Taverne "Zur ruhenden Axt"

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

Moderatoren: Fansal, Fansal

Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

[ökonomisch? ;D]

Kuryn lächelte der Frau zu und setzte sich schräg gegenüber an den Tisch.
"Nun, wenn Ihr keine Dame seid, dann bin ich auch kein Herr, junges Fräulein.", sagte er lächelnd und zwinkerte.
Dann bestellte er sich ein Glas leichten Weißwein und, nach einem Blick auf das Essen Perdondaris', ebenfalls die Tagesspeise.
Als der Wirt brummelnd davongegangen war, blickte Kuryn die Frau neugierig an und fragte:
"Lasst uns keine Fremden mehr bleiben. Mein Name ist Kuryn und Ihr seid...?"
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor sah den verletzten Blick des Minotauren und meinte: "Nichts für ungut Herr Grennik, aber wir leben in üblen Zeiten und die letzten Ereignisse waren für mich schlimm. Ich werde bald zurück sein und Euch Euer Päckchen bringen."

Bruenor stand auf verbeute sich und ging Richtung Tür. Im Hinausgehen viel ihm die junge Klerikerin auf, die er bei der Stadtwache aus Versehen angerempelt hatte - nett sah sie aus. Bruenor ging ein Stich durchs Herz: sein Goldlöckchen - wie fehlte sie ihm. Unwillkürlich griff seine Hand ihr Amulett, so viele Tage mußte er noch in der Ferne weilen und sich um so ernste Dinge kümmern. Ein tiefes Seufzen entrang sich seiner Brust als er an die heiteren Spaziergänge mit Goldlöckchen im Park zurück dachte. Er hatte eigentlich vorgehabt sich bei der jungen Klerikerin zu entschuldigen, aber dieser parfümierte Typ hatte sie schon in beschlag genommen. Bruenor gab sich einen Ruck und eilte zur Tür hinaus.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

[mit einem minimum an Einsatz halt :P ]

Ah! jetzt fiel es ihr wieder ein. In jenem strengen Winter vor drei Jahren, pflegte Meister Dunsany persönlich einen Schwerverletzten im Klosterhospital. Sie war ihm zur Seite gestanden, als sie dessen blutverkrustete Kleidung vom geschundenen Körper schnitten und hatte gestaunt, wieviele Dolche und andere Waffen dieser Mensch bei sich hatte. Ein wandelnder Waffenladen. Meister Dunsany hatte ihr anvertraut, dass jener ein Assassine war und ihr einiges über diese Mörder erzählt, die gegen Bezahlung meuchelten.

Perdondaris entspannte sich. Wäre sie ein Ziel Kuryns, wäre sie schon tot. Und wer sollte für ihr Ableben Gold zum Fenster herauswerfen.
Sie hob einen Becher Most und sagte: "Perdondaris. Auf Euer Wohl! Darf ich fragen, was Euch in die Hauptstadt führt?"

Im Hintergrund hatte sich der Zwerg erhoben und strebte dem Ausgang zu. Als er sich an die Brust packte, dachte sie einen Moment, er erlitte eine Herzattacke, aber dann sah sie, dass er ein Schmuckstück umklammerte. Seinem Seufzer nach handelte es sich wohl um eine Herzattacke anderer Art.
Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Gegenüber zu.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn lächelte der Klerikerin zu, er hatte ein seltsamens Blitzen in ihren Augen wahrgenommen und fragte sich, was dies wohl zu bedeuten habe. Doch er drängte diese Gedanken beiseite und meinte stattdessen mit einer ausschweifenden Geste:
"Nichts erfreuliches, wie ich leider berichten muss. Ich bin auf der Suche nach dem Mörder meiner Mutter. Wir lebten zusammen in Wetar und...sie wurde von einem Einbrecher getötet..."
Kuryn merkte jetzt, dass er alte Wunden, die er für immer verschlossen geglaubt hatte, wieder aufriss und stellte fest, dass er sich immer nur angelogen hatte und den Schmerz über den Tod seiner Mutter unter Hass und Rachegelüsten vergraben hatte.
Düster starrte er aus dem Fenster, sein Charme war plötzlich wie verflogen.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Perdondaris war betroffen. Solcher Schmerz! Hier war ihre Heilkunde machtlos.
Wenn sie Kuryn richtig einschätzte, würde er auf Mitleid allergisch reagieren.
So sagte sie nur warm: "Das tut mir Leid."
Kurz tauchte ein Hintergedanke in ihr auf: Soso, ein Assassine, der aus eigener Anschauung weiß, wie die Angehörigen seiner Opfer leiden und trotzdem selber mordet...
Sie verdrängte ihn und fuhr fort: "Ihr habt einen Hinweis, dass sich der Mörder hier aufhält? Habt ihr eine Beschreibung?"
Sachlichkeit schien ihr das beste Mittel, wollte sie doch nicht in seinen Wunden herumstochern.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryns Worte schienen von weither zu kommen, als er nur sagte:
"Danke für Euer Mitgefühl."
Dann richtete er seinen in die Ferne gerückten Blick erneut auf die Klerikerin und antwortete auf ihre Frage mit einem humorlosen Lächeln.
"So gut wie nichts. Ich konnte ihm einen langen Schnitt im Gesicht beibringen, auf der rechten Wange. Vielleicht...wenn ich die richtigen Leute treffe, werde ich diesen Mörder finden können."
Das Gespräch wurde unterbrochen, als der Wirt an den Tisch kam und Wein, sowie Essen vor Kuryn abstellte.
Dieser nahm drei Goldmünzen aus einem Beutel und fragte, schon im Bezahlen begriffen:
"Ich darf Euch doch einladen, Perdondaris?"
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Perdondaris neigte den Kopf zur Seite.
"Gemeinhin erhält eine Klerikerin Essen für medizinischen Beistand. Aber ich nehme Eure Einladung gerne an. Solltet ihr ein Kräutlein benötigen, so bitte ich Euch, mir die Gelegenheit zu geben, mich bei Euch zu revanchieren. Ich wünsche guten Appetit!"
Sie löffelten eine Weile ihren köstlichen Eintopf. Dann fragte Perdondaris: "Längs oder quer?"

"Was?" Kuryn blinzelte verwundert.

"Der Schnitt in die Wange."
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn lächelte, von seinen düsteren Gedanken abgelenkt.
"Ihr seid sehr aufmerksam und verfügt über einen scharfen Verstand. Aber keins von beiden, der Schnitt war schräg. Fast vom Nasenansatz bis hin zum Unterkiefer."
Der Assassine schluckte einen weiteren Löffel herunter - sein Teller war fast leer -, lehnte sich zurück und nahm einen kurzen Schluck des herben Weins. Zufrieden und satt verweilte sein Blick auf Perdondaris.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor schleppte sich in die Herberge. Die Heilerin saß noch immer, mit diesem Typ am Tisch. "Egal" dachte er. Bruenor ging auf die beiden zu, immer noch die Hand um den Arm geklammert. Zwei Blutstropfen fielen auf den Boden. Er sprach die Heilerin an:

"Entschuldigt, wenn ich störe. Ich sehe ihr seit auch neu hier in der Stadt ...."

Bruenor wurde schwarz vor Augen, er verlor das Bewußtsein und ging zu Boden.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Perdondaris war mit einem Satz an des Zwergen Seite. Behutsam löste sie seine Finger von der Verwundung, schnitt die Reste des Ärmels auf und begutachtete die Wunde.
"Ich brauche warmes Wasser und sauberes Leinen. Bitte, Kuryn, besorgt es beim Wirt."
Es war eine Wunde, wie sie Klauen rissen. Nicht gut.
Sie nahm ihren Gott zur Hand, hielt ihn über den Arm und murmelte eine Anrufung. Gut. Kein Gift.
Bestienwunden waren nie rein. Es war nötig sie zu reinigen.
Schon stand der Wirt mit einer Schüssel neben ihr. Perdondaris überlegte kurz, wie Kuryn ihn zu dieser Schnelligkeit angespornt haben mochte und lächelte leicht.

Sie tauchte ein Leinentuch in das Wasser und begann vorsichtig die Wunde vom Blut zu reinigen.
Dann bat sie Kuryn, den Arm des Zwergen festzuhalten. Sie nahm ein kleines Fläschchen mit Rutzwurztinktur und beträufelte die Wunde.
Kaum berührte ein Tropfen das rohe Fleisch fuhr der Zwerg schreiend auf, aber Kuryn hatte ihn im sicheren Griff.
"Es tut mir Leid, Meister Zwerg, aber die Wunde muß desinfiziert werden, ihr werdet Euren Arm noch brauchen.
Hier, beißt da drauf."

Sie nahm einen hölzernen Löffel von ihrem Tisch und schob ihn dem Zwerg in den Mund.
Sie fuhr mit der Beträufelung fort und bewunderte dabei den Zwerg, der nur ab und an ein leises Gurgeln von sich gab. Da hatte sie größere Kerls schon ganz anders stöhnen hören.
Anschließend legte sie Kuminblätter auf die tiefen Risse, riß ein Leinentuch in Streifen und umwickelte seinen Arm.
"Ihr habt einiges Blut verloren. Neben Schlaf braucht ihr jetzt Ersatz dafür."
Sie wandte sich an den Wirt, der schaulustig in der Nähe geblieben war: "Sendet jemanden zum Tempel der Götter der zwei Monde, zum Quartiermeister Mu'kulan. Bittet ihn um Apfelsaft und um Laiko- und Zitterblätter. Derweil setzt heißes Wasser für einen Sud auf."
Der Wirt machte keinerlei Anstalten, ihre Anweisungen zu befolgen. Kuryn, der bis dahin am Boden gekauert hatte, erhob sich langsam.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor sank mit einem dankbaren Seufzer zurück, die Ereignisse der letzten Zeit waren einfach etwas viel gewesen. Er hoffte nur noch auf sein warmes Bett, der Auftrag von Grannik war für den Moment vergessen.
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

Perdondaris staunte. Was Kuryn da aus einem einfachen Aufstehen machte, war ein Kunstwerk. Es war keine direkt Drohung zu entdecken, aber Bedrohlichkeit umgab ihn wie dunkle Schwingen. Der Wirt erbleichte und raste vondannen.
Sie grinste.
"Nun, Meister Zwerg, es ist Zeit für eure Nachtruhe. Darf ich vorschlagen, hier ein Zimmer zu nehmen? Ihr solltet euch momentan nicht zuviel bewegen."
"Das trifft sich gut", erwiderte dieser, "Denn ich habe hier bereits ein Zimmer."

Mit Kuryns Hilfe verfrachtete sie den Zwerg in seine Kammer. Nicht lange danach wurden auch die verlangten Blätter und Getränke geliefert. Perdondaris brühte die Blätter auf und flößte ihrem Patienten den Sud ein. Der Geschmack traf nicht ganz den seinen und so trank er ohne Widerrede einen Becher Apfelsaft hinterher. Seinem Gesichtausdruck nach, war auch Apfelsaft nicht wirklich etwas für ihn. Perdondaris schärfte ihm deshalb ein, dass er unbedingt den Krug leeren sollte, um seinen Blutverlust auszugleichen. Und nein, Apfelmost hätte nicht die gleiche Wirkung. Nein, Bier auch nicht.

Perdondaris merkte, wie langsam Erschöpfung nach ihr griff. Sie bedankte sich bei Kuryn für seine Hilfe, wünschte dem Zwerg eine gute Nacht und versprach morgen früh nach ihm zu sehen.
Dann ging sie zum Tempel zurück, sagte das Nachtgebet für Sheol Nugganoth und legte sich schlafen. Morgen wollte sie zum Regenten.
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn war noch etwas "schwindelig" von den ganzen, sich überschlagenden Ereignissen und so setzte er sich erst einmal auf einen Stuhl und fuhr sich mit der Hand über das müde Gesicht.
"Welch eine erstaunliche Frau!", dachte er bei sich.
"Klug, spontan und auf eine gewisse Art sogar schön..."

Kuryn hing noch eine Weile seinen Gedanken nach, dann ging er auf sein Zimmer - morgen würde die Reise im Auftrag des Regenten beginnen!
Benutzeravatar
Rippington
Magier(in)
Magier(in)
Beiträge: 1163
Registriert: So 16.03.2003 - 17:11
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Rippington »

[Tschuldigung Kuryn, dass ich da etwas vereinnahmt hatte, aber du saßt nun mal bei mir :D]

Der Morgen war nicht mehr früh, aber auch noch nicht spät, als Perdondaris erneut die Taverne "Zur Ruhenden Axt" betrat.
Sie ging schnurstracks zur Kammer des Zwergen und fand ihn wach vor.
"Guten Morgen, Meister Zwerg. Ihr scheint gut geruht zu haben. Auch der Apfelsaftkrug ist leer. Sehr schön. Lasst mich eure Wunde begutachten."
Sie setzte sich zu ihm auf das Bett und lächelte:
"Zum Vorstellen, war gestern keine Zeit. Perdondaris, Heilersgesellin auf Wanderschaft, zu Euren Diensten."
"Sehr erfreut. Bruenor Breithammer, Schmiedegeselle auf dem Wege zur Großmeisterschaft."
Perdondaris entfernte vorsichtig den alten Verband und besah, was darunter lag. Sie war zufrieden. Kein Wundbrand, der Heilungsprozeß hatte offensichtlich schon eingesetzt.
Sie erneuerte den Verband mit frischen Kuminblättern und frischen Leinenstreifen aus dem Tempel der zwei Monde, dessen Quartiermeister einfach zu nett und hilfsbereit war. Er hatte ihr sogar noch einen Krug Apfelsaft mitgegeben, über dessen Anblick sich Bruenor so recht zu freuen schien.
"Ihr solltet heute Monstern und anderer Ungemach ausweichen, Bruenor. Aber nichts spricht dagegen, dass ihr aufsteht und eurem normalen Tageslauf nachgeht. Nunja, vielleicht solltet ihr noch nicht schmieden.
Ich werde nun den Regenten aufsuchen und später noch einmal nach euch schauen. Gehabt euch wohl!"
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Bruenor ließ sich noch einmal zufrieden zurück sinken, es tat wohl wenn sich jemand um einen kümmert. Die Wunde schmerzte nicht mehr, lediglich ein Pochen im Arm verkündete vom Heilungsprozess. Aber wenige Minuten später war er schon wieder hellwach, er sprang aus dem Bett kleidete sich an, nahm das Bündel aus seinem Rucksack und stürmte die Treppe herunter. Der Wirt staunte nich schlecht als er den Zwerg die Treppe herunter poltern sah. Ihm war ein gefallen, daß er heute ja einiges vor hatte.

"Herr Wirt, bringt mir ein Frühstück." ohne eine Reaktion abzuwarten, ging Bruenor an den Tisch des Minotauren. Bruenor verbeugte und setzte sich an den Tisch. Der Minotaur blickte mit einem Lächeln auf: "Ihr hattet Schwierigkeiten in der Kanalisation?"

"Ja, aber von 2 Problemen hatt eines das andere erledigt. Hier habt ihr Euer Bündel. Entschuldigt das ich es Euch nicht schon gestern Abend gegeben habe, aber die Umstände waren nicht danach." grinste Bruenor zurück. Der Minotaur nahm das Bündel untersuchte es und grinste zurück.
Benutzeravatar
Fansal
Engel
Engel
Beiträge: 4025
Registriert: Mo 07.01.2002 - 18:13
Wohnort: Ober-Mörlen
Kontaktdaten:

Beitrag von Fansal »

Grannik warf nur einen sehr kurzen Blick in das Bündel, dann war es auch schon in seinem Gewand verschwunden.
"Sehr gut, Meister Zwerg. Ich werde bald Nachricht aus Talimos erhalten und sie umgehend an Euch weiterleiten. Zwar war die Beschaffung meiner Gegenstände nur eine kleine Gegenleistung für meinen Gefallen, aber trotzdem möchte ich Euch etwas geben."
Der Minotaur griff in eine andere Tasche seiner riesigen Tunika und schob einen kleinen Lederbeutel, aus dem ein dumpfes Klimpern zu vernehmen war, über den Tisch. Dann zwinkerte Grannik und rief nach einem Bier für sich und den Zwerg.

Bruenor erhält 30 Goldmünzen.

Derweil die beiden auf den dicklichen Wirt warteten, trat ein junger Mann mit braunen Haaren und edlen Kleidern von feinem Schnitt an. Sein Blick huschte durch den eher leeren Schankraum, dann blieb er an Bruenor haften.
Der Page trat an den Tisch der beiden unterschiedlichen Gesprächspartner und sagte:
"Seid mir gegrüßt, Bruenor Breithammer! Ich bin hier im Auftrage des Regenten, um Euch daran zu erinnern, dass die Expedition zur Sturmbucht heute beginnen wird. Findet Euch zur siebten Morgenstunde an den Ställen ein."
Der Palastdiener wartete auf eine Antwort, obwohl er glaubte, dass der Zwerg kaum in letzter Sekunde sein Versprechen brechen würde.
Benutzeravatar
Argh
Drache
Drache
Beiträge: 2707
Registriert: Mo 08.04.2002 - 14:25
Wohnort: Bermudadreieck, Ruhrpott
Kontaktdaten:

Beitrag von Argh »

Grimmig blickte Bruenor den Boten an - er hßte es beim Frühstück gestört zu werden. Nach dem der Bote, ein geschniegelter Affe, ausgeredet hatte. Meinte Bruenor nur:

"Sagt dem Regenten ich werde mich beeilen, muß aber noch kurz jemand aufsuchen." Er ließ den Boten stehen und schlang das Essen in sich hiein. Dann stand er auf, bedankte und verabschiedete sich bei Grannik. Er lief zum Wirt srückte im 10 Goldmünzen in die Hand und verabschiedete sich auch bei diesem. Der Wirt dankte ihm und drückte Bruenor zum Abschied noch 3 Äpfel in die Hand. Bruenor grinste erfreut zurück, drehte sich um und stürmte die Treppe hoch in sein Zimmer. Sein Gepäck hatte er schnell gepackt und so stand er innerhalb weniger Minuten in der Tür der Herberge.
Benutzeravatar
ViperX
Ritter/Amazone
Ritter/Amazone
Beiträge: 604
Registriert: Mo 14.04.2003 - 21:13

Beitrag von ViperX »

Als Dernik gerade in die Taverne eintreten wollte, stürmte bereits sein erster "Landsmann" an ihm vorbei hinaus auf die Strasse. Hm .... schon der erste Zwerg in der Stadt dachte er, während er dem sich schnell entfernenden Tavernengast nachsah allein bin ich schonmal nicht hier.
Er trat in die Schankstube und schloss die Tür hinter sich. Seine Augen waren das Leben unter Tage gewohnt und stellten sich so schnell auf das schummrige Licht im Innern des Hauses ein. Zu dieser frühen Zeit des Tages befanden sich noch kaum Kneipengäste in der Taverne - nur einige Hotelgäste die an den Tischen frühstückten - und ausser dem freundlich lächelnden Wirt, der hinter der Theke Bierkrüge polierte, schien sich niemand für den Neuankömmling zu interessieren.
Dieser begrüßte Dernik und fragte ihn nach seinen Wünschen. " Für's erste ein ordentliches Frühstück. Achja und ich brauche ein Zimmer. Ich bin seit Tagen unterwegs."
"Dann fangen wir am besten mit dem Frühstück an, oder wollt ihr zuerst auf euer Zimmer gehen Meister .........."
"Dernik. Dernik Dorminssohn von Barak-Zakath. Und ich denke wir fangen mit dem Frühstück an."
"Wie ihr wünscht. Setzt euch doch solange an einen der Tische."

Mit diesen Worten verschwand der Wirt in der Küche und ließ Dernik an der Theke zurück.
Da er in der Schankstube keine weiteren Mitzwerge entdecken konnte, setzte er sich an einen freien Tisch und ruhte erst einmal seine müden Beine aus.
Als der Wirt das Essen brachte fragte Dernik "Ich komme von weit her, und meine Mittel sind nicht unbegrenzt ..... könntet ihr mir sagen wo ein Zwerg wie ich sich hier etwas Gold dazuverdienen kann ?"
"Nun, in der Stadt ... passieren merkwürdige Dinge"
entgegnete der Wirt "aber ..... ich scheine eine Gedächtnislücke zu haben. Wisst ihr, ich habe zur Zeit selbst eine Menge Geldsorgen."
"Ich verstehe schon."
mit diesen Worten griff Dernik an seinen Beutel und schob dem Wirt zwei Goldmünzen zu. "Stopft das eure Lücke ?" "Das wird für's erste sicher reichen. Nun wie gesagt es geschehen merkwürdige Dinge. Gerade erst wurde unser Regent ermordet - der Rat hat eine Vertretung für ihn gewählt. Ich bin mir sicher, wenn ihr den Palast aufsucht, dann hat man dort Arbeit für euch. Wenn ihr etwas über den Mord herausfindet, wird man euch reich belohnen. Aber die Stadtverwaltung hat auch fast immer Arbeit in der Umgebung für Leute wie euch. Ein Bauernaufstand hier, ein wütendes Ungeheuer Dort, das übliche. Ich bin mir sicher, wenn ihr euch mit den Offiziellen unterhaltet, findet ihr sehr schnell Arbeit."
"Ich danke euch."
sagte Dernik, und widmete sich seinem Frühstück ......
Benutzeravatar
Kuryn
Feuerschütze/in
Feuerschütze/in
Beiträge: 219
Registriert: So 18.05.2003 - 14:30
Wohnort: Tantalische Berge

Beitrag von Kuryn »

Kuryn stand später auf, als er es beabsichtig hatte und so eilte er, nachdem er sich schnell gewaschen hatte, die Treppe hinab. Im Schankraum nahm er ein hastiges Frückstück ein und warf dem Wirt fünf Goldmünzen zu, dann war er auch schon durch die Tür und auf dem Weg zu den Stallungen, die er ja bereits kannte.
Benutzeravatar
ViperX
Ritter/Amazone
Ritter/Amazone
Beiträge: 604
Registriert: Mo 14.04.2003 - 21:13

Beitrag von ViperX »

Komisch ..... dachte sich Dernik in dieser Stadt scheinen es ja alles immer irgendwie eilig zu haben. Der Kerl eben hat sein Frühstück runtergeschlungen, wie ein Felsentroll, der eine Höhleneidechse als Zwischenmahlzeit einnimmt ......

Wie dem auch sei, nachdem er seine Mahlzeit beendet hatte, ging er auf sein Zimmer, wusch sich und legte sich eine Stunde aufs Ohr. Wieder unten legte er dem Wirt 5 Goldmünzen für Frühstück und die erste Nacht auf den Tresen und ging zur Tür. Er nahm sich vor, den Rat des Wirts zu befolgen und nach dem Palast zu suchen. Der konnte ja in dieser Stadt nicht schwer zu finden sein, denn Menschen hatten schliesslich die angewohnheit, alle wichtigen Bauwerke mit einer Masse ihrer großen, klobig unästhetischen Verzierungen auszustatten. Keine Zwergenhandwerker eben ........
Antworten

Zurück zu „Die Tantalischen Berge“