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Verfasst: Di 08.02.2005 - 08:10
von Karyptis
Soso - je besser der Schnitt, desto dümmer die Person. Den muss ich mir merken ;) Dass Joabary stinksauer ist, ist nur verständlich.
Ich denke, dass man die Aussage schlecht verallgemeinern kann. Erst einmal kenne ich sie bis zum Erbrechen, da ich selbst zu einer dieser "dummen Personengruppe" gehöre ;) Der andere Grund ist, dass ich diese Aussage auf das mangelnder Verständnis beider Gruppen zurückführe ("Streber - Nomalschüler - Mentalität").

Ich will es etwas genauer erklären...

Irgendwann hatte ich die Nase voll davon, irgendwo auf der letzten Stufe der bildungsevolutionären Leiter zu stehen. Um dem abzuhelfen, beschloss ich etwas ganz Neues zu bewerkstelligen - lernen. Und weil sich mit der Zeit auch Erfolge einstellten, führte ein Automatismus dazu, dass ich diese Noten auch behalten, halten wollte - ergo verbesserten sich meine Zensuren.
Etwas anderes konnte ich mir auch schlecht leisten: Obgleich mich die restliche Klasse für einen Außerirdischen vom Planeten "Lernstoff" hielt, war man schockiert, waren die Zensuren einmal nicht meinem Schnitt entsprechend.
Man dichtete mir Dummheit im Quadrat an - mangelnder geistige Flexibilität, beispielsweise.

Was man mir wirklich hätte unterstellen können, war eine gewisse lebensfremde Einstellung, die geistige Flexibilität war später notgedrungen wichtig um den Schnitt zu halten, da die Klassenarbeiten immer häufiger diese abverlangten (wahrscheinlich bedienten sich meine Lehre aus dem Buch "Klassenarbeiten, leichtgemacht").

Diese "Streberart" verlor ich dann mit der Zeit von selbst - gearbeitet habe ich überdies auch nebenher. Das Leben ist hart genug. Jemand, der diese verrückten Flausen nicht verlor, so erfuhr ich aus Gesprächen, waren dann meine Ausbildungsleiterinnen. Tja, so kann es kommen ;)

Jede Arbeit, bei der man auf irgendeine Weise ins Schwitzen kommt, ist Arbeit ;)

Umgekehrt ist es falsch, von Noten auf Intelligenz zu schließen. Im Programmierkurs hatten wir es mit der Sprache "Visual Basic" zu tun. Nichts besonderes, wohlgemerkt, aber wir hatten mitunter vier- bis achtseitige Listings. Es hätte gereicht, die Sprache zu verstehen und Teile des Programmcodes so schnell auf Abruf abliefern zu können.
Was macht unsere Einserkandidatin? Richtig, sie lernte alle Listings auswendig und schrieb eine glatte Eins.
Wäre ich Lehrer in dem Kurs gewesen, ich hätte dafür gesorgt, dass die "Auswendiglerner" ihr Fett wegbekommen hätten *fg*. Ich würde wollen, dass man den Stoff versteht und nicht zeigt, wie hoch die Lernkapazität ist ^^.

Grüße

Kary

Verfasst: Di 08.02.2005 - 08:23
von Tantalusss
Joabary hat geschrieben:Sorry, aber DAS ist Schwachsinn. "Wenn DIE arbeiten würden, ja, DANN wären sie ganz normal, würden sich 'normal' benehmen etc.". Ich HASSE diese Phrase. Ich habe nie "gearbeitet" in dem Sinn während meiner Schulzeit. Weil das Geld, das ich von meinen Eltern bekommen habe, ausgereicht hat. Bin ich deshalb zu einem verwöhnten, verblödeten Abiturienten geworden? Ich behaupte mal ganz dreist: Nein.
Joa ich glaube du hast mich nich verstanden ... ich rede i.M. (hätt ich vlt. dazuschreiben sollen) nich von denen die Büffeln und Pauken, Nein definitiv nicht, die arbeiten ja auch (lernen&verstehen, wie du gesagt hast)

Nein, es geht mir eigentlich um die, die bei uns z.B. Regiment führen. Schwänzen die Schule, saufen sich regelmässig die Hucke voll, etc.
Diese Leute führen bei uns an der Schule das Regiment. Sie haben eine Gruppendynamik und bestimmen, was IN und was OUT ist. Leider sind sehr sehr viele unserer Schüler nicht stark und klug genug, sich eigene Meinungen zu bilden und dienen nur als Mitläufer :(

Was ich damit aussagen will: Es geht mir mit dem "DIE sollen ma ARBEITEN" nich um alle und nich um viele ... mir geht es dabei um DIE, die GARNIX tun, vom Lehrer persöhnlich mit nem Schnitt von 4,0-4,9 noch durchgezogen werden um ne Chance zu kriegen, die Chance mit Hand und Fuss treten, Schule schwänzen und denen auf die Nüsse gehen, die lernen wollen für nen guten Abschluss. Wenn die, die so schlecht sind (und bei uns als Klassenclowns und Gruppensprecher fungieren) ma arbeiten würden (und sei es nur lernen ;) ) dann würden die sicherlich auch verstehen, warum alle so sauer reagieren...

Ich will net sagen dass nur weil ICH Arbeite alle arbeiten müssen, Nein ganz im Gegenteil, jeder soll seinen Weg finden und den best möglichen machen, ABER: Ich finds halt besch..... wenn jemand arbeiten und lernen WILL (von sich aus) und dann von diesen Leuten unterbrochen wird :( Deswegen sage ich: "DIE sollen ma arbeiten" damit "die" auch ma sehen wie wichtig und anstrengend es auch so schon ist, auch ohne ständig provoziert und fertiggemacht zu werden :(

liebe Grüße
Tantalusss

@Joabary ... Ich würd net sagen, dass ich arrogant bin durch diese Arbeitsaussage ... Ich würde allerdings sagen, dass ich von der derzeitigen Schulsituation (auch kurz vor den Prüfungen) sehr enttäuscht bin ...

Verfasst: Di 08.02.2005 - 10:42
von Joabary
Sorry Tantalusss, war gestern noch bisschen angefressen weil ich ein erbauliches Gespräch mit jemandem hatte, der eben diese Meinung vertreten hat ("Gymnasiasten leisten nichts, was ist so schwer dran zu lernen, tut doch nicht weh, bla bla..."), deswegen. :wink:
Im übrigen tust du mir leid wenn du an so einer Schule bist, klingt ja sehr erheiternd...

@Karyptis: Also erstmal war meine Äußerung zur Beziehung Abischnitt - "Intelligenz" eine rein wertneutrale Beobachtung, ne? :D Und um gleich noch so ne Beobachtung in den Raum zu schmeißen: Alle jener Personen meines Jahrgangs waren weiblich und die meisten studieren jetzt etwas das mit BWL zu tun hat - wers mag. :D :wink:

Gegen Leute die lernen hab ich absolut nichts, aber was ich festgestellt habe ist, dass Schulnoten zumindest teilweise das Produkt völlig sinnloser Eintrichter-und-Wiederkäu-Vorgänge sind, bei denen ca. 5% praktisches Wissen hängenbleibt. Informationsaufnahme ohne Informationsverarbeitung, bei der man am Ende mit der Beurteilung einer "sehr guten" Bildungsbefähigung da steht. Na herzlichen Dank, da denke ich mir doch "Operation Abi gelungen, Patient hirntot".

Und was die Lernbegeisterung betrifft, die hab ich ja selbst erfahren, und zwar teilweise auch in (für mich) völlig abstrakten Fächern wie Mathematik (diese Anflüge waren aber auch eher kurz :D ). Aber wenns darum ging bis zum Erbechen zu Lernen oder statt dessen was mit Freunden zu machen hab ich mich jedes Mal fürs Letztere entschieden, und das habe ich noch nie bereut. :wink:

Verfasst: Di 08.02.2005 - 12:30
von Tantalusss
Macht doch nix Joa ... da wär ich genauso angefressen ...

Desweiteren finde ich (ich kann mich auch täuschen ...), dass teilweise unsere Musik dran Schuld ist ...

Siehe bestes Beispiel: Sido ... bei allen Kids beliebt, nimmt kein Blatt vor den Mund und verdreht Bildlich Tatsachen ...

Auszug der Lyric von "Mama ist stolz auf mich":
SIDO aka DIE MASKE hat geschrieben: ... "Ich hab die Schule verkackt,
Und zwar so schlecht wie keiner.
Man war halt nicht so konzentriert,
wenn man schon morgens high war.
Mama sagt nicht "Leider.".
Mama sagt
/OK/
Mama steht hinter mir,
Und ich geh meinen Weg.
Der verläuft zwar schräg
neben der Realität,
Doch ich weiß,
Mama hats verstanden, worum es mir geht."
Solche Texte (finde ich) zerstören das Realitätsbild, dass Jugendliche brauchen ... Vom demher wundert mich langsam garnix mehr...

liebe Grüße
Tantalusss

Verfasst: Di 08.02.2005 - 12:35
von hafensaenger
Sido (und manch anderer aus der HipHop Szene) hat sowieso komplett einen an der Kerze. ;) Man könnte jetzt eine Lanze für diese "Künstler" brechen indem man sagt:

"Die kennen es nicht anders. für die gibt es keinen anderen Weg zur Konfliktlösung.

oder

Um Eko, Sido und den ganzen Mist der darum gewachsen ist zu verstehen, braucht man wohl Kenntnisse zum Leben der beteiligten. Der Großteil kommt doch sozusagen ausm "Ghetto" und da ist das eben normal. Sicher ist das nicht "der" Weg den man gehen sollte, aber die haben es nie anders gelernt."

Aber rechtfertigt das ihre Einstellung zum Leben sowie manche derben Lyrics?

Verfasst: Di 08.02.2005 - 13:14
von Joabary
Öh, ich würde einfach mal sagen, die Prolorapper machen einen auf Ghetto, weil sich damit schön Geld verdienen lässt. :D

Verfasst: Di 08.02.2005 - 13:29
von Ebeyon
Hui, die Musik als Verderber der Jugend! Das Argument hat glaube ich schon jede Generation vor uns vorgetragen... ;)

Nein, mal im Ernst, okay solche Musik könnte u.U. einen schlechten Einfluß bzw. eine "ist doch eh egal"-Mentalität fördern (als Schul-Looser kann man sich in solchen Texten schon wiederfinden. Aber mal im Ernst, ich traue den (meisten) heutigen Jugendlichen schon zu, zu erkennen daß es hier um Musik und nicht um das Lernen einer (Anti-)Lebensphilosophie geht.
Beatles, Stones, Ozzy, Maiden, Metallica, die haben auch keinen bleibenden Schaden hinterlassen, obwohl die Eltern der jeweiligen Fans die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben...

Mein Geschmack ist Sido und Co. allerdings auch nicht. Vor allem das ganze Zeugs aus USA: wo es in den Rap-Videos nur darum geht, möglichst dicke Goldketten, fette Autos und pralle Frauenär**** äh -popos in die Kamera zu zeigen.

P.S.: habe als Negativ-Beispiel erschreckenderweise einen 6-jährigen albanischen Jungen auf dem Spielplatz erlebt, der sprach die ganze Zeit von "coole-gangsta-style"

Verfasst: Di 08.02.2005 - 20:51
von Ephirnion
Nun, ich muss sagen, dass mein Abidurchschnitt auch nicht der weltbeste war :o und das es durchaus Leute gegeben haben soll, die besser waren als ich. Sogar nen Einser-Abi-Schnitt hatten manche. Und was soll ich sagen, es gibt wahrscheinlich unter den klugen Schülern genauso viel dumme wie unter den doofen. :D Ich hab nen Freund, der is wirklich gut, oh man, wie ich ihn manchmal beneidet habe :)) der konnte irgendwie alles (außer Bio *hehe*). Und das lustigste daran war, dass er dafür noch nicht mal was machen musste. Sicher, er war kein Mensch, der sich die Hirse wegkiffte oder ständig besoffen war (außer beim Abigag :P ). Er las sehr viel ziemlich schwere Kost wie Kant oder son Kram (bei dem Mann versteht man sogar den Buchtitel kaum). Also der hat wirklich was auf dem Kasten und wie soll ichs sagen, dem traue ich auch was zu.
Dann gabs aber auch die Streber(-innen; bei uns waren es eher die Damen der Schöpfung) die sich wirklich die Nächte um die Ohren geschlagen haben. Im Unterricht waren sie unschlagbar (was nicht hieß, dass sie Lehrers Liebling waren; denn unsere Pauker waren da irgendwie cool :unschuldig: ), auch Transferaufgaben konnten sie ausgezeichnet lösen. Aber wehe, man schnitt mal ein Thema an, das nicht im Schulbuch stand... oje :sleep: Was dann für ein geistiger Unfug verzapft wurde, weil sie meinten einfach etwas dazu sagen zu müssen (auch so eine nervige Sache: Schlaue Leute scheinen immer alles in Frage stellen zu müssen), da konnte einem schlecht werden. Tagesschau kannten sie nur deshalb, weil es mal Hausaufgabe war diese zu sehen und MTV war für sie mehr ein Multi-Transfer-Vector als ein ziemlich übler Musiksender. Prädikat weltfremd.
Und tut mir leid, wenn ich es so krass sage, aber irgendwie erkennt man solche Leute am Gang. Ich will nicht gehässig klingen oder herablassend, aber ich finde es ist ziemlich offensichtlich, wer Streber ist und wer nicht (wobei Streber ja auch so ein Wort ist, bei dem sich die Geister scheiden, also bitte nicht übel nehmen, bitte, bitte). Ich frage mich eines: Können die, oder wollen die nicht anders sein. Zum Glück hatte ich das Glück auf einer Schule gewesen zu sein (wir wohnen ja auch aufm Land :D), wo man noch relativ tolerant war, sprich ein solcher Menschenschlag wurde nicht wie andernorts gemobbt oder schlichtweg verprügelt, aber irgendwie fanden die es meistens nicht nötig sich zu integrieren. Auf Stufenpartys war kaum jemand zu sehen und wenn dann doch mal einer kam (nur um um Zehn wieder zu gehen), dann bestellte man sich ein Wasser und stellte sich mit einem geilen Holzfällerhemdchen in die Ecke.... hallo? Ich meine, was sind das für Eulen. Meine Prioritäten liegen ja schon extrem anders, als bei den meisten, aber anscheinend hab ich noch viel zu lernen, was Toleranz angeht.
Naja, soviel zu meinem kurzen Abriss über Streber.

Jetzt mal zum eigenlichen Thema: Ich glaube, dass es nur verständlich ist, dass die älteren Generationen immer sagen, dass die Jugend verblödet. Das haben meine Eltern hören müssen und meine Großeltern auch. Und um wirklich objektiv darüber urteilen zu können muss man wohl von einem anderen Stern kommen - wobei dann natürlich die Gefahr besteht, dass man uns als komplett bescheuert ansieht.
Jedenfalls liegt die Sorge in den meisten Fällen doch eher da, dass die jungen Menschen nicht nur anders sind, als die Generationen vorher, sondern schlichtweg verkommen. Dumm zu sein ist keine Schande, aber daran nichts ändern zu wollen finde ich schlimm - für die betreffende Person aber auch für alle anderen.
Ich für mich kann nur sagen: Ich weiß es nicht. Es gibt vieles, was ich kann und viele Jungs und Mädels mit 16 heute nicht können (wenn man sich mal vorstellt, dass ich gerade mal 4 Jahre älter bin als die :D , klinge ich schon wie ein Mann mit 60). Aber es gibt doch auch Dinge, die ich nicht kann. Eine HP programmieren? öhem.... die Musikcharts rauf und ruter beten... ähem.... ein Mofa frisieren... tja....
Aber die Frage ist doch, ob man sich von den Fähigkeiten in Zukunft auch ernähren kann.

Verfasst: Di 22.03.2005 - 14:56
von Ebeyon
hier ein kurzer Einwurf zur Allgemeinbildung unserer Promi-"Vorbilder":
bei der 2. Bravo Super Show in Hannover wurden einige Promis zum Thema Ostern gefragt (warum, weshalb, wieso), Wissen=0.
Gefragt wurden unter Anderem: DJ Bobo, Mousse T. Otto Waalkes, Alexander, Yvonne Catterfeld und ein Rapper (ich glaube es war DJ Tommek). Und alle haben sie komplett versagt. Der Name "Jesus" kam nicht einmal als Antwort.
Wenigstens die Sängerin von Silbermond konnte den Zusammenhang zwischen Hase und Ostern erklären...(als einziger Lichtblick).
Okay, da wurden jetzt natürlich nur die Versager in dem Bericht gezeigt, vielleicht haben 500 andere Promis richtig geantwortet... aber so eine Lücke finde ich mehr als peinlich.

Verfasst: Di 22.03.2005 - 18:25
von Argh
Hi ;)

eine erstaunliche Diskussion ist dies hier ja :D
  • * Meine Beobachtung: Ungebildete findet man auch in Scharen als Studies an den UNIs :))
    * Erstaunlich wie hier Fakten, Informationen und Hintergründe bis zur Falschaussage verkürzt werden. :unschuldig:
    * Verwunderlich, das hier einer Verkürzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts das Wort geredet werden kann ohne das ein Aufschrei der Empörung durchs Board geht. ?(
    * Die jenigen die eine unbeschwerte Schulzeit hatten sollen sich freuen, aber auch mit Respekt an die denken die sich ihre Ausbildung mit Arbeit erwirtschaften müssen I)
Zum Fernsehen: natürlich macht Fernsehen doof .... ich habe mein Lebtag noch keinen Menschen getroffen der durch Fernsehen etwas dazu gelernt hat - in sofern müsste ständig eine Einblendung erfolgen, die dem Warnhinweis auf Zigarettenschachteln entspricht. Es müssten auch entsprechend hohe Gebühren/Steuern einbehalten werden um die durch das Fernsehen erzeugten Schäden wieder auszugleichen.

Grüsse Argh :bounce:

Verfasst: Di 22.03.2005 - 18:42
von Cassie
Argh hat geschrieben:ich habe mein Lebtag noch keinen Menschen getroffen der durch Fernsehen etwas dazu gelernt hat
Warum schau ich mir dann so gerne BBC-Dokumentationen an?

Und das ZDF ist eigentlich auch sehr gut darin, Wissenssendungen zu produzieren.

Verfasst: Di 22.03.2005 - 19:00
von Joabary
/me erwähnt mal Phoenix, 3sat und Bayern alpha. :D

Verfasst: Di 22.03.2005 - 19:28
von Manni_B
... nun ja, das sind spezielle Kanäle und nicht das allgemeine TV. Bei längerem Zuschauen mancher Sendungen wird mir speiübel. :wuerg:

Wenn ich mich weiterbilden möchte besorge ich mir ja auch die entspechende Lektüre und nicht die 'Bild' - Zeitung.

Verfasst: Di 22.03.2005 - 22:27
von Argh
Hi ;)

ich sprach nicht vom Gucken sondern vom Lernen :D

den einzelnen Videos mag ich die Qualiäten nicht absprechen, aber lernen bedeutet ja mehr - lernen bedeutet ja den sicheren Erwerb von Wissen um Erklärungs- und Handlungsmuster zubekommen. Dazu ist die Reflektion des gesehen wichtig. Ausserdem muss man sich mit anderen Austauschen und Dinge ausprobieren. Kurz lernen ist mehr und für dieses Mehr raubt einem die Glotze die Zeit.

Ich will hier nicht die zahllosen Studien zitieren, aber Fernsehen bringt wirklich niemand weiter sondern ist im besten Falle ein netter Zeitvertreib. ;)

Grüsse Argh :bounce:

Verfasst: Di 22.03.2005 - 23:07
von hafensaenger
Harald Schmidt nannte nicht umsonst vieles was in der Glotze läuft so treffend "Unterschichtenfernsehen". :D :unschuldig: Bis auf einge Dinge auf Phoenix, 3sat , Arte , ZDF wüsste ich auch nichts was es wert wäre vor der Glotze zu verweilen.

Das Lernen findet woanders statt und man "kann" ständig etwas dazulernen.

Verfasst: Mi 23.03.2005 - 05:56
von Ebeyon
Hallo Argh,
* Erstaunlich wie hier Fakten, Informationen und Hintergründe bis zur Falschaussage verkürzt werden.
* Verwunderlich, das hier einer Verkürzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts das Wort geredet werden kann ohne das ein Aufschrei der Empörung durchs Board geht.
kannst Du mir diese beiden Punkte erklären, die habe ich nicht verstanden, ich hoffe, ich habe mich dadurch nicht auch als ungebildet geoutet I) .

Ich stimme Dir überein, daß Wissenssendungen unheimlich interessant sind und ich sie auch sehr gerne sehe, der Lernfaktor ist bei gesehenen Dingen tatsächlich aber nur bei ca.5% (naja vielleicht 10% weil man es ja zusätzlich gehört hat).
Ich habe zum Beispiel viele Dokumentationen über den zweiten Weltkrieg gesehen. Sollte ich jetzt einen Test mit Daten, Fakten und Zahlen schreiben müssen, so würde ich versagen. Die Bilder haben aber ausgereicht, um mir einen kurzen Einblick davon zu bekommen, wieviel Leid und Elend, wieviel Zerstörung und Wahnsinn in dieser Zeitepoche liegt auch wenn ich sie nicht persönlich erlebt habe.

Verfasst: Mi 23.03.2005 - 08:43
von Argh
Hi ;)

ich meine Aussagen wie:
Der Unterrichtsstoff muss "ausgemistet" werden. Es gibt so vieles, was man während der Schulzeit lernt und dann niemals wieder gebraucht hat. Gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern würde es m.E. reichen, den Schülern ein gewisses Mass an Grundwissen beizubringen.
Ausgemistet werden ist einfach zu pauschal - natürlich wird man für eine solche Aussage immer Beifall erhalten, dem jeden sind Sachen in Erinnerung die er nicht hätte lernen brauchen. Aber wie sieht es aus wenn man diese Frage im Detail anguckt?

Meiner Meinung nach wird auch viel zu viel Wissen ohne die ´notwendigen Zusammenhänge vermittelt - viel zu viel Faktenwissen wird isoliert abgespeichert und erweißt sich als unerträglicher Balast und viel zu wenig wird interdisziplinär vermittelt. Viele Lehrer arbeiten als Solodarsteller und schlagen keine Brücken in die Nachbardisziplinen.

Daneben erhält auch wirkliche Bildung kaum Anerkennung - Sendungen wie die von Günter Jauch erfordern lediglich das Abgeben von richtigen Stichworten - Lösungen oder Analysen sind nicht gefragt.

Grüsse Argh :bounce:

Verfasst: Mi 23.03.2005 - 09:14
von Ebeyon
Hi Argh,

okay, jetzt habe ichs verstanden. I) I) I)

Also das Verknüpfen verschiedener Disziplinen in der Schule wird wirklich nicht vollzogen. Auch das Erkennen von Zusammenhängen und die Übertragbarkeit auf andere Problematiken wird wenig unterstützt.
Teilweise aber habe ich den Eindruck, bei manchen Menschen (und Lehrern) fehlt nicht nur der "Blick fürs Ganze"; sondern auch das Bewußtsein, daß es sowas überhaupt gibt, ist gar nicht erst vorhanden.

Irgendwann kam hier mal die Frage auf, wozu es (also Allgemeinbildung) überhaupt nützlich sein soll...
Hm, also (über-)leben kann ich auch ohne zu Wissen, daß Sterne weit entfernte Sonnen sind ( :D ),
wenn ich von hieraus eine Brücke zu dem Thread über den Sinn des Lebens schlage, dann hilft ein gewisser Blick fürs Ganze schon bei solchen philosophischen Überlegungen. Okay, davon werde ich auch nicht satt, aber ich lebe nur ein paar klitzekleine Jährchen auf diesem Planeten, dann bin ich tot. Ob mir ein menschliches Bewußtsein für diesen kurzen Augenblick in der Ewigkeit gegeben wurde um mich mit Jamba-Klingeltönen zu beschäftigen ist natürlich fraglich.
Oh Mann, das hätte ich jetzt wohl doch besser in den anderen Thread schreiben sollen...
Sinn des Lebens-Thread

Um aufs eigentliche Thema zurückzukommen:
Ja Argh, pauschal ausmisten ist natürlich nicht so toll, etwas mehr Lebens- und Realitätsnähe in der Schule wäre angebrachter...

Verfasst: Sa 02.04.2005 - 18:18
von Princess of Darkness
Woran es liegt??
Keine Ahnung, ich versuche mein Möglichstes meinen Kindern so viel Wissen wie möglich zu vermitteln. Ich weiss nicht alles, aber ich weiss wo ich nachschlagen kann..ja nachschlagen.. obwohl ich mir selber viele Informationen übers I-net ziehe, habe ich eine grosse Anzahl von Nachschlagewerken, denn da hab ich was in der Hand.

Bin nicht Fan von Pisa-Studien, aber das Ergebnis ist doch erschreckend. Genauso wie das abschneiden meiner 15 jährigen Tochter in Modultests, Mathe, Deutsch, Naturwissenschaft und Technick, Franz und Englisch alles im Durschnitt, aber Allgemeinwissen unter jeder Sau.

Hab folgenden Link, Leuten in meinem Bekanntenkreis gegeben, *schmunzel* versucht es selber.. good luck

http://wetter.rtl.de/redaktion/gamechannel/dart/

Verfasst: Mo 02.05.2005 - 07:15
von Ebeyon
Hi princess,
was hat denn der Link zur Wetterseite hier zu suchen?
I)