Quest 2 - Die Elfen von Siannon

Die Tantalischen Berge - Land des Tantalusss

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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Tomás wütete im Kreise Baralis Angreifer wie ein Fuchs im Hühnerstall. Was zur sofortigen Folge hatte, dass sich Baralis nicht weiter bemüßigt sah zu kämpfen, sondern lieber seine Kräfte schonte und zusah.
Auch wenn keiner seiner Gegener eine ernsthafte Gefahr war, so hatten sie doch durch ihre schiere Anzahl einigen Vorteil. Bevor der Kleriker alle erledigen konnte, blutete er aus mehreren minderen Wunden an Armen und Beinen. Auch seine Kutte war nun nicht mehr blütenweiß. Friedlich vereinigten sich fremdes und eigenes Blut darauf.

Schweratmend lehnte sich Tomás an die Höhlenwand um wieder zu Kräften zu kommen. Sein Blick fiel nach vorne: Der Kampf mit dem Hohepriester hatte Cadrim gar nicht gut getan. Jeanne bemühte sich ihm Luft zu verschaffen, begab sich dabei aber selber in große Gefahr. Tomás war zu weit entfernt und zu lädiert um schnell eingreifen zu können. "Baralis, habt ihr keine Möglichkeit ihm zu helfen?" Der Angesprochene sah ihn an, als hätte er ihm einen unsittlichen Antrag gemacht. Grimmig fügte Tomás hinzu: "Wenn dieser Hohepriester nicht besiegt wird, geht es auch euch an den Kragen, seid versichert. Entweder durch ihn oder durch mich!"
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

Cadrim war geblendet, doch seine anderen Sinne waren von dem Zauber nicht betroffen. Als seine feinen Elfenohren eine asynchrone Schwingung inmitten des akustischen Chaos um ihn herum wahrnahmen, duckte sich der Dunkelelf mit einer katzengleichen Geschmeidigkeit, ließ sich auf den Boden fallen und trat mit voller Wucht in die Richtung, aus der er das Geräusch gehört hatte. Die Weißkapuze, die den augenscheinlich hilflosen Magier mit einer Keule hatte erschlagen wollen, schrie schmerzerfüllt aus, als der Tritt des Dunkelelfen seine Kniescheibe zertrümmerte. Cadrim rollte sich herum und kam wieder auf die Füße, dann versuchte er sich die Aufteilung des Raums und die Position, die er und der Hohepriester zuvor eingenommen hatten, ins Gedächtnis zu rufen. Dem Dunkelelfen brach der Schweiß aus, als er hörte, wie die kreischende Stimme des Hohepriesters in ein Cressendo überging, dem gleich das charakteristische Geräusch einer magischen Entladung folgen würde. Panisch tastete er blind um sich, suchte einen Felsbrocken oder einen Stalagmiten, hinter dem er sich verstecken konnte, doch da war nichts! Gerade als er sich hoffnungslos zusammenkauern wollte, brach der Gesang des Hohepriesters ab und ein Schrei erklang. Der Schrei einer Frau! Cadrim kannte sie noch nicht allzu lange, aber sein perfektes Gehör registrierte sofort, dass es sich bei dieser Stimme um die der Paladine handeln musste, die auf sie (oder besser Tomás) gestoßen war.

Cadrim lächelte böse, wusste er doch, dass der Hohepriester zumindest zweitweilig abgelenkt war und sich nicht mit ihm beschäftigen konnte. Der Dunkelelf machte sich gerade Gedanken, was er gegen seine derzeitige Blindheit unternehmen könnte, als das strahlend helle Licht, dass ihn die ganze Zeit geblendet hatte, anfing zu verblassen und nicht mehr sein ganzes Blickfeld ausfüllte. Cadrim zwinkerte mehrmals und rieb sich heftig die Augen, bis er wieder deutlich und klar sehen konnte. Verwundert starrte Cadrim um sich, bis er die Lösung für dieses Phänomen fand: Natürlich, der Zauber war zeitlich beschränkt und hatte nun seine Wirkung verloren. Es blieb zwar noch ein schmerzliches Stechen in seinen Augäpfeln zurück, doch der Dunkelelf ignorierte diese Unbequemlichkeit und konzentrierte sich lieber wieder auf den Hohepriester, der gerade mit Jeanne focht. Cadrim fragte sich kurz, warum die Paladine ihr Schwert wie die Flügel einer Windmühle durch die Luft wirbeln ließ, doch dann wurde ihm klar, dass dies die einzige Möglichkeit war, den verderbten Priester vom Sprechen einer weiteren Zauberformel abzuhalten. Er war zu sehr damit beschäftigt, die unberechenbaren Angriffe der jungen Frau mit seinem Übelkeit erregenden Dolch zu parieren, als dass er einen Zauber hätte wirken können.

Doch Cadrim sah auch, dass Jeanne das nicht mehr lange aushalten würde, ihre Angriffe wurden bereits langsamer und sie biss die Zähne zusammen, als sich die Erschöpfung ihrer bemächtigen wollte. Der Dunkelelf kämpfte gegen seine eigene Müdigkeit an, die er erst jetzt, da er wieder sehen konnte, richtig wahrnahm. Er schüttelte den Kopf, um die Wellen der Übelkeit, die über ihm zusammen zu schlagen drohten, zurück zu drängen und kämpfte den aufkommenden Brechreiz nieder. Bunte Sterne funkelten vor seinen Augen und sein aufgeblähter Kopf fühlte sich an, als würde sich ein Zwerg mit einem großen, schweren Hammer daran zu schaffen machen.
Das hatte er alles diesem verfluchten Hohepriester zu verdanken! Cadrim knurrte, ein animalischer Laut. Er rappelte sich auf, machte einen Schritt nach vorne - und wäre beinahe in einer Blutlache ausgerutscht. Der Dunkelelf fing sich jedoch noch rechtzeitig und entfesselte seine Magie, um den Hohepriester ein für alle mal zu vernichten. Die zwei Blitze lösten sich von Cadrims Fingerspitzen in dem Moment, als ein von Baralis gewirkter Fluch den Hohepriester traf.
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Jeanne Pax
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Beitrag von Jeanne Pax »

Jeanne lenkte den Hohepriester von Cadrim ab. Sie schwang ihr Schwert in gekonnten Bögen, um ihn sich vom Leib zu halten. Die vielen Übungsstunden mit ihrem Onkel zahlten sich nun aus.

Allerdings merkte sie wie ihre Arme immer schwächer wurden lange würde sie dieses Tempo nicht mehr aushalten.

Als sie schon am verzweifeln war, merkte sie wie der Hohepriester inne hielt. Im nächsten Moment zischten zwei Blitze an Jeanne vorbei. Sie duckte sich ab und sah wie der Hohepriester anfing vor Schmerzen zu schreien und in sich zusammen zu sinken.

Jeanne kroch dicht am Boden bleibend von ihm weg.
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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Baralis Augen brannten vor Wut, aber er griff Tomás nicht an, sondern begann mürrisch die übertriebenene Handbewegungen auszuführen, die zu einem Zauber wohl unabdingbar waren. Vielleicht nicht unabdingbar für die Wirksamkeit des Zaubers, aber wohl für die Beeindruckung der Zuschauer. Der Hohepriester schien kurz in ein purpurnes Licht getaucht. "War das alles?", sagte Tomás sarkastisch, da schlugen Cadrims Blitze in den Körper des Ordensobersten ein. Seine Schreie hallten in der Höhle hin und her und schlugen die letzten Weißmützen in die Flucht.
"Das war wirksamer!" Tomás sah Baralis anklagend an. "Dummkopf! Ohne meinen Fluch, wäre Cadrims Zauber nie so durchschlagend gewesen!" Ganz gekränkte Eitelkeit wandte sich Baralis ab und begann die Taschen der nächstliegenden Weißmützen zu druchforsten.

Noch immer schrie der Hohepriester. Aber war er wirklich schon erledigt? "Schlagt ihm verdammt noch mal den Kopf ab, bevor er sich erholt!", brüllte Tomás zu Jeanne herüber. Konnte die denn nur mit dem Schwert herumfuchteln? Humpelnd und grummelnd machte er sich auf den Weg zu ihr, die noch zögerte. Frauen! Mußte man denn alles selber machen!
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

Der ausgiebige Gebrauch seiner Magie und die Zauberbanne, die ihn selbst getroffen hatten, forderten nun endgültig ihren Tribut. Cadrim sah befriedigt, wie der Hohepriester unter den magischen Attacken der beiden Dunkelelfen zusammensackte, doch wurde sein vermeintlicher Sieg geschmälert, als er sah, wie sich der Mann bewegte. Dieser blutrot gekleidete Kerl war vielleicht zäh! Cadrim hätte ihm gern ein für alle Mal ein Ende bereitet, doch in seinem derzeitigen Zustand vermochte er nicht einmal eine Fliege zu grillen. Seine Hand glitt zur Armbrust - leer. Und um einen neuen Bolzen einzulegen und die Waffe wieder zu spannen, fühlte sich der Magier bei weitem zu schwach. So winkte er nur Jeanne vage zu, als wollte er ihr befehlen, den Hohepriester auf eine beschauliche Reise ins Jenseits zu schicken, wo er dann eventuell auch seinen Dämonenfreunden einen Besuch abstatten konnte.
Erschöpft drehte sich um und ließ seinen Blick durch die Höhle schweifen, als ihn ein scharfer Schmerz durchzuckte. Fassungslos blickte er auf seine linke Seite, aus der das Opfermesser des Hohepriesters stak. Einer der letzten Anhänger des Dämonenklerikers hatte es wohl zur Hand genommen, kurz nachdem es dem schlaffen Griff des ehemaligen Besitzers entglitten und von dem erhöhten Podest auf den Boden der Höhle gefallen war. Er hatte sich an Cadrim angeschlichen, wobei er es durch die Nutzung mehrerer Stalagmiten als Deckung geschafft hatte, von den Gefährten des Dunkelelfen nicht bemerkt zu werden.

Eigentlich hätte der Dolchstoß töten sollen, doch durch die Bewegung Cadrims, der ja gerade im Begriff gewesen war, sich einmal um die eigene Achse zu drehen, glitt das gebogene Messer an den Rippen des Magiers ab. Auch wenn die Wunde nicht sofort tödlich war, so brannte sie doch wie Feuer und genügte, um Cadrim fast wahnsinnig vor Schmerzen zurückzulassen. Der Zauber, der auf der verderbten Klinge lag, wirkte kurz darauf, die Magie kümmerte es nicht, ob das Messer tief im Fleisch des Gegners saß oder die Haut nur geritzt hatte. Erneut wurde Cadrim von einem ungeheuren Schwächegefühl beinahe erschlagen, die Wellen der Bewusstlosigkeit schlugen über seinem Kopf zusammen und es wurde ihm schwarz vor Augen, so nachtschwarz, wie seine Haut, noch schwärzer als eine mondlose Nacht. Doch Cadrim biss die Zähne zusammen und kämpfte gegen die drohende Ohnmacht an, er versuchte den finsteren Schleier, der sich vor sein Blickfeld geschoben zu haben schien, zu teilen. Endlich gelang es ihm, wieder die Kontrolle über seinen Körper zu erlangen, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie die Kapuze vor ihm den Dolch wieder aus der Wunde herausriss, die Augen hinter dem weißen Stoff blitzten wütend und unerbittlich auf. Der Fanatiker bereitete einen neuen, vernichtenden Stoß vor und Cadrim konnte nur dastehen und zusehen, wie die Klinge die Luft zerschnitt. Zu schwach war er, als dass er etwas hätte unternehmen können.
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Jeanne Pax
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Beitrag von Jeanne Pax »

Jeanne sah wie der Hohepriester am Boden lag. Sie ging auf ihn zu und rammte ihm mit voller Wucht das Schwert in die Brust.
Der Hohepriester bäumte sich noch kurz auf und fiel dann wieder zurück und bewegte sich nicht mehr.

Jeanne sah wie Tomàs auf sie zukam und einen überraschten, aber auch zufriedenen Gesichtsaudruck hatte.

Plötzlich wie von allen guten Geistern verlassen hechtete Jeanne an Tomàs vorbei. Sie rannte wie der Teufel mit dem Schwert in der Hand in die Richtung in der Cadrim stand.
In letzter Sekunde schaffte sie es Cadrim und einen der Fanatiker zu erreichen. Sie nahm noch einmal alle Kraft zusammen und schlug mit dem Schwert auf den Fanatiker ein.
Sie traf ihn seitlich am Hals, so dass sich dort eine klaffende Wunde auftat. Der Fanatiker fiel hin und röchelte nur noch, Jeanne gab ihn noch einen Stoß mit dem Schwert und er war tot.

Sie drehte sich zu Cadrim um und sah, dass er verletzt war. Wild gestikulierend winkte sie zu Tomàs und deutete ihm an herüber zu kommen.
Der wird triumphieren, der weiss, wann gekämpft wird und wann nicht.
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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Tomás benutzt den Hammer GOttes als Gehhilfe als er zu Cadrim hinüberhumpelte. Mit zusammen gebissenen Zähnen ließ er sich langsam neben ihm nieder. Es wurde Zeit seine Wunden zu versorgen, aber vorerst war Cadrim dran.
Mit geübten Händen untersuchte Tomás seine Wunden. Er stutzte. Der Dolchstoß hatte nur eine kleine Wunde verursacht, aber sein Gefährte hatte einen Blutverlust erlitten als wäre er quer aufgeschlitzt worden. "Ihr braucht Blut. Doch sollte es von eurer Rasse sein. Schade, dass ihr keinen Landsmann dabei habt."

Baralis, der sich in seinen Plünderungen angenähert hatte, hielt unbemerkt von Tomás inne und arbeitete dann hastig weiter, um sich schnell von der Gruppe zu entfernen.

"Wir werden also das Blut langsam wieder aufbauen müssen. Hier, trinkt das." Der Kleriker flößte Cadrim einen Trank ein, der so übel schmeckte, wie es von potenten Medizinen erwartet wurde, und versorgte dann die Dolchwunde.
Anschließend widmete er sich den eigenen Verletzungen, wurde aber unterbrochen. "Öh, ich glaube, ich verdanke euch meine Leben." Der Junge Mann vom Opferaltar war nähergetreten und schaute die Gruppe unsicher an, als wäre er nicht ganz sicher, ob sie ihn nicht nur gerettet hatten, um ihn selber opfern zu können.
Tomás schaute auf und sagte kurz: "Nein, euer Leben verdankt ihr GOtt" Dann versenkte er sich in ein Heilgebet und übersah so den Anflug von Panik, den seine Worte ausgelöst hatten.
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

Cadrim war viel zu benebelt, um Jeanne selbst ein schwaches Lächeln zu schenken. Seine gemurmelten Worte, die sich verdächtig nach "Wurde ja auch Zeit" anhörten, verklangen ungehört, während er in den Knien einsackte. Der Dunkelelf fühlte sich so schwach wie ein neugeborenes Kätzchen, alle paar Sekunden verschwamm seine Sicht und Dunkelheit drohte sich über ihn zu legen, während er das kaum zu unterdrückende Verlangen spürte, sich kräftig zu übergeben. Das tat er dann auch gleich und entleerte seinen Mageninhalt über dem Steinfußboden. Schwach und am Rande der Bewusstlosigkeit wischte sich Cadrim mit dem Mantelsaum über den Mund und mied Jeannes Blick. So abgebrüht er auch war, diese Situation war ihm doch ein kleines bisschen peinlich. Daher war der Dunkelelf auch erfreuter als sonst, als Tomás auf ihn zukam und ihm so eine Möglichkeit bot, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Die Wunde an seiner Seite schmerzte höllisch und das war auch das geeignete Adjektiv, um den Geschmack des Trankes zu beschreiben, den der Kleriker Cadrim einflößte. Oder vielleicht passte 'abscheulich' besser? Möglicherweise aber auch 'widerlich'...

Nun ja, auf jeden Fall schienen Tomás Heilkünste nicht allzu sehr verkümmert zu sein, denn tatsächlich fühlte sich Cadrim daraufhin ein wenig besser. Ob das einfach daran lag, dass er möglichst schnell gesund werden wollte, um den ekelhaften Geschmack des Tonikums nicht noch ein weiteres Mal genießen zu müssen, sei dahingestellt. Bei der Bemerkung des selbsternannten Propheten GOttes stutzte Cadrim allerdings und runzelte die Stirn, wobei man das im Schatten seiner hochgeschlagenen Mantelkapuze natürlich nicht sehen konnte. Tomás sollte froh sein, dass nicht noch mehr seiner Rasse hier waren. Cadrim fand, dass er sich selbst doch sehr beherrscht hatte und war sich sicher, dass dies andere Vertreter seines Volkes nicht mit einer solchen Selbstverständlichkeit bewältigt hätten. Als er das Gesicht des jungen Mannes bei Tomás' Worten sah, der als Opfer für den Kult gedacht gewesen war, schien es ihm, als könnte er die Gedanken des Burschen hören, ohne dass dieser sie laut aussprach. Cadrim grinste. Der arme Kerl schien von einer Gruppe Fanatiker in die nächste gestolpert zu sein!
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Jeanne Pax
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Beitrag von Jeanne Pax »

Jeanne war erschöpft und steckte ersteinmal ihr Schwert weg. Sie sah Tomàs bei seinen Heilversuchen zu und beneidete Cadrim nicht darum diesen Trank zu sich zu nehmen.

Als der junge Mann auf sie zukam, fragte sie ihn, wie er in diese missliche Lage gekommen sei. Er stammelte irgendetwas von Unterdrückung und Entführung. Richtig schlau wurde Jeanne aus seinen Worten nicht.

Sie machte sich Gedanken, wie es jetzt weitergehen sollte. Cadrim war recht schwach und Baralis war nur damit beschäftigt die Leichen zu plündern. Sie dachte bei sich, dass die drei Männer schon eine merkwürdige Gruppe waren. Wahrscheinlich müsste sie zu einem ruhigeren Zeitpunkt ersteinmal Nachfragen, welches Schicksal diese Männer vereint hatte.
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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

[Cadrim, du glaubst doch nicht, dass man deinen Blutverlust mit einem einzigen Trank ausgleichen kann. :D ]

GOtt ließ Tomás nicht im Stich und so durchflutete ihn bald GÖttliches Wohlbefinden: Seine Wunden schloßen sich und seine Kräfte kehrten zurück. Weitestgehend. Die frischen Narben schmerzten und juckten und Bäume ausreißen konnte er noch lange nicht. Aber wenn er es recht bedachte, Bäume ausreißen hatte er noch nie gekonnt. Setzlinge ja, Bäume nein.

Gestärkt untersuchte der Kleriker Cadrim aufs Neue. Er war zufrieden mit dessen Entwicklung. In einer Stunde würde er bereit für die nächste Dosis sein.

Baralis hatte inzwischen seine Fledderrunde beendet und trat zu den Gefährten, schwieg sich aber darüber aus, ob er etwas gefunden hatte. Als er sich nach dem Dolch des Hohepriesters bückte, schoß Cadrims Hand heraus und kam ihm zuvor. Tomás sah überrascht zu. Cadrims Rasse schien verborgene Reserven zu haben und überhaupt zäh zu sein. Baralis lächelte Cadrim säuerlich an, machte aber keine Anstalten, den Dolch mit Gewalt an sich zu nehmen. Stattdessen wandte er sich an den jungen Mann: "Stammt ihr aus einer reichen Familie?"
"Äh, nein, ich weiß nicht, wer meine Eltern sind, aber es werden wohl Bauern gewesen sein. Ich kam als Kleinkind in den heiligen Hain um dort meiner Bestimmung gemäß erzogen zu werden."
"Was ist eure Bestimmung?", mischte sich Tomás neugierig ein.
"Ich bin der Hainhengst."
Vier Augenpaare sahen den jungen Mann sehr interessiert an. Ob Jeannes Blick wurde er zusehends röter.
"Es ist eine heilige Bestimmung. Meine Manneskraft dient dem Hain und dem Land. Ich, äh, befruchte die Jungfrauen unserer Gefolgschaft stellvertetend für die Götter."
Die Blicke wurden eindringlicher, die Röte auch.
"Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, glaubt mir.", setzte er hastig hinzu. "Alles im Dienste der Götter, nicht der Lust. Wirklich. Es ist ein altehrwürdiger Brauch. Und wenn meine Manneskraft einmal versagen sollte, wird mich der nächste Anwärter auf den Posten des Hainhengstes herausfordern und töten."
Der junge Mann sah sie unbehaglich an.
"Alles ganz religiös. Wirklich. Äh, ich bin übrigens Aggradir. Wer seid ihr?", versuchte er verzweifelt das Gespräch auf andere Themen zu bringen.
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

[Verdammt! ;D]

Selbst Cadrim konnte sein Erstaunen und seine Verblüffung kaum verhehlen, als der junge Mensch von seiner Tätigkeit als Hainhengst zu erzählen begann. Und obwohl niemand die Gefühle anhand seines Gesichts erkennen mochte (wo sie recht deutlich zur Schau gestellt waren), konnte man doch die Verspanntheit und Sprachlosigkeit des Dunkelelfen spüren. Nach einem Moment hatte sich Cadrim aber wieder gefasst. Die Götter trieben mit ihren Nachfahren ein wahrhaft grausames Spiel! Immer wenn sich Cadrim fragte, was seine Bestimmung war, ob er für alle Zeiten dazu verflucht sei, sich durch die Welt zu schleichen und sich zu verstecken, während sein dunkles Wesen seine Seele immer mehr auffraß - kaum traf er einen solchen Glückspilz, erkannte er die grundlegende Wahrheit der Schöpfung: Sie war das reinste Chaos! Kein Plan lag ihr zugrunde, kein Schicksal interventionierte und griff in die Aktionen der Sterblichen ein. Mehr denn je fühlte sich Cadrim wie ein Spielball der grausamen Götter. Er hatte jahrelang alles versucht, um seinem Ruf als Dunkelelf nicht gerecht zu werden, doch wurde er so gut wie immer von den anderen Spezies Providentias vorverurteilt, sobald sie seine wahre Natur erkannten. Und diesem idiotischen Bauernsohn fiel das Glück sprichwörtlich in den Schoß!

Missmutig wandte sich Cadrim ab und bekämpfte den Drang, dem geretteten Opfer den Hals mit dem langen und gebogenen Opfermesser durchzuschneiden, welches nun wieder auf dem Boden lag, nachdem es Baralis fallen gelassen hatte. Cadrim wusste es selbst nicht, warum er den Magier dazu veranlasst hatte, das Messer nicht an sich zu nehmen, doch ein dunkles, ungutes Gefühl beschlich sich seiner, sobald er daran dachte oder es ansah. Zum Teil mochte das aus seinen Erfahrungen mit der verderbten Klinge resultieren, aber da war auch noch etwas anderes... Der Dunkelelf schüttelte den Kopf. Er sah sich kurz prüfend um, wie um sich zu vergewissern, dass auch wirklich alle Kultanhänger tot waren. Da sich keiner der weißen Kapuzenträger mehr bewegte, wandte sich Cadrim wieder an seine "treuen Gefährten". "Wir sollten aufbrechen. Ich weiß nicht, wie wir den Leuten oben im Dorf dieses Gemetzel erklären sollen...vielleicht wäre es angebracht..." Cadrim stutzte, als er sich bewusst wurde, dass er keine Ahnung hatte, was sie machen könnten. Die Leichen verbrennen konnten sie wohl kaum, dafür gab es nicht genügend Zundermaterial. Verscharren schied auch aus, dazu war der Boden zu steinig. Und bevor diese Höhle einstürzte, würde wohl eher der Regent der tantalischen Berge aufhören, altkluge Bemerkungen von sich zu geben und sich in die Geschicke anderer Völker einzumischen. Etwas ratlos sah er die anderen an, Aggradir ignorierte er dabei. Immerhin sah er nicht so aus, als hätte er eine Belohnung für seine Retter übrig. Und besonders intelligent wirkte der Mann auch nicht gerade.
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Jeanne Pax
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Beitrag von Jeanne Pax »

Jeanne musste innerlich lachen, als sie die Geschichte von dem Hainhengst hörte. Belustigt besah sie sich den jungen Mann nocheinmal von oben bis unten.
"Na dann können sich die Jungfrauen eurer Gefolgschaft ja freuen, dass euch und eurer Manneskraft nichts passiert ist!!!!"

Diesen Spruch konnte sich Jeanne nicht sparen. Sie beobachtete, wie der junge Mann peinlich berührt zu Boden schaute.

"Nun ja, wir sollten zusehen, dass wir schnellstmöglichst aus dieser Höhle heraus kommen und vielleicht auch dieses Dorf verlassen, bevor uns unangenehme Fragen gestellt werden."

"Wie sieht es aus Cadrim, seid ihr schon in der Lage euch aufzurichten???"
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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Mit Aggradirs Hilfe richtete Tomás Cadrim auf. Der Dunkelelf schwankte noch und stützte sich schwer auf.
"Hm, ihr braucht noch etwas Elixier." Tomás hatte den Satz kaum heraus, als Cadrim schon kerzengrade stand und die Hände seiner Helfer abschüttelte. Ein Lächeln huschte wie der Schatten einer Wolke über des Klerikers Gesicht. Er packte seinen Patienten fest am Oberarm und näherte das Fläschchen mit dem Trank Cadrims Mund, den dieser fest zusammenpreßte. Gleichzeitig bog er seinen Kopf so weit es ging zurück.
"Führt euch nicht auf wie ein kleines Kind!", schalt ihn Tomás. "Wollt ihr wirklich, das wir euch alle festhalten und euch den Trank gewaltsam einflößen?"
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

"Versucht es nur!" Der spöttische Ausruf lag Cadrim bereits auf den Lippen. Was bildete sich dieser aufgeblasene, selbstgerechte Kleriker eigentlich ein, der sich in seine eigene Scheinheiligkeit hüllte, wie in eine warme Decke und damit versuchte, jeden anderen zu ersticken? Brennen sollte er, dieser verfluchte Narr, diese Personifizierung von Eitel, Stolz und Arroganz! Doch dann spürte Cadrim, wie sein Herz flatterte, wie seine Beine drohten, unter ihm wegzuknicken, als sie sein Gewicht nicht mehr tragen konnten. Sein Puls dröhnte langsam und träge, aber zugleich unbeschreiblich laut in seinen Ohren, marterte sein Hirn, störte seine Überlegungen und hinderte ihn daran, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ihm war, als würde ein Abgrund vor ihm gähnen, gefüllt mit undurchdringlichen Schatten, und sein Bewusstsein schien in Schwärze zu ertrinken. Doch er wehrte sich. Er biss die Zähne zusammen und kämpfte dagegen an, bekämpfte die Flutwellen der Schwärze, die über ihm zusammenzuschlagen drohten. Und ein kleiner Teil von ihm überlegte, dass Tomás vielleicht doch recht hätte und der Kleriker möglicherweise tatsächlich wusste, wovon er sprach, auch wenn das kaum möglich schien, so fanatisch, wie er war.

Schließlich besiegte Cadrim seinen inneren Schweinehund, der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte, noch einen Schluck des bitteren Elixiers zu schlucken, und riss Tomás die kleine Flasche mit der Arznei regelrecht aus den Händen. Er entfernte hastig den Stöpsel und stürzte das Gebräu mit einem Schaudern hinunter. Selbst als er sich die Nase zuhielt, um den widerlichen Gestank nicht ertragen zu müssen, musste er ob des Geschmacks würgen. Er warf Tomás einen hochmütigen Blick zu, der den Kleriker eigentlich sofort in Flammen hätte aufgehen lassen müssen, wenn giftige Blicke zu so etwas in der Lage wären, und warf das Fläschchen fort. Dann ging er einige zittrige Schritte und durchquerte die Höhle, deren Boden mit Blut und Leichen bedeckt war. Dem leicht bedröppelten Dunkelelfen schien es, als würde er durch wahre Meere aus Blut waten, doch sein Bewusstsein war ob des Blutverlusts noch zu benebelt, als dass sich seine dunkle Seite diesen Moment und dem Anblick hätte weiden können.
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Jeanne Pax
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Beitrag von Jeanne Pax »

"Wie fahren wir nun fort ?" fragte Jeanne lautstark in den Raum. Cadrim und Tomas waren mit ihrem Heiltrank beschäftigt und Jeanne war der Meinung die Höhle und das Dorf schnellstmöglichst zu verlassen.

Jeanne fragte sich, ob es besser war die Leichen hier irgendwie zu beseitigen, aber wie???
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Tomás de Torquemada
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Tomás schaute Cadrim düster beim Herumtaumeln zu. Wofür mühte er sich überhaupt mit ihm ab? Nicht zum ersten Mal beschlichen den Kleriker Zweifel an seiner Heilertätigkeit. Viel Arbeit brachte wenig Dank. Er bückte sich nach dem von Cadrim achtlos fortgeworfenene Fläschchen. Glaubte der Kerl denn, diese Dinge wuchsen auf Bäumen?

Jeannes Fragen lenkten ihn von seinen trüben Gedanken ab. "Wir sollten die Obrigkeit einschalten. Es gibt hier doch sicher einen Bürgermeister."
"Der könnte aber mit diesen Fanatikern unter einer Decke stecken."
"Der Baron!", rief Aggradir aus. "Baron Cornelli war immer ein Förderer des Hains. Jeden Frühling schickt er Gaben und an besonders hohen Festtagen kommt er sogar selbst zum Beten."
"Baron?", ließ sich Baralis hören. "Baron klingt gut, Baron klingt nach Gold. Es ist höchste Zeit, dass wir für unsere Mühen endlich belohnt werden. Schätze sollten wir hier finden. Sieht die jemand? Ich seh nur Leichen. Lasst uns zu diesem Baron reiten."
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

Cadrim war geneigt, dem Vorschlag von Baralis zuzustimmen. Der Dunkelelf war zwar nicht sonderlich scharf auf das Gold (wobei er das gelbe Metall natürlich doch recht schätzte wegen seinem Wert in allen Landen), doch er wollte zu gern diesen Ort verlassen und vielleicht ein paar Stunden in einem warmen Bett verbringen. Mit ein wenig Schlaf und etwas Ruhe würde er sich hoffentlich soweit wiederhergestellt haben, dass er nichts mehr von Tomás grässlichem Gebräu hinunterwürgen müsste.

Daher rappelte sich Cadrim erneut auf und begab sich zum Eingang der Höhle, wo er sich umschaute und in Richtung der anderen zischte: "Kommt schon!" Dann machte er sich auf den beschwerlichen Weg den Gang entlang und die Stufen hinauf, bis zu dem kleinen Lagerraum hinter der Theke der Schenke zur Kupfermünze. Der Magier fragte sich, wie sie wohl unbeschadet durch den Schankraum gelangen sollten, während er die ehemals weiße, jetzt blutbefleckte Robe der Fanatiker abstreifte. Doch um dieses Problem sollten sich andere Leute kümmern, er war schließlich verletzt!
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Beitrag von Jeanne Pax »

Jeanne folgte den anderen aus der Höhle heraus, sie entledigte sich schnell der Robe und hielt dann ihr Schwert weiter in der Hand.

Als sie hinter Tomàs und Cadrim den Schankraum betrat, sah sie nur in die großen Augen der dortigen Gäste. Die kleine Gruppe machte doch einen recht gehetzten Eindruck. Doch keiner sagte etwas und so verliesen sie schnurstracks den Schankraum und standen im Freien vor der Kupfermünze.

Ein paar neugierige Blicke verfolgten sie noch durch die Fenster.
"Geht es dir gut, Cadrim" fragte Jeanne.
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Beitrag von Tomás de Torquemada »

Die Gaststube hatte sich erheblich geleert während sie unten gekämpft hatten. Das mochte an den fliehenden Weißkaputzen liegen, die wohl in regelmäßigen Abständen von unten hier hochgerauscht kamen. Auch der Wirt war nirgends zu sehen. Und das mochte erklären, warum überhaupt noch Gäste in einem Gasthaus sassen, in dessen Untergrund es nicht mit rechten Dingen zuging. Freibier war für mansche eben unwiderstehlich.

Niemand sagte ein Wort oder rührte sich als ihre kleine Truppe durch den Raum lief. Anscheinend hatten sie sich heute und hier Respekt verschafft.
Draußen wandte sich Tomás an Aggradir. "Könnt ihr uns den Weg zu Baron Cornelli zeigen?"
Der nickte: "Aber bitte, bitte, nehmt mich mit!"
Der Kleriker überlegte. Aggradir hatte kein Pferd und würde also bei jemandem mitreiten müssen. An eine Frau würde er ihn nicht lassen und er selber würde diesen Heiden nicht mit der Kneifzange anpacken.
"Na gut. Ich denke, ihr könnt bei Baralis oder Cadrim mitreiten. Am besten bei Cadrim, ihr könnt dann gleich ein Auge auf ihn haben und ihn festhalten, falls er vom Pferd kippen sollte."
Es kann nur einen GOtt geben! :aua2:
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Cadrim Kagrim
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Beitrag von Cadrim Kagrim »

"Bestens!", spöttelte Cadrim, als er die Frage der Menschenfrau vernahm, die noch dazu aufrichtig besorgt klang. Doch als er Tomás Vorschlag hörte, schenkte er diesem einen bitterbösen Blick, der jenen natürlich vollends ignorierte und so tat, als wäre nichts gewesen. Wie konnte dieser verfluchte Kleriker nur einen solchen Vorschlag machen? Der Dunkelelf verdrängte den Gedanken, dass Tomás eigentlich Recht hatte, denn die Seite, wo der Dolch seine Haut geritzt hatte, brannte noch immer fürchterlich. Stattdessen verhielt er einen kurzen Moment bei seinem Pferd, holte tief Luft und wappnete sich, um den Schmerz ertragen zu können, bevor er mehr oder weniger elegant aufstieg. Cadrim bedauerte nun fast ein wenig, dass er auf einen Sattel verzichtet hatte, als er sich das Pferd in Kalanos ausgesucht hatte. Denn dann hätte er sich jetzt wenigstens am Sattelknauf festhalten können. So biss er die Zähne zusammen und verkrallte die Finger in der Mähne des Pferdes, während Welle um Welle heißer Pein auf ihn hinab stürzte und seinen Entschluss, sich nicht von diesem paarungswilligen Hainhengst helfen zu lassen, ins Wanken geriet.

Wie er so keuchend und am Rande der Bewusstlosigkeit balancierend über den Hals seines Pferdes gebeugt dasaß, bot er wohl ein jämmerliches, Mitleid erregendes Bild, denn einen Augenblick später gewahrte Cadrim einer Bewegung und erkannte Aggradir, der ihn besorgt musterte. Närrischer Trottel!, tönte es durch Cadrims Geist und es war ihm selbst nicht ganz klar, ob er den Hainhengst oder sich selbst damit meinte. Mürrisch rückte der Dunkelelf auf dem Rücken des Pferdes ein Stück nach vorne und machte Aggradir so Platz. Mit einem rüden Kopfnicken bedeutete er dem jungen Mann, sich hinter ihn zu setzen, und nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen saß Aggradir dann auch hoch zu Ross, die Arme so eng um Cadrim geschlungen, dass dieser gereizt mit dem Ellenbogen in Aggradirs Magengrube stieß. Dieser ließ zischend seinen Atem entweichen und lockerte seinen Griff etwas, sehr zur Erleichterung des Dunkelelfen, da ihm bei der Berührung des Hainhengstes so gewesen war, als würde seine gesamte linke Seite in Flammen stehen. Müde und aschgrau im Gesicht (welches natürlich keiner der Gefährten zu sehen vermochte) trieb Cadrim sein Pferd an.
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