich mich auch wieder ein

gobo hat geschrieben:
Also, wenn eine entsprechende Maschine in z.b. tausend Jahren erfunden werden würde, dazu ne Menge von Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln für Besuche in der Vergangenheit, gäbe es bestimmt jemand, der sich in 1500 Jahren in krimineller oder politischer Absicht nicht daran halten würde.
Ich denke, das ließe sich auf Dauer nicht verheimlichen.
wenn, dann würde man ja wahrscheinlich nicht zu weit in die Vergangenheit reisen, was nützt es mir z.B. Rom vor Nero zu schützen (oder Jesus retten oder die Indianer mit Waffentechnologie versorgen...)? Die Konsequenzen für die Zukunft (meine Zukunft) wären ja unüberschaubar bei einem so großen Zeitsprung.
Ich würde nur ein paar Jahre wählen, die richtigen Aktien kaufen (Microsoft, E-Bay, Google, Jamba...) und das wärs. :D

Mal abgesehen davon, daß ich Zeitreisen auch für generell unmöglich halte.


Mal eine hypothetische Frage an unsere Lichtgeschwindigkeit-Experten:
mal angenommen, man könnte schneller als das Licht fliegen, würde man dann sein eigenes Licht überholen? Gäbe es dann irgendeinen Effekt, ähnlich wie der Knall beim Durchdringen der Schallmauer?
Und wenn man dann anhalten würde, könnte man sich dann selbst ankommen sehen, sobald man von seinem Licht wieder eingeholt wurde?
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Beitrag von Manni_B »

... wenn man schneller als Lichtgeschwindigkeit wäre, wäre der Effekt absolute Dunkelheit. I)
Der Mensch macht's...
Gruß Manni :)
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Beitrag von Gobo »

:D Das könnte in der Tat ein Problem sein..

Ich denke mal, der Effekt wäre ähnlich dem Sternenhimmel.. wir sehen ja heute auch teils Sterne, die eigentlich schon lange verglüht sind, weil eben ihr Licht erst später hier ankommt.
Man würde von aussen betrachtet also auch das Licht wohl erst sehn, nachdem man schon eine Weile vorbei ist... womit dann Scheinwerfer ziemlich sinnlos wären... Allerdings ... *kopfkratz*... würden sich die Scheinwerfer ja mitbewegen, und damit wäre zumindest das Licht, dass genau in dem Moment von ihnen erzeugt wird von vorne zu sehen... hm.. ich glaube, ich muss meine Theorie nochmal überdenken :))
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Beitrag von SirCaneghem »

@ TheOne

Naria bezeichnet die Rate der Annäherung ja auch als eine Relative Geschwindigkeit :unschuldig:
Im Übrigen spielt bei dem Versuch die Strecke keine Rolle, da man ja schon die Geschwindigkeit hat und für die Feststellung der Annäherungsrate nur die Geschwindigkeiten der beiden Autos brauch. Natürlich muss man auch s berücksichtigen, aber in dem Fall war nur die v relevant :)

@ gobo

Zeitreisen sind möglich!!!
1) Man nehme ein Raumschiff a, dass die Erde mit 0,8c (0,8-facher Lichtgeschwindigkeit) verlässt und sich auf eine Mission begibt. Da von der Erde aus gesehen, die Uhren im Raumschiff durch die hohe v langsamer vergehen, werden bis das Raumschiff zurückkehrt auf der Erde 10 Jahre vergangen sein und im Raumschiff nur 6, sofern das Raumschiff für hin und rück je 3 Jahre braucht und man davon ausgeht, dass kein Zwang wie z.B. Gravitation oder Dunkle Materie die äüßeren Umstände des Schiffes beeinflusst.
2) Man verzerre durch sehr hohe Gravitation (z.B. in Schwarzen Löchern) den Raum, sodass sich Raum- und Zeitebende überlappen...dann kann man rein theoretisch durch die Zeit reisen, u.a. auch weil Photonen keinen Unterschied zwischen Gegenwart oder Vergangenheit machen....Diese Möglichkeit ist allerdings eher unwahrscheinlich...dennoch rein hypothetisch möglich :P
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Beitrag von Gobo »

Ich halte es nach wie vor für nicht möglich, zumindest nicht technisch realisierbar ;)
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Beitrag von SirCaneghem »

Gobo hat geschrieben:Ich halte es nach wie vor für nicht möglich, zumindest nicht technisch realisierbar ;)
Ohh, da muss ich dir natürlich auf jeden Fall beipflichten :)
Wie gesagt, die Theorien stehen und die erste mit dem Raumschiff könnte in 100-200 Jahren sogar funktionieren, die zweite ist allerdings sehr theoretisch....da braucht man ja künstliche Gravitation...zumindest auf der Erde :D
Ich werde es auch erst glauben wenn ich es sehe, allerdings hört sich die Theorie halbwegs vernünftig und logisch an, sodass Zeitreisen theoretisch möglich sind...immerhin theoretisch, soweit war man ja vor Jahren noch net. Technisch realisierbar wird es dann wohl auch erst in 100-200 Jahren sein, wenn überhaupt :unschuldig:
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naria
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Beitrag von naria »

TheOne hat geschrieben:vor der Relativitätstheorie gab es die Vorstellung eines absoluten Raumes, bezüglich dessen dann natürlich Geschwindigkeiten als absolute Geschwindigkeiten gemessen werden könnten
Ich schätze, du meinst den sog. Äther. Für solche einfachen Dinge wie Geschwindigkeitsaddition finde ich dieses Modell passender weil unkomplizierter als solche Theorien, die Raum- und Zeitdehnung und dergleichen berücksichtigen, zumal wenn wir es mit Geschwindigkeiten weit unter c zu tun haben (z.B. bei der beliebten Ich-gehe-in-einem-fahrenden-Zug-nach-vorn-Situation oder in Sir Caneghems Auto-Beispiel). Mit ist klar, dass sich nach Einstein der Raum nicht so absolut verhält.
Man nenne mich meinetwegen einen Ketzer oder schimpfe mich einen Banausen, aber für mich sind auch Einsteins Überlegungen nicht der Weisheit letzter Schluss. Seine Relativitätstheorie ist ein schönes Modell, dass sich gut zur Erklärung spezieller Problematiken eignet ... Nichts destro trotz bleibt es ein theoretisches Modell, wie auch das des Äthers eins ist, wenn es auch genauer und irgendwie auch sinniger ist. Und so ähnlich, wie man in der Mathematik für bestimmte Zwecke bestimmte Zahlenmengen benutzt, kann man meiner Ansicht auch in der Physik für bestimmte Sachverhalte bestimmte Modelle hernehmen :) Je nach Schwierigkeitsgrad der gewünschten Anwendung.
Eine Erklärung, wie die Natur nun tatsächlich funktioniert, bietet sowieso keins der bisher erfundenen Modelle! :)
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Beitrag von Aristad »

SirCaneghem hat geschrieben: Zeitreisen sind möglich!!!
1) Man nehme ein Raumschiff a, dass die Erde mit 0,8c (0,8-facher Lichtgeschwindigkeit) verlässt und sich auf eine Mission begibt. Da von der Erde aus gesehen, die Uhren im Raumschiff durch die hohe v langsamer vergehen, werden bis das Raumschiff zurückkehrt auf der Erde 10 Jahre vergangen sein und im Raumschiff nur 6, sofern das Raumschiff für hin und rück je 3 Jahre braucht und man davon ausgeht, dass kein Zwang wie z.B. Gravitation oder Dunkle Materie die äüßeren Umstände des Schiffes beeinflusst.
Das ist aber keine echte Zeitreise, weil man so nicht in die Vergangenheit reisen kann (man kann nur die Zeit im Vergleich zu anderen langsamer verstreichen lassen)

Metal-Granzi hat geschrieben: ich stelle mal die Frage in den Raum "wie wahrscheinlich ist es und wie vermessen wäre es, von uns Menschen anzunehmen, es gäbe außer uns kein anderes Intelligentes Leben im Kosmos?" Wir sind doch nicht das Maß aller Dinge!
Wieso nicht? :D

Nehmen wir an, es ist extrem unwahrscheinlich, dass sich Leben entwickelt. Also richtig extrem unwahrscheinlich, so unwahrscheinlich, dass es eigentlich gar nicht passieren kann ...
Dann könnte es tatsächlich sein, dass das Leben auf der Erde das einzige im ganzen Universum ist. Wieso sollte es dann gerade uns geben (und nur uns, wieso nicht noch mehr Leben im Universum?)?

Nunja, wir wissen nicht, und können auch niemals erfahren, was ausserhalb unseres Universums passiert. Denkbar wäre aber, dass es viele Universen gibt. Und in vielen von diesen gibt es vielleicht kein Leben. In diesen Universen würde sich dann auch niemand Gedanken machen. Wenn es uns nicht geben würde, dann würde dieses Universum genauso unbeobachtet kommen und wieder vergehen (oder was auch immer mit dem Universum passiert). Da wir uns aber Gedanken machen, exisitieren wir (Ich denke, also bin ich), was aber noch lange nicht heisst, dass es noch mehr Leben in diesem Universum gibt. (sorry, das war jetzt doch etwas wirr, ich weiss nicht, wie ich es besser darstellen soll. Jedenfalls sollte dieser 2. Abschnitt das Argument entkräften, dass es doch viel wahrscheinlicher wäre, wenn noch mehr Leben im Universum existieren würde). Letztlich läuft diese Argumentation so: es gibt uns, weil es uns gibt. Daraus können wir nicht schliessen, und auch keine Wahrscheinlichkeitsaussage treffen, ob es noch mehr Leben gibt.
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Beitrag von Aristad »

naria hat geschrieben:Ich schätze, du meinst den sog. Äther.
Jein. Früher dachten die Physiker, dass jede Welle ein Medium braucht, um sich ausbreiten zu können (z.B. brauchen Wasserwellen Wasser). Das Medium, dass man sich für Licht vorstellte, war der Äther. Es hat sich aber gezeigt, dass sich Licht auch ohne Medium (im Vakuum) ausbreiten kann, die Vorstellung des Äther ist somit nicht mehr aktuell. Jedenfalls sind Äther und "absoluter Raum" nicht das Gleiche, aber gehen in die gleiche Richtung.
naria hat geschrieben: Man nenne mich meinetwegen einen Ketzer oder schimpfe mich einen Banausen, aber für mich sind auch Einsteins Überlegungen nicht der Weisheit letzter Schluss. Seine Relativitätstheorie ist ein schönes Modell, dass sich gut zur Erklärung spezieller Problematiken eignet ... Nichts destro trotz bleibt es ein theoretisches Modell, wie auch das des Äthers eins ist, wenn es auch genauer und irgendwie auch sinniger ist. Und so ähnlich, wie man in der Mathematik für bestimmte Zwecke bestimmte Zahlenmengen benutzt, kann man meiner Ansicht auch in der Physik für bestimmte Sachverhalte bestimmte Modelle hernehmen :) Je nach Schwierigkeitsgrad der gewünschten Anwendung.
Eine Erklärung, wie die Natur nun tatsächlich funktioniert, bietet sowieso keins der bisher erfundenen Modelle! :)
DANKE!
So was ähnliches wollte ich gestern schon schreiben, habe es aber dann doch gelassen. Jedenfalls sind Argumente, wie "Lichtgeschwindigkeit kann man nicht erreichen, weil man dann eine Division durch 0 durchführen müsste" unsinnig.
Alle Modelle der Physik sind nur Erklärungsversuche, die (zumindest bisher) nur in einem sehr eingeschränkten Bereich gültig sind.
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SirCaneghem
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Beitrag von SirCaneghem »

@ TheOne

Zu meinem Raketenbeispiel:
Nein, eine echte Zeitreise in dem Sinne ist das nicht, da hast du Recht :)
Aber man kann die Zeit so mehr oder weniger überlisten bzw. wenn man in der Rakete ist in die Zukunft reisen, da auf der Erde ja 10 anstatt 6 Jahre vergehen. Keine richtige Zeitreise, aber schonmal was in die richtige Richtung :D

Zu Modelle:
Modelle heißen Modelle, weil sie versuchen die Realität so originalgetreu wie möglich darzustellen oder nachzuahmen, jedoch mit der Wirklichkeit nie 100% übereinstimmen. (siehe Atommodelle oder Quantenzahlen in der Chemie)
Deshalb wird auch jede Theorie bzw. jedes Modell die Wirklichkeit zwar korrekt beschreiben, aber nie mit ihr 100% übereinstimmen, sonst wäre es ja kein Modell. Insofern hast du mit deiner Aussage im letzten Post recht und ich muss dir und naria beipflichten :top:
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Über den Glauben

Beitrag von Manni_B »

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?", fragt der eine Zwilling.
"Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird", antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!", sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben - wie sollte das denn bitteschön aussehen?"
"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."
"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles ganz anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."
"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an so einen Quatsch! Wo ist sie denn bitte?"
"Na hier - überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein."

"Blödsinn! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."
"Doch: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt..."

Nach Henry Nouwen, leicht geändert
(Hatte Claudi mir gestern von der Wochenstation mitgebracht)
Der Mensch macht's...
Gruß Manni :)
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Beitrag von katzeee »

Hmm, ich denke, dass die Erfolge der Physik hier ein wenig unterschätzt werden.

Mit dem Standardmodell der Elementarteilchentheorie hat man ein Modell das im Bereich der 3 mikroskopischen Wechselwirkungen unwiderlegt ist (weder quantitativ noch qualitativ - man beachte die Tiefe dieser simpel klingenden Aussage) und mit Einsteins Allg. Relativitätstheorie eine ähnlich gute (nur quantitativ noch nicht ganz so gut belegte) Theorie der Gravitation, der 4. uns bekannten, elementaren Grundkraft.

Was ich damit sagen möchte: die Gültigkeitsbereiche dieser beiden physikalischen Theorien sind nur deshalb eingeschränkt, da sie gar keine Aussagen über den jeweils anderen Bereich machen. Daher versucht man ja gerade eine vereinheitlichte Theorie zu finden, die Aussagen über alle 4 Wechselwirkungen macht.
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Beitrag von Aristad »

katzee hat geschrieben: Mit dem Standardmodell der Elementarteilchentheorie hat man ein Modell das im Bereich der 3 mikroskopischen Wechselwirkungen unwiderlegt ist (weder quantitativ noch qualitativ - man beachte die Tiefe dieser simpel klingenden Aussage) und mit Einsteins Allg. Relativitätstheorie eine ähnlich gute (nur quantitativ noch nicht ganz so gut belegte) Theorie der Gravitation, der 4. uns bekannten, elementaren Grundkraft.
Wer sagt denn, dass das Standardmodell und die allgemeine Relativitätstheorie das Ende der Fahnenstange sind?
Dachte man nicht früher auch, dass die Newtonsche Mechanik alles perfekt beschreibt, bis man dann doch irgendwann Abweichungen bei hohen Geschwindigkeiten feststellen konnte? (Bis dahin war doch die Newtonsche Mechanik auch lange Zeit quantitativ unwiderlegt, so wie heute das Standardmodell)
Wie sieht es mit den Elementarteilchen aus, da gibt es doch auch immer mehr ... erst Atome ("unzerteilbar"), dann Protonen, Neutronen und Elektronen, mittlerweile Quarks, sowie unzählige daraus zusammengesetzte Teilchen, die häufig innerhalb küzrester Zeit wieder zerfallen ...
Es ist doch durchaus möglich, dass in diesem Bereich noch weitere Entdeckungen gemacht werden, deren Beschreibung ein neues, umfassenderes Modell erfordert.
katzeee hat geschrieben: Was ich damit sagen möchte: die Gültigkeitsbereiche dieser beiden physikalischen Theorien sind nur deshalb eingeschränkt, da sie gar keine Aussagen über den jeweils anderen Bereich machen. Daher versucht man ja gerade eine vereinheitlichte Theorie zu finden, die Aussagen über alle 4 Wechselwirkungen macht.
Hier bin ich wesentlich weniger optimistisch. Aus obigen Gründen bin ich durchaus nicht davon überzeugt, dass Relativitätstheorie und Standardmodell nur noch vereint werden müssen, um die "Weltformel" zu erhalten.
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Beitrag von SirCaneghem »

TheOne hat geschrieben: Wie sieht es mit den Elementarteilchen aus, da gibt es doch auch immer mehr ... erst Atome ("unzerteilbar"), dann Protonen, Neutronen und Elektronen, mittlerweile Quarks, sowie unzählige daraus zusammengesetzte Teilchen, die häufig innerhalb küzrester Zeit wieder zerfallen ...
Es ist doch durchaus möglich, dass in diesem Bereich noch weitere Entdeckungen gemacht werden, deren Beschreibung ein neues, umfassenderes Modell erfordert.
Naja, die neuesten Teilchen sind die Leptonen, die mit den Quarks zusammen die gesamte Materie aufbauen. Quarks setzen sich wieder aus Quarkstripletten oder Quark-Antiquark zusammen, während innderhalb der Quarks die Gluonen für die Farbladungen und die Wechselwirkung der Quarks sorgen, weshalb auch Atomkerne zusammengehalten werden, da Hadronen (Protonen, Neutronen) wiederum aus Quarks aufgebaut sind, nämlich aus Baryonen oder Mesonen. Deshalb sind Hadronen sowohl Fermionen (halbzahliger Spin) als auch Bosonen (ganzzahliger Spin). Hadronen zerfallen aber nach wenigen Momenten in Gammastrahlung oder Leptonen.
Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Jahren wieder neue Teilchen geben wird :unschuldig:
TheOne hat geschrieben: Hier bin ich wesentlich weniger optimistisch. Aus obigen Gründen bin ich durchaus nicht davon überzeugt, dass Relativitätstheorie und Standardmodell nur noch vereint werden müssen, um die "Weltformel" zu erhalten.
Hawking sagte mal vor kurzem, dass wenn die Quantentheorie und die Relativitätstheorie zusammenpassen, viele Fragen der modernen beantwortet, aber auch genauso viele wieder aufgeworfen werden.
Ich glaube die Menschheit wird NIE alles zu 100% entschlüsseln oder verstehen können bzw. perfekte Modelle finden können :unschuldig:
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Beitrag von katzeee »

Ich wollte nicht andeuten, dass man schon eine "Theorie für Alles" hat, da ist man sicherlich noch Jahrzehnte von entfernt (die Stringtheorie ist schonmal ein Ansatz).

Aber Standardmodell und ART beschreiben alle physikalischen Effekte, über die sie Aussagen machen, qualitativ und quantitativ (soweit man diese komplizierten Gleichungssysteme lösen kann) richtig. Zumindest sind die Aussagen durch keine Experimente widerlegt, und das Experiment ist ja letztlich der Richter, der über eine Theorie entscheidet. Ich bin mir sogar sicher, dass diese beiden Theorien nicht das Ende der Fahnenstange sind (es fehlt ja eben noch die Vereinigung), aber solange man keine gegenteiligen Experimente oder logische Widersprüche innerhalb der jeweiligen Theorie hat, sollte man den Totenschein noch unausgefüllt lassen.

Ich habe nicht gesagt, dass eine Vereinigung von SM :unschuldig: und ART mit einer Weltformel gleichzusetzen wäre, aber sie wäre schon per definition eine Theorie für alle 4 bekannten wechselwirkungen, so wie der Elektromagnetismus elektrische und magnetische Kräfte vereinigt. Falls sich - keine Ahnung wie, aber nur mal angenommen es ginge - heraustellen würde, dass es nur diese 4 Wechselwirkungen gibt, dann würde ich würd ich mal behaupten, wäre es aber doch eine "Weltformel".
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Beitrag von maik_r »

ich glaube auch, dass es die Weltenformel nicht geben wird (Einstein hat doch auch bis zum Ende seines Lebens daran gearbeitet...) es is ja schon unvorstellbar Elektromagnetismus mit Gravitation zu vereinen
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