Züchtigungsrecht in der Ehe?

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Arthur Dent
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Beitrag von Arthur Dent »

Shadow-of-Iwan hat geschrieben:Ich rede nicht von Deutschland sondern von der gesamten Welt. Einfach weg mit dem Mist, dann gibts auch keinen Streß mehr.
Das ändert die Aussage aber kein bisschen:

Alle Religionen zu verbieten bedeutet letztlich nix andereres, als Atheismus/Säkularismus zur Staatsreligion zu erklären.

Außer vielleicht, dass man das Wort "Staatsreligion" durch "Weltreligion" ersetzen könnte.
"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
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Aditu
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Beitrag von Aditu »

Arthur Dent hat geschrieben:Da es in diesem Thread auch um den Islam geht:

In manchen islamischen Ländern (z.B. Iran, Saudi-Arabien) gibt es heute noch so etwas Ähnliches wie Wergeld: Normalerweise ist die Strafe für Mord der Tod, aber die Familie des Opfers kann dem Mörder auch gegen Geldzahlung vergeben - dann wird der Mörder nicht hingerichtet, sondern kommt nur für ein paar Jahre ins Gefängnis.
Irgendwie erinnert mich das an den Spruch: "Ein Teller mehr, ein Esser weniger."

Das ist doch der Freifahrtschein, aus der Armut zu entkommen.
Es wird ein Kind aus einer kinderreichen Familie (per Auftrag?) umgebracht. Was ist denn schon ein Kind gegen viele, die an Hunger sterben würden. Das Kind ist tot, die Familie bekommt Geld um die übrigen zu ernähren.

Das ist dann wirklich dunkelstes Mittelalter...

(nicht, dass ich falsch verstanden werde, meine Aussage trieft vor Sarkasmus)
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Arthur Dent
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Beitrag von Arthur Dent »

Besonders problematisch ist es natürlich, wenn ein Vater sein eigenes Kind umbringt, um die Ehre der Familie wiederherzustellen ("Ehrenmord"). Dann kann er sich quasi selbst vergeben...
(per Auftrag?)
Ich glaube nicht, dass das funktionieren würde - das müsste dann schon ein ziemlich bescheuerter Auftragsmörder sein...
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Gobo
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Beitrag von Gobo »

Nadine26 hat geschrieben:Ich red nicht unbedingt nur von Züchtigungen der Frauen... Gewalt jeder Art...
Ich kann mir nicht vorstellen dass es damals mit der Bezahlung des Wergeldes abgetan war.
Nette Vostellung.... eigentlich waren damals Züchtigungen jeder Art Gang und Gäbe, und das Eigentum eines Reichen war mehr wert als das Leben eines Armen.
Und gerade in der germanischen Kultur waren selbst die Frauen freier Männer Eigentum der Männer, sie gingen bei der Hochzeit von der Mundt (richtig geschrieben??) ihres Vaters bzw des Familienoberhauptes in die ihres Mannes über.
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Beitrag von Tolots »

Ich gehe davon aus das so etwas ein Einzelfall war und bleibt. Natürlich muss unser Zivilrecht angewandt werden und die Richterin hat einen Fehler gemacht. Da dem Antrag auf Befangenheit der Richterin stattgegeben wurde und die Entscheidung aufgehoben ist sehe ich auch das unsere Justiz funktioniert.

Die Trennung von Staat und Religion ist in meinen Augen eine der größten und schönsten Errungenschaften unserer Gesellschaft die mit vielen Menschenleben erkauft werden musste. Allerdings, das der Islam auf dem Vormarsch ist liegt nicht zuletzt daran das es in anderen Ländern eben nicht der Fall ist und Gewalt als probates, ja notwendiges und legitimes Mittel betrachtet wird um Religion und eigene Wertvorstellungen durchzusetzen. Kaum ein Christ geht heute auf die Straße und zündet Gebäude an, wenn ein Cartoon sich über das Christentum lustig macht.

Kein Christ muss sterben oder geht in den Knast, wenn er seine Religion wechselt. Gewalt und Angst vor Gewalt war schon immer ein Motiv sich auf etwas einzulassen um dem zu entkommen. Die Kirche hat dem nichts entgegenzusetzen denn, wer geht heute noch auf die Straße für eine Kirche oder den Glauben?

Mir als Atheist ist es auch egal, ob in jeder Stadt ein Tempel, eine Kirche oder eine Moschee steht doch meine Befürchtung ist das mit dem Einfluss des Islams so bald Amtsträger und Politiker in Deutschland diesem Glauben angehören Einfluss auf unsere Rechte nimmt und Politik und Religion eben nicht mehr getrennt werden. Ich will in keinem "Gottesstaat" leben. Ich will keine Auspeitschungen oder Steinigungen in Deutschland, da diese zum Islam gehören wie das Weihwasser in der Kirche. Wie soll ich mich mit einer Religion anfreunden die jeden "Wechsler" mit offenen Armen empfängt aber jeden der Aussteigen will ins Gefängnis wirft oder hinrichtet? Und bevor nun jemand sagt das steht ja so nicht im Koran und hat nichts mit der Religion zu tun dem sage ich das es aber in den meisten Islamischen Ländern so zugeht und für mich Taten lauter sprechen als ein bedrucktes Blatt Papier.

Mit dem Islam ist es wie mit dem Sozialismus auf dem Papier. Klingt alles ganz toll aber in der Realität kommt was anderes herraus. Jeder soll mit seinem Glauben glücklich werden so lange dieser nicht mit unseren Gesetzen in Konflikt kommt. Und dabei muss ganz klar unser Rechtssystem über die Religionsfreiheit gestellt werden und dies muss auch so bleiben.
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Ludwig
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Beitrag von Ludwig »

[Modmodus on]
EDIT:
ist erledigt
[Modmodus off]


Hier drin geht es um ein Urteil einer Richterin, die eine Scheidung nicht als Härtefall behandeln will, weil "der Koran Züchtigungen erlaubt".
Hier endlich mal der Link, da kann jeder nachlesen.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F1,00.html

Und die Empörung ist gerechtfertigt, da in Deutschland nach deutschen Recht Urteile gefällt werden müssen. Wem das nicht passt, möge drausen bleiben.

Wenn man in ein fremdes Land geht, muss man auch die dort herrschenden Gesetze einhalten, das ist die Grundvoraussetzungen in einem Staat. Das ausgerechnet eine deutsche Richterin ein solches Urteil fällt, ist ein Schlag ins Gesicht der Rechtsstaatlichkeit.
Ich frag mich, wie eine FRAU so entscheiden kann.

Gruss Ludwig

NACHTRAG:
Gegen die Richterin wurde ein Befangenheitsantrag gestellt. Es kann wohl davon ausgegangen werden, das er genehmigt und das Urteil aufgehoben wird.
http://www.hr-online.de/website/rubrike ... t_30045414

NACHTRAG2:
Dem Antrag wurde am 21.03.07 stattgegeben, die Richterin wurde vom Fall abgezogen
Zuletzt geändert von Ludwig am Mo 26.03.2007 - 02:04, insgesamt 1-mal geändert.
Dr Wunderfitz macht Jungfern rar.
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Beitrag von Ludwig »

[Modmodus on]
EDIT:
Dis Bibeldiskussion wurde auf mehrfachen Wunsch verschoben, kann hier wieder gefunden werden:
http://www.mightandmagicworld.de/phpbb/ ... 897#316897
[modmodus off]



und wieder Topic
Der Zentralrat der Muslime wies auf Selbstverständliches hin: Die Juristin hätte nach der deutschen Verfassung urteilen müssen statt den Koran auszulegen. "Gewalt und Misshandlung von Menschen - egal ob gegen Frau oder Mann - sind auch im Islam Gründe, die eine Scheidung rechtfertigen würden", zitierte die "Neue Presse" eine Sprecherin des Gremiums.
Ich gebe zu, das ich dieser Aussage meinen Respekt zollen muss

Gruss Ludwig
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Beitrag von hafensaenger »

Ich hoffe wie die meisten hier, dass es ein Einzelfall ist und bleibt. Es muss sich drigend was ändern was unsere Gesetze und die Religionsfreiheit betrifft. Sie darf kein Freibreif für Unrecht sein und für selbiges missbraucht werden.

Wie schon gesagt wurde, hat der Glauben in der Rechtssprechung nichts verloren. Die Urteile sollen und müssen (weiterhin) nach deutschem Recht gefällt werden. Wer hier lebt muss sich dem fügen oder weiterziehen.
"We choose our joys and sorrows
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Beitrag von Ebeyon »

Ich hoffe wie die meisten hier, dass es ein Einzelfall ist und bleibt. Es muss sich drigend was ändern was unsere Gesetze und die Religionsfreiheit betrifft. Sie darf kein Freibreif für Unrecht sein und für selbiges missbraucht werden.

Wie schon gesagt wurde, hat der Glauben in der Rechtssprechung nichts verloren. Die Urteile sollen und müssen (weiterhin) nach deutschem Recht gefällt werden. Wer hier lebt muss sich dem fügen oder weiterziehen.
Ganz genauso sehe ich das auch.
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Beitrag von Shadow-of-Iwan »

Arthur Dent hat geschrieben:Alle Religionen zu verbieten bedeutet letztlich nix andereres, als Atheismus/Säkularismus zur Staatsreligion zu erklären.

Außer vielleicht, dass man das Wort "Staatsreligion" durch "Weltreligion" ersetzen könnte.
Ja und? Ist doch ne tolle Sache! Dann ist endlich Schluß mit diesem riesigen Blödsinn.
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Arthur Dent
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Beitrag von Arthur Dent »

Shadow-of-Iwan hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:Alle Religionen zu verbieten bedeutet letztlich nix andereres, als Atheismus/Säkularismus zur Staatsreligion zu erklären.

Außer vielleicht, dass man das Wort "Staatsreligion" durch "Weltreligion" ersetzen könnte.
Ja und? Ist doch ne tolle Sache! Dann ist endlich Schluß mit diesem riesigen Blödsinn.
Naja, vielleicht weißt du ja von einem anderen Thread, dass ich persönlich nicht jede Religion für riesigen Blödsinn halte, aber ich will das Thema jetzt nicht vertiefen...

Außerdem, woher willst du wissen, dass dann Schluss ist mit dem "Blödsinn". Was würdest du nach dem Verbot mit Leuten wie mir machen, die dann immer noch ihrem Glauben nachgehen?

Jedenfalls haben alle bisherigen Versuche, Religion im Namen der Vernunft und des Fortschritts abzuschaffen, früher oder später in Barbarei und Blutvergießen geendet - meistens eher früher als später. Jedenfalls waren die Auswirkungen um keinen Deut besser, als dort, wo eine bestimmte Religion vorgeschrieben und alle anderen verboten wurden.

Robbespierre wollte z.B. in der französischen Revolution alle Religionen durch einen "Kult der Vernunft" ersetzen. Dieser "Kult der Vernunft" wurde nach nur zwei oder drei Jahren von Madame la Guillotine beherrscht. Und von den Auswirkungen des staatlich verordneten Religionsverbots unter Stalin, Pol Pot oder auch heute noch in Nordkorea brauchen wir erst gar nicht zu reden.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Egal was man glaubt oder nicht glaubt, Religionsfreiheit ist eine riesige Errungenschaft unserer Zivilisation, die aufzugeben fatal wäre. Egal, ob man eine bestimmte Religion als einzige zulässige festlegt, einen ganz neuen "Designer-Einheitsglauben" extra für diesen Zweck konzipiert, oder Religion generell verbietet.
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Beitrag von hafensaenger »

Arthur Dent hat geschrieben:
Shadow-of-Iwan hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:Alle Religionen zu verbieten bedeutet letztlich nix andereres, als Atheismus/Säkularismus zur Staatsreligion zu erklären.

Außer vielleicht, dass man das Wort "Staatsreligion" durch "Weltreligion" ersetzen könnte.
Ja und? Ist doch ne tolle Sache! Dann ist endlich Schluß mit diesem riesigen Blödsinn.
Naja, vielleicht weißt du ja von einem anderen Thread, dass ich persönlich nicht jede Religion für riesigen Blödsinn halte, aber ich will das Thema jetzt nicht vertiefen...

Außerdem, woher willst du wissen, dass dann Schluss ist mit dem "Blödsinn". Was würdest du nach dem Verbot mit Leuten wie mir machen, die dann immer noch ihrem Glauben nachgehen?

Jedenfalls haben alle bisherigen Versuche, Religion im Namen der Vernunft und des Fortschritts abzuschaffen, früher oder später in Barbarei und Blutvergießen geendet - meistens eher früher als später. Jedenfalls waren die Auswirkungen um keinen Deut besser, als dort, wo eine bestimmte Religion vorgeschrieben und alle anderen verboten wurden.

Robbespierre wollte z.B. in der französischen Revolution alle Religionen durch einen "Kult der Vernunft" ersetzen. Dieser "Kult der Vernunft" wurde nach nur zwei oder drei Jahren von Madame la Guillotine beherrscht. Und von den Auswirkungen des staatlich verordneten Religionsverbots unter Stalin, Pol Pot oder auch heute noch in Nordkorea brauchen wir erst gar nicht zu reden.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Egal was man glaubt oder nicht glaubt, Religionsfreiheit ist eine riesige Errungenschaft unserer Zivilisation, die aufzugeben fatal wäre. Egal, ob man eine bestimmte Religion als einzige zulässige festlegt, einen ganz neuen "Designer-Einheitsglauben" extra für diesen Zweck konzipiert, oder Religion generell verbietet.
Die Menschen haben sich schon gegenseitig bekriegt, als es noch keine Götter gab und als sie welche hatten, änderte sich daran rein gar nichts. Nur hatte man dann immer eine Rechtfertigung für Narretei. Früher schob man dann sein Fehlverhalten Odin in die Schuhe und heute ist es halt der liebe Gott.

Natürlich braucht der Mensch etwas was ihm Halt, Kraft, Mut und Anerkennung gibt aber das muss nichts zwangsläufig eine Religion oder ein Gott sein.

Etwas zu verbieten erhöht den Reiz am Verbotenen. Dann stellen wir alle Hartz 4 Empfänger dazu ein die Gläubigen aufzuspüren und zu verhaften. Somit haben wir das Problem im Griff und nebenbei wieder Vollbeschäftigung. :D :unschuldig:

Der Glauben und die Religion haben uns vieles gebracht wie man in Büchern und den heiligen Schriften nachlesen kann. Auch Tod, Leid und Verderben. Ich sehe die Religion nicht als Errungenschaft an. Sie ist mehr oder minder eine Erfindung er Menschen die zum Schaden und zum Nutzen des Menschen genutzt werden kann und genutzt wird.
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Beitrag von Arthur Dent »

Die Menschen haben sich schon gegenseitig bekriegt, als es noch keine Götter gab und als sie welche hatten, änderte sich daran rein gar nichts. Nur hatte man dann immer eine Rechtfertigung für Narretei. Früher schob man dann sein Fehlverhalten Odin in die Schuhe und heute ist es halt der liebe Gott.
... und morgen, falls tatsächlich irgendwann mal Religion verboten wird, passiert es dann "im Namen des Menschen", "im Namen der Humanität", "im Namen der Vernunft" oder ähnlichem...
Dann stellen wir alle Hartz 4 Empfänger dazu ein die Gläubigen aufzuspüren und zu verhaften.
Und was passiert dann mit den Gläubigen? Gefängnisstrafe? Umerziehungslager? Was ist mit denen, die sich kategorisch weigern, ihrem Gott abzuschwören? Hinrichtung?

Jedenfalls weiß ich jetzt, was von dem ganzen Toleranz-Gelaber, das ich in der anderen Diskussion (du weißt welche) immer wieder gelesen habe, zu halten ist...
Ich sehe die Religion nicht als Errungenschaft an.
Ich habe ja auch nicht von Religion per se geredet, sondern von Religionsfreiheit. Glaubst du allen Ernstes, es würde der Menschheit was bringen, Religionsfreiheit abzuschaffen?
Zuletzt geändert von Arthur Dent am Fr 30.03.2007 - 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von hafensaenger »

Arthur Dent hat geschrieben: ... und morgen, falls tatsächlich irgendwann mal Religion verboten wird, passiert es dann "im Namen der Vernunft" oder ähnlichem...
Zum einem spekulativ, zum anderen ist Unrecht nie vernünftig. Natürlich sucht man sich dann einen anderen Sündenbock für sein Tun!

Und was passiert dann mit den Gläubigen? Gefängnisstrafe? Umerziehungslager? Was ist mit denen, die sich kategorisch weigern, ihrem Gott abzuschwören? Todesstrafe?
Kombiniere Fantasie mit bösen Filmen und etwas deutscher Zeitgeschichte und du weißt was kommen "könnte!"
Glaubst du allen Ernstes, es würde der Menschheit was bringen, Religionsfreiheit abzuschaffen?
Das wissen wir erst, wenn die Welt jemals den Mut aufbringen sollte und das über Jahr durchzieht. Ist aber eher höchst unwahrscheinlich.
Jedenfalls weiß ich jetzt, was von dem ganzen Toleranz-Gelaber, das ich in der anderen Diskussion (du weißt welche) immer wieder gelesen habe, zu halten ist...
Religion und Toleranz sind oft leider Dinge die sich gegenseitig ausschließen. Friedlich in einer (großen) Gemeinschaft zu leben war nie die Stärke des Menschen. Kommt dann noch Hautfarbe, Religion etc.. dazu sind Konflikte vorprogrammiert.
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Beitrag von Arthur Dent »

Kombiniere Fantasie mit bösen Filmen und etwas deutscher Zeitgeschichte und du weißt was kommen "könnte!"
Wie soll das Religionsverbot umgesetzt werden? Was sollte deiner Vorstellung nach mit Leuten geschehen, die sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören? Irgendwas muss ja sein, sonst kann man das Religionsverbot wohl kaum durchsetzen.

Und wieso eigentlich "Deutsche Zeitgeschichte"? Die Beispiele, die ich gebracht habe, waren doch gar nicht auf Deutschland bezogen... ?(
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Beitrag von hafensaenger »

Arthur Dent hat geschrieben: Wie soll das Religionsverbot umgesetzt werden? Was sollte deiner Vorstellung nach mit Leuten geschehen, die sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören? Irgendwas muss ja sein, sonst kann man das Religionsverbot wohl kaum durchsetzen.

Und wieso eigentlich "Deutsche Zeitgeschichte"? Die Beispiele, die ich gebracht habe, waren doch gar nicht auf Deutschland bezogen... ?(
Da wir ja (noch) ein Rechtsstaat sind würde da ein (fiktives) Religionsverbot wohl so aussehen dass bei Zuwiderhandlungen es zunächst empfindliche Geldbußen gibt. Hilft dass nicht, kommt der Gläubige in Haft, wird später abgeschoben und bekommt ein Einreiseverbot.

Das ganze umzusetzen und zu überwachen dürfte das schwerste sein. Dafür müsste man zig Dinge über den Haufen werfen nebst Gesetzen. Und das ist immer noch keine Garantie, dass jemand nicht den Wohnzimmerteppich gen Mekka ausrichtet und es niemand bemerkt.
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Beitrag von Arthur Dent »

hafensaenger hat geschrieben:
Da wir ja (noch) ein Rechtsstaat sind würde da ein (fiktives) Religionsverbot wohl so aussehen dass bei Zuwiderhandlungen es zunächst empfindliche Geldbußen gibt. Hilft dass nicht, kommt der Gläubige in Haft, wird später abgeschoben und bekommt ein Einreiseverbot.
Religionsfreiheit ist integraler Bestandteil unseres Rechtsstaates. Irgendeine Bestrafung oder auch nur Benachteiligung wegen des Glaubens oder der Religionsausübung ist ganz klar verfassungswidrig.

Und was ist mit Gläubigen, die deutsche Staatsbürger sind? Die kann man ja schließlich nicht abschieben. Und das sollten gar nicht mal so wenige sein. Was würdest du mit so jemandem wie mir machen, wenn ich trotz Geldstrafe und was weiß ich sonst noch mich weigere, meinem Glauben abzuschwören und mich weiterhin mit anderen Christen regelmäßig zum Gebet treffe? Du weißt, es gab auch schon Leute, die sich, vor die Wahl gestellt, ihrem Glauben abzuschwören oder in den Tod zu gehen, das letztere gewählt haben. Und das waren nicht wenige...
Da wir ja (noch) ein Rechtsstaat sind
NOCH? Willst den Rechtsstaat etwa abschaffen??
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Beitrag von hafensaenger »

Arthur Dent hat geschrieben:
Religionsfreiheit ist integraler Bestandteil unseres Rechtsstaates. Irgendeine Bestrafung oder auch nur Benachteiligung wegen des Glaubens oder der Religionsausübung ist ganz klar verfassungswidrig.
Ist mir alles bekannt. Dazu relativiert man halt den hohen Stellenwert der Religion. Schon werden sich verfassungskonforme Gesetze finden (lassen).
Und was ist mit Gläubigen, die deutsche Staatsbürger sind? Die kann man ja schließlich nicht abschieben. Und das sollten gar nicht mal so wenige sein. Was würdest du mit so jemandem wie mir machen, wenn ich trotz Geldstrafe und was weiß ich sonst noch mich weigere, meinem Glauben abzuschwören und mich weiterhin mit anderen Christen regelmäßig zum Gebet treffe? Du weißt, es gab auch schon Leute, die sich, vor die Wahl gestellt, ihrem Glauben abzuschwören oder in den Tod zu gehen, das letztere gewählt haben. Und das waren nicht wenige...

Ich sagte bereits, dass es nicht einfach wird dafür eine (rechtliche) Grundlange zu schaffen. Meine Gedankenspiele gehen von einem fiktiven Szenario aus wo die Religion nicht mehr so einen hohen Stellenwert hat und unsere Rechtsstaat nicht mehr das ist was er mal war. Also: Nicht vom jetzigen ist! In diesem Konstrukt kann man jeden kaufen und manipulieren. Du kennst doch Orwells Bücher oder nicht?
NOCH? Willst den Rechtsstaat etwa abschaffen??
Der wird sich irgendwann ganz von selber abschaffen. Wir sind nur zu dumm es zu (be)merken. ;)

P.S. Mit dir zu diskutieren ist mehr als müßig. Ich habe ja in den Jahren hier ne Menge Diskussionen gehabt aber keine war / ist so einseitig wie mit dir.
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Beitrag von Arthur Dent »

Dazu relativiert man halt den hohen Stellenwert der Religion. Schon werden sich verfassungskonforme Gesetze finden (lassen).
Man müsste nicht den hohen Stellenwert der Religion, sondern den der Religionsfreiheit relativieren. Und Grundrechte zu relativieren bedeutet nichts anderes, als den Rechtsstaat zu unterminieren.
hafensaenger hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:
NOCH? Willst den Rechtsstaat etwa abschaffen??
Der wird sich irgendwann ganz von selber abschaffen. Wir sind nur zu dumm es zu (be)merken. ;)
Deine Ausführungen zu diesem Thema sind der beste Beweis dafür, dass das nur allzu wahr ist... :(
P.S. Mit dir zu diskutieren ist mehr als müßig. Ich habe ja in den Jahren hier ne Menge Diskussionen gehabt aber keine war / ist so einseitig wie mit dir.
Tut mir leid, dass ich bei so furchtbaren (wenn auch auf den ersten Blick für manche Leute attraktiven) Ideen wie der von Iwan darauf bestehe, das Ganze bis zum Ende durchzudenken. Allein schon, dass jemand so eine Idee überhaupt ernst nimmt, ist schon schlimm genug. Gut, dass wir vorläufig noch das Grundgesetz haben, dass uns vor so etwas schützt.
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Beitrag von Ebeyon »

Allein schon, dass jemand so eine Idee überhaupt ernst nimmt, ist schon schlimm genug.
Hier im Forum sind allerdings viele dieser Meinung wie Shadow. ;)
Es handelt sich hierbei nicht um eine hirnrissige verkorkste Meinung eines Einzelnen oder einiger weniger, sondern um eine viel diskutierte Meinung, die hier viele Anhänger hat: ohne gegensätzliche Religionen wäre die Welt friedlicher

Edit:
nicht zu vergessen, daß sich viele hier schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten Gedanken darüber machen, ihre Erfahrungen gemacht haben und so zu dieser Meinung gekommen sind.
Es handelt sich also nicht um eine spontane Schnapsidee oder Stammtischdenken.
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